Regierung feilt an Plan B

Asunción: Dank eines Wackelkandidaten scheint die nötige Stimmenanzahl für eine Verfassungsänderung zweifelhaft. Die Regierung braucht vorsichtshalber einen Ersatzkandidaten der polarisiert.

Senator Julio César Velázquez, der ein mehr ein Anhänger von Nicanor Duarte Frutos ist, kann oder will sich nicht zu 100% entscheiden. Einen Tag entscheidet er sich dafür, den nächsten dagegen. Diese Unsicherheit macht den Strategen hinter dem Plan Kopfzerbrechen.

Wegen dem Misstrauen hat der Cartes Flügel Angst davor die eine Möglichkeit, die ihnen bleibt zu vergeigen. Senator Hugo Richer (Frente Guasu), ebenso an einer Wiederwahl für Fernando Lugo interessiert, äußerte sich dementsprechend.

Sollte die Verfassungsänderung nicht bald durch den Senat gepeitscht werden greift Plan B. Horacio Cartes sollte demnach Senator mit Platz Nummer 1 auf der Liste werden und 2020 die Präsidentschaft der Partei anstreben. Der Platz im Senat soll dem Ausweichkandidaten Rückenwind verleihen, so der Plan. Doch wer könnten diese Kandidaten sein. Denkbar wären Bildungsminister Enrique Riera, Landwirtschaftsminister Juan Carlos Baruja, Vizepräsident Juan Afara oder Parteipräsident Pedro Alliana. Je nach Beliebtheit bei der Bevölkerung soll bis Mai ein Kandidat feststehen. Horacio Cartes, der hinter jedem zukünftigen Kandidaten weiterhin zu finden sein wird, bemisst bei der Auswahl die Loyalität und die persönliche Haltung.

Unter ihnen befinden sich unter anderem Lilian Samaniego, die für die Unterschriftensammlung zur Wiederwahl verantwortlich war. Auch wenn diese wegen Fälschungen bei der Staatsanwaltschaft landete, zeigte dies ein weiteres Mal ihre Einsatzbereitschaft und Treue. Ein weiterer Wegbegleiter von Cartes ist ebenso Senator Juan Darío Monges.

Wochenblatt / Última Hora

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