Preise für Tomaten um 300% gestiegen

Die Tomatenpreise steigen und steigen in den letzten drei Monaten kontinuierlich an, ein Ende ist nicht in Sicht, das geht aus den Daten des Ministeriums für Landwirtschaft und Viehzucht (MAG) hervor. Die Sorte “Santacruz“ wurde auf dem lokalen Markt im November 2014 mit 40.000 Guaranies, die 20 kg Steige, gehandelt, am vergangenen Wochenende ist der Preis auf 160.000 Gs. gestiegen, wohlgemerkt sind das Großhandelspreise.

Ein Sprecher des Ministeriums erwähnte, dass man im März 2014 sogar schon Preise in Höhe von 200.000 Gs. erzielt worden sind, das war bis jetzt, ein historischer Höchststand.

Auch weitere Gemüsesorten werden teurer, darunter Zwiebeln, sie stiegen, auch je 20 kg Kiste, um 50.000 Gs. gegenüber dem Oktober letzten Jahres, da wurden Verkaufspreise in Höhe von 80.000 Gs. erzielt, augenblicklich sind es 130.000 Guaranies.

Der Präsident für die paraguayische Kammer der Supermärkte, Elzear Salemma, beklagte, dass große Unternehmen aus dem Gastgewerbe und weiteren Sparten auf der Suche nach Tomaten seien, die Versorgung ist knapp und die Qualität schlecht.

„Der Abasto-Markt ist wie leergefegt, aufgrund der Grenzschließungen durch dauerhafte Blockaden verursacht das große Probleme in vielen Bereichen und wird sich noch ausweiten, die Zwiebelpreise werden noch weiter steigen, dann werden wir sehen, welche Produkte dazu kommen“, sagte er.

Aber auch die Preise von lokal produziertem Gemüse sind hoch, wie zum Beispiel im Falle des grünen Salates, im Oktober letzten Jahres bekamen die Verbraucher 12 Stück für 9.000 Gs., jetzt müssen für die gleiche Menge 30.000 Guaranies bezahlt werden.

Quelle: ABC Color, Foto: Hedwig Storch

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11 Kommentare zu “Preise für Tomaten um 300% gestiegen

  1. Ich verstehe von Landwirtschaft nicht viel. Aber soweit glaube ich doch begriffen zu haben, daß in Paraguay viel zu wenig Acker- und Gemüsebau betrieben und folglich zu wenig Gemüse produziert wird. Was sind die Gründe dafür?
    Könnte es sein, daß die Grundstücksbesitzer sich vornehmlich auf Rinderhaltung konzentrieren,
    weil dies erstens weniger Aufwand verursacht, zweitens den Charakteranlagen möglichst wenig zu arbeiten und drittens einem mangelnden Verantwortungsbewußtsein für eine ordentliche Versorgungslage der Bevölkerung geschuldet ist?
    Warum steuert die Politik nicht dagegen an, durch Förderung von Acker- und Gemüseanbau?
    Wenn man über das weitläufige Land Paraguay fährt, sieht man meistens bis zum Horizont nichts anderes als eintönige Viehweiden. Ich finde das eine unverantwortliche Verschwendung von wertvollen Landflächen. Sollte ich mit meiner Meinung falsch liegen, so mögen echte Landwirte und Fachleute mich und andere Leser bitte verständlich aufklären.

    1. Das groesste Problem sind die Mangelnden Kenntnisse im Gemuesebau ,
      und eine richtige Finanzierung.
      ITAIPU stellt jedes Jahr die Mittel , wie Samen , Duenger , Gift , Schattennetze ,
      etc. zu Verfuegung , aber nur knapp 40 % davon werden in Anspruch genommen.

  2. Würde der Staat eine bessere Aufklärungsarbeit betreiben, Anreize schaffen für die einfache Bevölkerung und weniger sich damit schmücken wieviele Tonnen sie an Gemüse wie (Tomaten usw.) an den Grenzen beschlagnahmt und dann vernichten, würde diese Preispolitik hier nicht greifen!
    Die Koreaner usw. in La Cormena haben in vielerlei Hinsicht der einheimischen Bevölkerung gezeigt wie es gehtum ein gutes und preiswertes Gemüse anzubauen. Es scheint es liegt wirklich an dem „Denken der Paraguayer“ sich hier nicht weiter um Lösungen zu bemühen! Würden die Fleisch- und Zuckerpreise um 500% steigen dann würde sich was bewegen! Denn dann gäbe es kein Asado und solchte Dinge mehr und sie müssten wieder auf ihren Manioca rumkauen und warten was vom Himmel fällt (oder beim Nachbarn zu ergattern ist)!
    Wir alle haben es in den Händen diese Preispolitik nicht mehr zu unterstützen und das teure Gemüsesortiment im Regal verfaulen zu lassen! Jeder von uns hat es selbst in der Hand wie lange wir uns auch hier manipulieren lassen!
    Wasser gibt es genug, Schattenbäume und Schattennetze kosten nicht die Welt um sich unabhängig vom Markt zu machen; packen wir es an! Learning by doing ist die Devise. In diesem Sinne wünsche ich Euch einen Garten mit viel frischen und guten Gemüse! Du bist was Du isst! Selbst geschaffenes Essen ist immer etwas wunderbares!

  3. Da das Kommentieren hier von vielen (Asuncioner 45,Bayer,9mm usw)eingestellt oder eingeschränkt wurde wegen auch teilweise Zensur,nur soviel Heute dazu ,mit der Kontrolle von Zoll und der Blockade an den Grenzen des Rest Mercosurs ist das eingetreten was ich immer sagte . Die Mafia der Supermärkte kann nun ihre Preise diktieren wie sie will. Dank des Zolls.

  4. Auf Tomaten sollte man nach Moeglichkeit ganz verzichten, es sind die schlimmsten Giftbomben.

    Der Konsum an Gemuese (Tomate ist eine Frucht) ist ja hier auf wenige Artikel reduziert: Kartoffeln, Weisskohl, Moehren, Zwiebeln, Paprika, Tomaten und Knolauch Der Rest spielt in der hiesigen Kueche fast gar keine Rolle und der Anbau auch nicht..
    Es liegt auch nicht am Staat, es liegt an den bildungresistenten Leuten. Gegenueber der UNA in San Lorenzo gibt ist ein Buero fuer landwirtschaftliche Entwicklung des Landwirtschaftsministeriums. Dort gibt es Informationsmaterial zu Tierzucht und Pflanzenbau, zu jedem Thema und kostenlos man muss nur lesen koennen. Auch Berater gibt es dort und die machen auch Hausbesuche. Das wird ja nicht angenommen und halt immer so weitergemurxt.
    Gemueseanbau macht auch Arbeit und benoetigt etwas Infrastruktur, vor allem ein Fahrzeug. Brauchbarer Boeden ist auch nicht ueberall vorhanden, aber man kann auch diese herstellen.
    Aber was in diesem Zusammenhang auch eine Rolle spielt, ist die Ueberalterung der Leute, auch in La Colmena und die Nachfahren wenden sich anderen Dingen zu.
    Wo ist denn eigentlich der immer so vollmundige gepriesene Merco Sur fuer den freien Warenverkehr!? Alles ohne Hirn und Fuss.
    Bald baue ich in meinem etwas kleinen Gaertchen wieder meine Neckarriesen an, da koennen die diese Salatblaettchen im Super von mir aus fuer !0 Euro verkaufen.

    1. Danke für diesen wertvollen Beitrag. Eine Bitte hätte ich: Könntest Du etwas genauers erklären, wo sich das Büro für landwirtschaftliche Entwicklung befindet? Und dann noch die Frage, warum gerade die Tomaten „schlimme Giftbomben“ sind. Ich esse für mein Leben gerne Tomaten – aber deshalb möchte ich nicht unbedingt meine Gesundheit opfern.

  5. Die Tomaten werden sehr stark gespritzt wegen des Pilzbefalles der Pflanze und Insektenangriffen auf die Tamate. ich esse sie notgedrungen auch, aber nicht mehr so wie frueher. Im Garten hatte ich noch kein Glueck, desshalb pflanze ich auch keine mehr. Der Aufwand mit der Spritzerei ist zu hoch.
    Dieser Laden heisst MAG- DEAG und berfindrt sich in der Mariscal Estigarribia, ich glaube so heisst die im oberen Teil, auf ungefaehr der Hoehe der Studentenfussgaengerbruecke der Uni Asunción in San Lorenzo. Ist ein Doppelstoecker mit Saulenvorbau.
    Daneben ist INFONA, da gibt es billig Baeume .

  6. Also komisch, wenn ich mal einen Paraguayer beobachte, der masiv und gepflegt z.B. Paprika anbaut, der hat auch einen ordentlichen Gewinn! Aber sowas macht Arbeit, erfordert kontinuirliches Giessen und so weiter. Wir wissen alle, dass dies NICHT wirklich des Paraguayers Ding ist, sorry! Gemüse anbauen ist doch wirklich eine machbare Sache, selbst ich bekomme das hin, aber Handy und sinnloser Smaltalk sind halt essentieller.

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