Preise fallen zum vierten Mal in Folge

Asunción: Wie die Zentralbank heute mitteilte, erlebt das Land nach einer anfänglichen Inflation nun eine Phase der Deflation, welche eine Jahresinflation von bisher nur 2,2% mit sich brachte. Viele staatlich angeordnete Senkungen könnten dazu geführt haben.

Die Zentralbank, die monatlich die Inflationsrate ermittelt und bekannt gibt, informierte mit ihrer gestern beendeten Analyse, dass die Jahresinflation (Januar bis Oktober 2016) bei 2,2% liegt während eine Inflationsrate von Okober 2015 bis Oktober 2016 bei 3,6% registriert wurde. Die Inflation für Oktober erreichte – 0,2%.

Während Bananen um 21,6% teurer wurden sank der Preis für Tomaten um 46%, so der Bericht der Zentralbank. Ebenso sank der Preis für Eier und Hühnchen. Ausschlaggebend waren jedoch die Preissenkung für den öffentlichen Nahverkehr und bei Kraftstoffen.

Trotz Kritik der Weltbank, die vor vier Monaten an den Resultaten der Zentralbank zweifelte, sind weiterhin die Zahlen rückläufig. Inwiefern dies glaubhaft ist, hängt ab von welcher Seite man es betrachtet.

Wochenblatt / Última Hora

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10 Kommentare zu “Preise fallen zum vierten Mal in Folge

  1. Na mit den Preis Senkungen ist das hier so eine Sache. Vor Weihnachten und Ostern steigen plötzlich über Nacht die Preise und komischer Weise in allen Supermärkten gleich. Ein Schelm der da an Mafia und Preisabsprachen denkt. Hier muss dringend eine Regulierungs. Behörde sowie ein Kartellamt her. Die armen Leute ohne Arbeit sind gezwungen zu Rauben,Überfälle und Diebstahl zu begehen um ihre Familien satt zu bekommen dieses Ansteigen der Kriminalität gerade zu Weihnachten und Ostern ist doch ein Zeichen das was getan werden muss gegen diese Mafia und Preisabsprachen.In Europa wird an diesen Festen alles billiger ein Angebot jagt das Andere und hier wo Zucker produziert wird ist er in einer Woche der 5 Kilo Beutel von 18 auf 25000 Guarani gestiegen . Die Bank hat gut reden und das Senkungen angeordnet wurden wo sich keiner so dran hält ,schreit förmlich nach Diesen Behörden zum Wohl Aller. Vorausgesetzt diese Behörden werden mit Personen besetzt die sich nicht schmieren lassen. Ja ich weis ein Wunschtraum!!!!

  2. Ja, aber der Diesel qualmt doch ordentlich, egal was er nun kostet, und die Colectivos bereiten einem Zahnschmerzen beim zerkauen, bei Elektroartikel da, gibt es Schwierigkeiten beim verdauen, einzelne fallende Gebühren bei der Behörde kann man auch nicht essen, ansonsten gilt der Grundsatz, was auf dem Preisschild steht, und was hinterher an der Kasse auf dem Bildschirm oder Bon steht, sind sowieso zweierlei Schuhe, der höherer Preis gewinnt immer. Hier wird alles manipuliert, sei es das Haltbarkeitsdatum, der Preis, ggf. wird aus Oschi einfach Franz, dann stimmt das schon, mit dem Gewinn, wenn man täglich neu etikettiert. Und die Tomaten, sind sie noch so angeblich billig, schmecken tuen die im Moment sowieso nicht. (Aktuell Oferta Tomate Perida das Kilo im S6 Aregua um die 8000 GS) ist wohl ein Schnäppchen.

  3. Und was mich am meisten erzürnt, ist, daß die Preise für Milchprodukte wie Milch, Joghurt, Butter in diesem Jahr bereits mehrfach angehoben wurden. So langsam werden Milchprodukte für den Durchschnittsverdiener in Paraguay unerschwinglich. Will man die Verbraucher so lange ausquetschen, bis sie „bluten“? Die meisten Hersteller für Milchprodukte sind mennonitsche Betriebe. Ganz ehrlich, ich empfinde das als unverantwortliche Preistreibere zumal gerade diese mennonitschen Michverarbeitungsbetriebe Marktführer in Paraguay sind. Hier wird eine Machtstellung unverfroren ausgenutzt, völlig im Gegensatz zu christlichen Werten und ohne soziales Verantwortungsgefühl. In diesem Jahr wurden im milchverarbeitenden Gewerbe die Löhne nur geringfügig angehoben, wenn überhaupt. Was also sind die Gründe für diese unverhältnismäßigen Preissteigerungen?

    1. Manni – von welchen „christlichen Werten“ sprichst du denn immer? –
      Wenn du den christlichen Wert „Geld“ meinst, dann gebe ich dir recht. Ansonsten ist nirgendwo auf der Welt irgendetwas wirklich christlich, siehe CDU, CSU und sonstige Vereine.

  4. Ganz einfach Manni, es sind nicht die Produzenten, und schon gar nicht die Mennos, die die Preise in die Höhe treiben. Es sind die Supermärkte mit Ihren Preisabsprachen. Die vielen Sicherheitsleute sind nicht umsonst. Auf einen Kunden kommen oft 2 Sicherheitsleute. Es ist wie in DE, die Produzenten bekommen am wenigsten.

    1. Wenn Du recht hast, dann wäre es an der Zeit, daß die Verbraucher darauf reagieren und diese Supermarkt-Ketten meiden. Ich beobachte seit einigen Wochen einen positiven Trend, z.B. beim Verkauf von Obst und Gemüse. Immer mehr Obst- und Gemüseverkaufsstellen entstehen mit sehr gutem Angebot und oftmals mit um 50 % geringeren Preisen als in diesen „großartigen“ Verbrauchermärkten. Was die Preisgestaltung mennonitischer Milchprodukte angeht, ist diese dennoch fragwürdig. Wer z.B. in deren Verkaufsläden Coop geht wird feststellen, daß auch dort die Milchprodukte genauso teuer sind, wie in den besagten Supermärkten, manchmal sogar noch teurer! Das gleiche trifft im übrigen auf Fleisch- und Wurstwaren zu. Wie ist das nun zu erklären? Ja, und daß ich es nicht vergesse: Ich bezweifle, daß die Verbraucherpreise in Paraguay gefallen sind. Das Gegenteil ist überall fest zu stellen. Die Preiserhöhungen für Lebensmittel und Getränke aller Art erfolgen mehrfach im Jahr und dann nicht nur um 5 %, sondern meist gleich um 10 – 30 %. Maßloser und dreister geht es nicht!

  5. Ist ja auch klar, dass 1 lt. Milch in Paraguay gleich teuer ist wie in Deutschland ~ 5.000 Gs ~ 1 Euro, schließlich werden hier einer Kassiererin ein Mindestlohn 12 Millionen Guaranies monatlich ausbezahlt und die Errichtung der Supermärkte verschlingt mehrere Millionen US-Dollars für Landkauf, Erbauung aus besten Materialien und Meisterlöhne. Wie in Europa eben, also sind gleiche Preise für gleiche Produkte doch durchaus gerechtfertigt.
    Auch warum Kiwis hier teurer sind als in Deutschland muss man einsehen: Die Kiwis wachsen in Neuseeland und Liechtenstein. Daher müssen die Kiwis nach Paraguay einen weiten Weg zurücklegen Neuseeland – Paraguay, während die Kiwis nur einen Katzensprung Liechtenstein – Deutschland machen müssen.

  6. Inflation oder Deflation – alles nur eine Frage der Gewichtung des Warenkorbs, den man als Vergleich ansetzt.
    Fazit: Glaube nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

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