Präsident Abdo ordnet Entlassung aller “Planilleros“ an

Asunción: Präsident Abdo erklärte heute dem Sekretariat für staatliche Angestellte den Befehl erteilt zu haben eine Studie über die Fachkräfte einzuleiten, welche mit der Entlassung derer enden soll, die Geld für nichts bekommen.

Abdo erklärte, dass man versucht alle “Planilleros“ von staatlichen Stellen zu eliminieren. “Den Befehl den wir den Administratoren haben, nicht nur da sondern auch dem Sekretariat für staatliche Angestellte die staatliche Bürokratie zu verkleinern, denn was nichts produziert und Geld kostet muss optimiert werden“. Auch wenn diese Kampagne gegen die Colorado Partei und die Wahlabsichten einiger anderer Politiker geht, scheint Abdo keine Ambitionen zu haben weiterhin die Wählerschaft für sich gewinnen zu wollen. Mit solch einem Schritt verärgert man die zahllosen Planilleros und verschafft anderen Angestellten die Arbeiten eventuell mehr Arbeit, wenn die Anzahl der Angestellten verringert wird.

“Wenn unsere Partei Führer wählt, die ihre Aufgabe nicht erfüllen, obwohl man ihnen mit einem Arbeitsplatz eine Chance gegeben hat, welchem Model folgen wir dann? Ich glaube nicht, dass solche einen starken Rückhalt in der Bevölkerung haben. Sie können dann kaum noch Anführer von Menschen sein, da sie nicht mehr respektiert werden“, sagte Abdo abschließend.

Wochenblatt / Abc Color

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13 Kommentare zu “Präsident Abdo ordnet Entlassung aller “Planilleros“ an

  1. Hört sich zunächst gut an. Aber…. a) wer will denn prüfen und feststellen, wer ein nichtsnutziger Planillero ist und den Staat nur ausbeutet? b) wer hat als Vorgesetzter den Mut, seinen Planilleros zu kündigen? c) die Scheibenputzer werden schon die Messer wetzen, denn nun müssen sie künftig mit hart arbeitender Konkurrenz rechnen und das wird ihnen überhaupt nicht gefallen.

    1. Das klappt schon! Jeder dieser Tagediebe bekommt eine Abfindung für 2 Jahre mit der Zusage nach der nächsten Wahl wieder eingestellt zu werden. Glauben sie nicht? Gibt es aber schon!

      1. Guter Komment. Genau so wird es auch meiner Meinung ablaufen: Entschädigung (Jahresgehälter fürs noch weniger tun als bis jetzt, nämlich fürs Zuhause-bleiben) und dann mit neuem Präsidenten wieder eingestellt.

  2. Er vergisst scheinbar das er sich damit den Zorn der ” Götter” zu zieht und das er seine eingestellten “Planilleros” dann auch entlassen muss. Oder er gar selber als ” Planillero” geführt und somit entlassen wird. Cartes entscheidet wer geht oder bleibt.

  3. heiße Luft? Vielleicht. Fest steht, ein Großteil der Jugend hat die Schnauze gestrichen voll, wenn man sich in den sozialen Netzwerken umschaut und Unterhaltungen führt. Der Rest der Jugend kann noch nicht lesen, hat dennoch eine Meinung zu dem, was in dem Land vor sich geht. Ich verwette mein Hab und Gut darauf, dass Cartes nicht eines natürlichen Todes im Hohen Alter sterben wird.

  4. Der Präsident übersieht etwas grundlegendes: In DÖCH braucht ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer einzustellen, um die Arbeit zu erledigen, für die es hierzulande nun mal 25 Arbeiter braucht, um die Arbeit in der gleichen Zeit bewältigen zu können. Ein einfacher Dreisatz. Es gibt keine Planilleros hierzulande.
    Wie um Himmelswillen soll ein hiesiger Arbeiter seine SOLL-Stunden abarbeiten, wenn es regnet? Da müsste er unter Lebensgefahr zur Arbeit fahren. Ok, einige Amigos beim Staat angestellt bekommen dafür alle drei Monate einen Zahltag mehr zur Motivation, was dann 16 Monatslöhne pro Jahr ergibt. Ohne Aguinaldo (13-er).
    Wer hier lebt, weiß wie Mühsam und Zeitraubend die Behördengänge, Verkehrswege etc. sind. Selbst das Einkaufen von drei Artikel im Supermarkt kann im tranqui Fila-stehen schon mal ne Stunde kosten. Das geht halt von der Arbeitszeit ab. Dann muss man einmal im Jahr seinen Führerausweis lochen, Steuern hier, Steuern da bezahlen, andauernd sein Fahrzeug reparieren lassen uvm. Das geht nochmal von der Arbeitszeit ab. Dann ist es heiß und Siestazeit, das geht von der Arbeitszeit ab. Bier und Streichholz-Großeinkauf, das geht von der Arbeitszeit ab. Hauptsache pünktlich nach für Uhr Müllabfackel bei Bier vor Kleinkindern.
    Unschwer ist also zu erkennen: der Faktor 25 ist unbedingt. Wir leben im Paraguay!

    1. Ich kann nun mal nicht über vier Stunden lang meine Bremsbeläge wechseln lassen von 18 bis 22 Uhr. Da arbeitet niemand. Also muss ich dafür wohl einen Morgen oder Nachmittag während der Arbeitszeit einrechnen.
      Was? Vier Stunden um zum vier simple Bremsbeläge zu wechseln? Ja. Das habe ich mich auch gefragt.
      Nun, Automechs scheinen die gleichen Probleme zu haben wie die angeblichen Planillieros (s. mein 1. Kommentar).
      Jedenfalls kommen die Mecanicos frisch geduscht wohlriechend nach Alkohol und gut Almuerzo (Mittagessen) aus der Siesta, um noch wieder die Radschrauben aufzusetzen.

  5. Dummes, populistisches Gefasel vom kleinen Mario. Die Planilleros haben ja wohl sicherlich einen Arbeitsvertrag, wo steht, was sie machen sollen – aber sie machen es nicht, weil das fünf andere machen – oder auch nicht.
    Wie will man denn sowas prüfen?
    Kein Mensch in Paraguay nimmt Abdo noch ernst. Desastre ko Marito ist ein gepflügelter Spruch in Paraguay geworden. Soll er doch mal seine Minister in die Mangel nehmen, wie diesen unfähigen Petta oder die dicke Kuh von Petropar.

    1. Poppo Graf von Hahn-Kuchelmiß

      Wie gelangte man in Russland zu einer verdoppelung des Bruttosozialproduktes? Gewerkschaften hatten in der UdSSR das Sagen. Man stellte 5 mal so viele Leute ein und verquaste 7 mal so viele Naturressourcen. Aehnlich so bekommen die Chinesen heute auch ein Gigahospital in 7 Tagen aufgebaut. Jeder Arbeiter brauch halt nach der verdoppelung des BIP ein Fuenftel soviel tun bei 7 mal so viel Rohstoffen. So verdoppelt sich auch die Produktion. Mit dieser Methode gewann Stalin den 2. Weltkrieg zumal Russland 165 Millionen Menschen hatte und Grossdeutschland nur 80 Millionen.

  6. Poppo Graf von Hahn-Kuchelmiß

    Dies ist mit Abstand das kluegste was er machen kann. Wenn ihm das schon eingefallen ist so lasst den Mann doch machen. Die Guardia Presidencial und Stacheldraht haben sich ja schonfest vor dem Praesidentenpalast etabliert. Ein paar alte T-34 von den Russen fuer billiges Geld zubeziehen und die da einzugraben waere auch ne gute Idee – zumal Panzerschreck und RPG’s in Paraguay noch nicht einzug erhielten.
    Frueher oder spaeter MUSS er dieses machen denn kein Land kann auf ewig so weitermachen: stetig steigende Steuerlast und 75% der oeffentlichen Ausgaben fuer Gehaelter.
    Aber in den Kooperativen senkt man auch nicht die Gehaelter und im Privaten Sektor auch nicht, so dass vor allem auch im Privaten Sektor Luft nach oben ist betreffs Rationalisierungen. So schnell Kontakte und Beziehungen in der Wirtschaft ihren Stellenwert verlieren, verbessert sich die Situation auch gleich weil die Nichtskoenner und Mittelmaesdigen von den Chefetagen verschwinden.
    Die wiederholte Wiederwahl verursacht genau dieses verschachtelte Korruptionssystem im Privatsektor wie im oeffentlichen Sektor. Erlaubt man nur eine Amtsperiode bei Kooperativen, Kirchen, Unternehmen und Regierungssektor so eliminiert man doch schon Teilweise dad Amigosystem.

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