Rassismus gibt es nicht nur in Europa

Obligado: Bei dem Basketballturnier, wo am 2. Oktober die Olimpia Kings gegen die Colonias Gold antraten, kam es zu einer rassistischen Situation, die eine Reaktion des betroffenen Spielers und die Suspension des Spiel nach sich zog.

Nicolas Tischler, ein deutschstämmiger Spieler des Vereins der Colonias Unidas sagte „Negro de mierda“ – “Scheiß Schwarzer”, zu Charles Thomas, US-Amerikaner und Olimpia Kings Auswechselspieler. Nach dieser verbalen Aggression antwortete der Spieler handgreiflich, was in der Suspendierung des Spiels gipfelte. Der Vater von Nicolas Tischler, Ariel Tischler, ist zudem Vereinspräsident und sagte zum Schiedsrichter “Me debes la expulsión del Negro” – “Du schuldest mir die Ausweisung des Schwarzen”.

Der Skandal erreichte ein solches Ausmaß, dass das Spiel 8 Sekunden vor Ende des zweiten Viertels unterbrochen wurde (Teilerfolg 13:28 für Olimpia) und die Offiziellen von Colonias Thomas wegen versuchten Mordes anzeigten, woraufhin der Spieler auf die örtliche Polizeiwache gebracht wurde.

Daraufhin machte die gesamte Mannschaft mit dem Ausländer gemeinsame Sache und beendete die Nacht ebenfalls auf dem Polizeirevier.

Doch damit nicht genug, denn die Leitung von Colonias hatte einen Drogentest für die Gastspieler gefordert.

Stunden zuvor hatte Olimpia angesichts der Spannungen eine Erklärung abgegeben, in der es den paraguayischen Basketballverband und Colonias Gold für die Sicherheit seiner Sportler verantwortlich machte.

Nach den letzten Informationen wurde die Mannschaft aus der Hauptstadt erst nach Mitternacht freigelassen.

Wochenblatt / X

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