Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Asunción: An dem Sprichwort in der Überschrift ist etwas Wahres dran, wer nicht redet kann auch keine Fehler machen lautet ein Umkehrschluss. Die ANDE scheint das Schweigen vorzuziehen.

Schon vor zwei Wochen haben Unternehmer um eine Unterredung mit Autoritäten des staatlichen Stromversorgers ANDE gebeten. Es dreht um die Tariferhöhung, die sich bei einigen Firmen zu 100% auswirkt.

Beantragt hat die Gesprächsrunde der Vorsitzende der paraguayischen Industrieunion (UIP), Eduardo Felippo. Bisher erfolgte aber nur eisernes Schweigen der ANDE auf die Anfrage. „Wir sind sehr besorgt und verärgert, weil die Anpassung der Tarife nicht zum richtigen Zeitpunkt erfolgte. Noch dazu führt die politische Krise im Land zu einer Verunsicherung“, betonte Felippo.

Nur eine Antwort von der ANDE könne zu erfolgreichen Strategien führen um die Folgen abzufedern. Felippo erklärte weiter, in erster Linie seien Verbraucher in dem Sektor 66kV am meisten betroffen. Hier gebe es Auswirkungen, die noch schädlicher wären als in dem Rest der Branche. Felippo forderte eine Verteilung der Tariferhöhung über einen längeren Zeitraum, nicht so abrupt wie diese erfolgt sei.

„Die Regierung beschließt Dinge auf eigene Faust um dann herauszufinden was passiert. Wir sind aufgeregt und aber auch in Sorge, denn es ist wohl nicht der richtige Zeitpunkt, um Probleme unter den Paraguayern zu schaffen“, beklagte sich Felippo.

Insgesamt sind der Industriesektor und viele Unternehmen aber auch über die politische Krise betroffen, die ein schlechtes Bild auf Paraguay werfen könnten.

Quelle: ABC Color

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5 Kommentare zu “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

  1. „…in erster Linie seien Verbraucher in dem Sektor 66kV am meisten betroffen…“
    Die industriellen Verbraucher können die höheren Energiekosten auf ihre Kunden abwälzen. Die beiden noch bestehenden Elektrizitätsverteiler, CLYSA und die Cooperativa der Mennoniten im Chaco aber nicht, da deren Tarife die gleichen sind wie bei ANDE für die Endverbraucher. Durch diese Maßnahme werden sie unwirtschaftlich und ANDE kann deren Investitionen billig übernehmen.
    ANDE als staatliches Unternehmen will keine privatwirtschaftliche Konkurrenz, die einen besseren Dienst bei geringeren Kosten leistet.

    1. Alle Strombezüger in Paraguay hatten gut 15 Jahre Plaungssicherheit. Die nun jammern beweisen, dass ihnen die ökonomische Weitsicht um nicht zu sagen Vorsicht fehlt. Nun hat sich die Ausgangslage geändert, das trifft jenen, der keine Vorsorge getroffen hat.
      Eine Privatisierung der Distribution würde uns alle hart treffen, denn die Tarife würden binnen kurzer Zeit an die Marktpreise in Latam angepasst werden, nach oben versteht sich. Da lob‘ ich mir die ANDE, auch wenn es hie und da mal einen Versorgungsunterbrucht gibt.

      1. … „Nun hat sich die Ausgangslage geändert, das trifft jenen, der keine Vorsorge getroffen hat“….
        Welche Vorsorge hätte wohl CLYFSA treffen können? Sie beziehen die Energie zu 66 kV von ANDE und verteilen diese in Villarica zum ANDE Tarif an die Endverbraucher mit 220/380 V.

        1. Die CLYFSA ist der Spitzenreiter schlechten Managements. Knapp 15 Jahre lang hat sie den Strom 300% teurer verkauft als eingekauft, sich eine Bruttomarge „gegönnt“ von der eine Distributionsgesellschaft nur träumen kann. Was hätte sie tun können? Energieeffizientprogramme einführen, in moderne und qualitativ hochstehende Infrastruktur investieren, die eigene Effizienz steigern, alternative Energiequellen erschliessen um die Abhängigkeit eines Lieferanten zu verringern, einen Struktur- und Konjunkturfond speisen, statt das ganze Geld zu verteilen, sind nur einige Punkte, die über 15 hätten in Angriff genommen werden können.

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