Präsident ehrt Gefallene in einem “ungerechten Krieg“

Asunción: Der Präsident der Republik, Mario Abdo Benítez, nahm an dem Akt teil, der heute vor 151 Jahren an den Tod von Marschall Francisco Solano López und diejenigen erinnert, die im Krieg des Dreibunds gefallen sind. Benitez bezeichnete die Auseinandersetzung als “ungerecht“.

Wie üblich wurde der Heldentag im Cerro Corá-Nationalpark gefeiert, wo Francisco Solano López, Präsident von Paraguay, während des Krieges (1864-1870) starb, in dem die Nation dem Bündnis zwischen Brasilien, Argentinien und Uruguay gegenüberstand.

Benítez legte einen Kranz vor dem Denkmal in der Nähe, wo Solano López von den brasilianischen Truppen tödlich verwundet wurde, nieder.

Sein Tod bedeutete das Ende eines Krieges, der Paraguay zerstörte. Nach den meisten Berechnungen von Historikern verlor das Land etwa die Hälfte der Bevölkerung mit einem Verhältnis von vier Frauen zu jedem Mann.

In einer von der Präsidentschaft veröffentlichten Erklärung bezeichnete Benítez den 1. März als Gedenken an das “Opfer von Hunderttausenden Paraguayern, die unter den Strapazen eines ungerechten Krieges litten, in dem das in eine Armee konvertierte Volk nicht nur gegen die Feinde, sondern auch gegen Hunger und Krankheit kämpfte“.

In der Erklärung appellierte Benítez an das “Ideal eines Heimatlandes, unabhängig, frei und souverän“, das “auf Kosten des heldenhaften Blutes verteidigt wurde und damit jedes Stück der nationalen Geographie, bis der Krieg diesen letzten Moment in Cerro Corá erreichte, um das letzte Opfer zu bringen“.

In diesem Sinne erinnerte der Präsident an Solano López ‘Versprechen‘, “zu gewinnen oder zu sterben“, indem er sich weigerte, “sich zu ergeben, bis er seinen letzten Atemzug tat und den Mann in einen Märtyrer verwandelte“.

An der Zeremonie, an der hochrangige Befehlshaber der Streitkräfte teilnahmen, bat Kommandant Bernardo Bazán die Bürger um eine Begleitung in diesem “edlen Gefühl der Erinnerung an Marschall Francisco Solano López, den größten Helden unserer Nationalität“.

Nach dem Krieg des Dreibunds erließen die Sieger Gesetze, die die politische und historische Huldigung von Solano López untersagten, den sie beschuldigten, den Konflikt begonnen und die paraguayische Bevölkerung in den Abgrund gerissen zu haben.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts herrschte jedoch ein Strom nationalistischer Historiker vor, der Solano López zur Kategorie eines Helden machte und als solcher wird er jeden 1. März, einem Nationalfeiertag in Paraguay, geehrt.

Wochenblatt / Ultima Hora

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11 Kommentare zu “Präsident ehrt Gefallene in einem “ungerechten Krieg“

  1. Da hatte der Dreibund recht, Lopez war der Kriegstreiber. Der Krieg hätte problemlos verhindert werden können, wenn Lopez ein bisschen mehr Grips in der Birne gehabt hätte.

    1. Jella Jette Blanka de Aubergine

      Ja. Da hätte wohl Bernd Käserücken Präsident gewesen sein sollen. Nicht, dass ich jetzt die Betonung auf das Wort Grips lege. Aber mit Birne könnten Sie recht haben.

    2. Sie sind ja ein Alleswisser, sie leben hier als Gast, nehme ich mal an, äußern sich zu reinen Problemen, die Paraguay betreffen. Schlechter Stil, als “ Gast “ hält man sich zurück. Auch die Verwendung von “ Grips “ und “ Birne “ halte ich nicht für besonders klug.
      Ich würde sie nicht mal mit derartigen Ausdrücken belegen, aber wenn sie gerne “ Birne “ hören, da scheint bei ihnen auch nicht viel drinnen zu sein, kann man doch vermuten, oder?

      1. Ich kann die Geschichte vom „Gast“ nicht mehr hören, der Gast, der sich dem „Gastgeber“ anpassen muss, der nichts kritisieren darf, der sich bestehlen und betrügen lassen muss. Er ist ja nur Gast.
        Und andere als dumm darzustellen, zeugt auch nicht gerade von gutem Benehmen. Also heroisieren wir lieber die unkritischen Paraguayer und beschimpfen die, die kritisch sind. Ganz toll.
        Vermutlich leben sie noch nicht lange hier. Solche Gedanken hatten nämlich fast alle Frischlinge hier. Diese Ansichten ändern sich aber, wenn man der Wirklichkeit ins Auge sieht.

  2. Die Sieger bestimmen die Geschichtsschreibung und die Orpotunisten übernehmen diese Geschichtsschreibung der Sieger , was jeder deutsche permanent bezueglich seines Landes erleiden muss.

  3. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Gewonnen hat der Marschall selber keine einzige Schlacht. Von Napoleon war der Duce weit entfernt. Schlachten die gewonnen wurden wurden von auslaendischen militaerischen Ingenieuren gewonnen wie Thompson und Wisner von Morgenstern – der Marschall selber erglaenzte stets mit seiner Abwesenheit waehrend des Kampfgeschehens.
    Angefangen hat Paraguay den Krieg. England finanzierte Brasilien und Argentinien den Krieg. Paraguay hatte mit seiner Eisenhuette in Ybycui den Kauf von Eisenwaren von England eingestellt (Hacken, Spaten, Haemmer, etc) und machte die Dinge selber und war auch imstande grobe Schusswaffen herzustellen wie u.a. auch Kanonen und sicherlich auch Vorderlader.
    Die Eisenhuette 1863: https://2.bp.blogspot.com/-e3NHv9uDWck/UqdoLxFmYqI/AAAAAAAApWc/EbBSqxT6yew/s1600/mtelondon3.jpg
    Diese Kanone, die bezeichnenderweise „el cristiano“ getauft wurde, wurde in Paraguay hergestellt.
    https://2.bp.blogspot.com/_ANlZrpRXIpM/TLSX1E98RLI/AAAAAAAAKEk/UVtRRN-FZRc/s400/juan+perez+acosta+fundici%C3%B3n+de+Ybycu%C3%AD+ca%C3%B1on+cristiano.jpg
    Unten sieht man sogar Moerser die da wohl auch hergestellt wurden.
    Es schien ihnen aber an Metall zu fehlen (etwa dasselbe Problem wie das Dritten Reich hatte) da diese Kanone aus Bronze der Kirchenglocken hergestellt wurden.

    1. Moyses Comte de Saint-Gilles

      Die Kanone „el Cristiano“ wurde in Humaita eingesetzt und hielt wohl den Anforderungen des Krieges da stand der in der Zone ja mehrere Jahre tobte. Die Legierung stimmt also so dass sie nicht explodierte.
      Die wurde als Beutestueck nach Rio de Janeiro gebracht und vor einigen Jahren zurueckgegeben.
      https://alparaguay.blogspot.com/2010/03/tras-140-anos-brasil-devolvera-al.html

  4. 1. Lopez hat den Krieg vom Zaun gebrochen.
    2. Lopez hat völlig übersehen, dass sein Nachschub über den von Argentinien kontrollierten Wasserweg muss.
    3. Lopez hat seine eigene Mutter vor versammelter Mannschaft nackt ausziehen und auspeitschen lassen, weil sie für das Ende des Krieges war.
    4. Lopez frisst die letzten Vorräte auf, während seine Soldaten verhungern.
    5. Lopez ist so verfettet, dass er nicht mal mehr aufs Pferd steigen und fliehen kann.
    .
    Und diesen Größenwahnsinnigen Irren und Völkermöder verehren die Paraguayer als Helden?
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    Eine Quelle dazu:
    https://www.welt.de/kultur/history/article1036650/Riesiger-Voelkermord-in-Paraguay.html

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