Polizist, der auf Abgeordneten Acosta schoss, zu Haft verurteilt

Asunción: Am Nachmittag des 31. März 2017, Stunden bevor der Kongress in Flammen stand, schoss ein Polizist mit Gummigeschossen ins Gesicht von Abgeordneten Edgar Acosta.

Der Unteroffizier der Nationalpolizei, Benito Sanabria (Beitragsbild), wurde heute von der Strafkammer des Gerichts in Asunción zu 12 Jahren Haft verurteilt, nachdem die Anklage 15 Jahre forderte. Die Verteidigung von Sanabria beruhte darauf, dass er nicht geschossen habe. Diverse Fotos und Videos belegten jedoch die Aussage laut der Richter. Außerdem habe das Opfer bei Gericht nicht ein Schreiben vorgelegt, wodurch bestätigt wird, dass 11 Operationen nötig waren, um sein Gesicht sowie Rachenbereich wieder herzustellen.

Die Familie von Abgeordneten Acosta nützte die VIP Krankenversicherung des Kongresses wenig, da die chirurgischen Eingriffe nicht in Paraguay durchgeführt werden konnten. Für jede einzelne Operation musste er nach Brasilien reisen. Die Familie war demnach seit mehr als einem Jahr mit Spenden sammeln beschäftigt.

Der Abgeordnete Edgar Acosta demonstrierte neben PLRA Parteipräsident Efraín Alegre gegen die Absicht der Cartes Anhänger die Wiederwahl Cartes’ zuzulassen. Dabei wurden beide verletzt, Acosta jedoch traf es besonders schwer, da Sanabria aus kurzer Distanz in sein Gesicht schoss.

Wochenblatt / Abc Color / Última Hora

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3 Kommentare zu “Polizist, der auf Abgeordneten Acosta schoss, zu Haft verurteilt

  1. Der código penal (Strafgesetzbuch) sieht im schwersten Fall der Körperverletzung in Articulo 112 eine Höchstrafe von 10 Jahren vor. Außerdem gilt der Grundsatz: Keine Strafe ohne Gesetz, Articulo 1 a.a.O.
    Rechtsbruch überall. Man kann nur hoffen niemals in die Mülen dieser Justiz zu gelangen.

  2. Der código penal (Strafgesetzbuch) sieht im schwersten Fall der Körperverletzung in Articulo 112 eine Höchststrafe von 10 Jahren vor. Außerdem gilt der Grundsatz: Keine Strafe ohne Gesetz, Articulo 1 a.a.O. (die Höchststrafe darf also nicht überschritten werden).
    Rechtsbruch überall. Man kann nur hoffen niemals in die Mühlen dieser Justiz zu gelangen.

  3. Jup, also 12 jahre für ne blutige Nase ist doch wirklich sehr viel,oder? Andere misbrauchen ihr Leben lang Kinder und Chorknaben und werden nicht mal angeklagt???

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