Polizei beschützt Anpflanzungen eines Mennoniten

Curuguaty: Rund 100 Uniformierte der Bereitschaftspolizei bewachten heute den Rand eines 150 ha großen Sojafeldes, welches rund 37 km außerhalb von Curuguaty, Provinz Canindeyú liegt. Die Ordnungskräfte sind nur so lang vor Ort bis der Sprüheinsatz des Pestizids andauert. Da es in letzter Zeit des Öfteren zu Belagerungen durch Indigene und Campesinos kam um solche Einsätze zu sabotieren entschloss sich der Eigentümer, ein Mennonit mit dem Nachname Menuzzi, dazu. Das Grundstück grenzt an eine indigene Gruppe der Tava Jopói.

Kommissar Odilio González, Chef für Ordnung und Sicherheit, erklärte, dass ihr Einsatz deswegen stattfindet um die Sprühaktion zu gewährleisten und um abzusichern, dass kein landwirtschaftliches Gerät gestohlen wird.

Am vergangenem 15. November kam es bei gleicher Maßnahme auf einem 30 ha großen Grundstück in der Kolonie Maracaná zu gewalttätigen Szenen, die mehrmals den Abbruch der Arbeiten nach sich zogen, da Mindestabstände von 100 m zu bewohnten Gebieten bzw. öffentlichen Grundstücken nicht eingehalten werden.

(Wochenblatt / Última Hora / Radio Ñanduti)

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16 Kommentare zu “Polizei beschützt Anpflanzungen eines Mennoniten

  1. In dem Artikel wird der Eindruck vermittelt, nur „Indigene und Campesinos“ würden gegen unrechtmässige (Sicherheitsabstände nicht eingehalten) Pestizideinsätze protestieren. Wenn hochrangige Politiker am Rande eines Sojafeldes wohnen würden, würde bestimmt auf 500 m Abstand geachtet – oder????

  2. Urspruenglich wurden die Glaubensbrueder von Menno Simons, einem ehemaligen Priester in den Niederlanden, als Mennoniten bezeichnet. Nach Jahrhunderten werden sie oft als ethnische Gruppe angesehen, und heute in unserem Land sogar als Angehoerige einer Nation, die es natuerlich nicht gibt. Uebrigens, der Nachname Menuzzi wird man wohl schwerlich unter den als Mennoniten bezeichneten Leute finden.

    1. Wir warten auf den Herrschaftsantritt Jesu Christi und Sein Tausendjaehriges Reich.

      Dann wird Er richten zwischen den Nationen und fuer viel Voelker Recht sprechen. (Jesaja 2:4)

      Ich stelle mir vor das genau diesen Indigenen dann ihr Recht zugesprochen wird.

      Ich wundere mich immer wieder, wenn ich hier so manchen Berichte lese, was die Mennoniten betrifft und auch die eigenen Erfahrungen die ich inzwischen mit dieser Gruppierung gemacht habe.
      Menno Simon wuerde sich vermutlich im Grab umdrehen wenn Er wuesste was aus dem Weg und den Leuten geworden ist die einst auf seinen Wegen wandelten…

      Nicht ueberall wo Christ drauf steht ist auch Christus drin, zur Schande muss man das sagen.

      1. Wenn es um den Profit geht, dann ist der Glaube nur im Weg bzw. er wird so ausgelegt, dass es passt. Ich denke, da wird gleich ein entspechender Kommentar unseres Spezialisten kommen.;-)
        Ich kenne Menno Simons nicht persönlich – bin nicht so alt wie ich aussehe… Aber auch die damaligen Gläubigen der verschiedenen Religionen usw. waren beileibe keine Heiligen, weder zur Zeit Christi Geburt, noch im Mittelalter – siehe Hexenverbrennungen, Kreuzzüge usw, noch vor 450 Jahren zur Menno-Zeit, noch vor 100 Jahren oder gar heute – siehe Protzbauten in Deutschland, Kindesmissbrauch durch „Würdenträger“ etc. etc.

  3. Mennoniten sind eine Täuferbewegung und der Reformierten EV Kirche sehr nah.Die Verfolgung der Glaubensgemeinschaft beruht darauf daß, das Täufen im Mittelalter ein Strafbestand war und mit Todesstrafe geahndet wurde.Sie stehen in ihrem Glauben den Amischen und Hutterern sehr nah.An ihren Glauben ist nichts auszusetzen weil jeder so glauben soll wie er will und so soll es sein.
    Nur wenn ich hier teilweise lese Gott hat dieses und jenes gesagt um damit Umweltverbrechen zu kaschieren und die Verantwortung damit von sich weck zu schieben so ist das Blasphemisch.
    Dieser Umgang mit Giften und der Abholzung ist ein Schlag ins Gesicht des Schöpfers und wird nicht mit den von denen erhofften Paradies belohnt.Preisabsprachen zu Lasten der armen Bevölkerung sind eine Todsünde im Christenglauben da Wucher den Völlen (Maßlosigkeit) sehr nah steht.
    Nun hat der Mann aber das Recht sein Land zu bestellen und somit ist der Schutz der Polizei gerechtfertigt aber er hat kein Recht seine Nachbarn und die Umwelt zu vergiften,was aber ein Problem des Staates ist welcher die Zulassung dieser Gifte genehmigt,es muss dahin gehen das Studien wie sie in anderen Ländern bereits erfolgt sind beachtet werden und dem entsprechend, Gesetze erlassen werden das nur Biologisch abbaubare Gifte Verwendung finden.

  4. ich habe es anderweitig schon mal geschrieben: die Mennoniten sind dabei, sich in der Bevölkerung unbeliebt, um nicht zu sagen verhasst zu machen. Das gab es auch schon in Deutschland in den 30er Jahren. Was fehlt ist der Zündfunke und Personen die sich dann an deren Besitztümern bereichern können. Hoffentlich gibt es da ein einlenken der Verantwortlichen auf allen Seiten

  5. Leute denkt mal nach bitte. Wo waehren wir in Europa besonders in der Schweiz wenn alle Landwirte ihre Felder wo dichter als 100Meter bei Wohnhaeuser nicht Spritzen duerften !!!???
    Die Spruehmittel sind genau die selben, also wo ist der Unterschied?

  6. Ich habe gedacht, die Mennoniten sind Bibel gläubige fromme Menschen: die sich nach den Grundsätzen der Bibel richten?!

    Demnach sollte ihre Grundhaltung sein, keinem
    Menschen, wissentlich, einen Schaden zuzufügen!
    Überhaupt sollten sie nur Spritzmittel einsetzen
    die dem Mensch und der Natur nicht schadet.
    Die Polizei müsste dort anwesend sein: damit die 100 m
    Abstand zu den betroffen Menschen eingehalten wird und
    nicht nur um die Sprühaktion zu schützen.

  7. „Überhaupt sollten sie nur Spritzmittel einsetzen
    die dem Mensch und der Natur nicht schadet.“

    Es duerfte schwer sein solches zu finden, Schaedlinge und Unkraeuter sind naemlich auch Natur 🙂

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