Reisetrends 2020

Nach dem Lockdown zieht es die Menschen wieder hinaus und möglichst auch fort von zu Hause, wo sie über Wochen hinweg teilweise rund um die Uhr die Zeit verbringen mussten. Die Grenzen sind wieder offen und die Flieger warten am Gate auf die Reisenden, die sich auf Fernreisen einlassen wollen. Erholung und Ortsabwesenheit ist den meisten Reisenden dabei mindestens ebenso wichtig wie Sicherheit. Und auch das Reisen innerhalb Deutschlands erfreut sich größter Beliebtheit.

Hotel, Camping, Ferienhaus – was zieht die meisten Gäste an?

Hotels mussten aus Sicherheitsgründen Veränderungen in der Versorgung vornehmen. Statt Buffet gibt es zentrale Ausgabestellen oder Bedienung am Tisch. Je nach Land, sind Abstandsregeln einzuhalten und in den gastronomischen Räumlichkeiten Masken zu tragen, wenn man sich vom Tisch entfernt oder dort hinwill. Zudem dürfen in einigen Hotels die Zimmer nicht alle belegt werden, um die Abstandsregeln in den Speisesälen zu garantieren. Trotzdem werden viele Unterkünfte gebucht und Reisende, die sich spontan entschließen, sollten sich ohne Buchung nicht auf den Weg machen, denn die Hotels sind voll.

Camper mit Wohnmobil müssen von Touren, in denen sie sich spontan entschließen, an einem Ort zu verweilen, wohl ebenfalls Abstand nehmen, denn auch die Campingplätze sind ausgebucht und ohne Reservierungen gibt es keine Stellplätze. Auf gut Glück zu starten, kann bedeuten, die Nächte auf Parkplätzen zu verbringen.

Ferienhäuser oder –Wohnungen sind ebenfalls beliebt, wohl weil die meisten Reisenden hier die besten Sicherheitsvoraussetzungen in Bezug auf den Infektionsschutz sehen. Sich selbst versorgen, weil die Gastronomie ja auch Reservierungen verlangt, ist für viele kein Problem und auch ein Einsparaspekt, denn die Monate der Reisesperre machen den Vermietern von Ferienunterkünften und Hotels sehr zu schaffen und die Nachfrage, lässt viel Spielraum bei der Preisgestaltung.

Welches Land ist das beste Ziel?

Die Besorgnis in Bezug auf Corona ist bei vielen noch groß. Daher könnten die Sprachkenntnisse ausschlaggebend sein, für die Entscheidung, wohin die Reise gehen soll. Deutschsprachige Länder sind bei Arztbesuchen und anderen Problemen, unkomplizierter in der Kommunikation. Besonders in Österreich herrschen weitgehend Normalzustände und auch die Freude am Urlaub wird kaum noch durch Maskentragen oder ähnliches getrübt.

Personen die zu Risikogruppen gehören, sollten zudem auf die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme achten und prüfen, wie die aktuellen Corona-zahlen vor Ort sind.
Je größer das Risiko ist, bei einer Infektion schwer zu erkranken, desto eher sollte es in Richtung Inlandsreisen, Österreich, Schweiz oder Niederlande gehen.

Auch bei Inlandsreisen sind die Infektionszahlen im Auge zu behalten. Es gibt einzelne Hotspots, in denen es Lock down ähnliche Vorgaben gibt. Hier hin zu reisen, bedeutet ein höheres Infektionsrisiko und die Gefahr, infiziert aus dem Urlaub zu kommen und zu Hause Neuinfektionen auszulösen, ist ebenfalls gegeben.

In Europa scheint das schlimmste überstanden zu sein und auch Länder wie Frankreich, Italien oder Spanien warten wieder auf Reisende. Flieger starten wieder, Züge fahren mit voller Auslastung und Anreisen via PKW sind ohnehin möglich. Die meisten urlaubswilligen möchten allerdings so reisen, dass sie enormen Menschenansammlungen aus dem Weg gehen. Die Freizeitparks mit Kinderbetreuung sind bei Familien zwar nachgefragt, aber nicht so stark, wie in den Jahren vorher.

Sport, Wandern oder Kultur

Mallorca bietet mehr wie den Ballermann. Gerade Wandern ist hier eine beliebte Urlaubsgestaltung. Entsprechend ist es auch leicht möglich, sich von Menschengruppen fern zu halten und im Ausland Urlaub zu machen, ohne sich einem hohen Infektionsrisiko auszusetzen.
Städtereisen und die damit verbundenen Besuche von Museen oder Theatern stellen zwar ein erhöhtes Risiko dar, sind aber ebenfalls bei Urlaubern beliebt, was sicher auch an der langen Veranstaltungsfreien Zeit liegt.

Klettern, Radtouren oder Pilgern sind Aktivitäten, auf die sich viele Arbeitnehmer im Urlaub freuen. Sie sind Ausgleich für langes Sitzen im Büro, fördern die Gesundheit und nach dem Urlaub, gibt es viel zu berichten. Die meisten sportlichen Aktivitäten finden draußen statt und sind daher risikoarm, was die Infektionsgefahr angeht.

Urlaub vor der Haustür

Sowohl die Planungsunsicherheit wie auch der Geldbeutel, der durch Kurzarbeit oder bei Selbstständigen durch den Mangel an Aufträgen, in diesem Jahr nicht so prall gefüllt ist, lassen viele einen Urlaub vor der eigenen Haustür planen. Zu Hause bleiben, den Garten oder Balkon genießen und Freizeitangebote in der Region in Anspruch nehmen, bedeutet ja auch nicht nur einen Schmalspururlaub, sondern vor allem auch wirtschaftliche Unterstützung der Anbieter in der eigenen Region. Kurzreisen in nahe gelegene Wellnesshotels oder Wanderausflüge in kleinen Gruppen, mit Einkehr sind in der nahen Umgebung ebenso schön wie auf Mallorca.

Auch die lange Besuchsabstinenz mit Besuchen bei Familie und Freunden mit Kurzurlauben auszugleichen, zeichnet sich als Reisetrend im Jahr 2020 ab.

Quellenangabe: https://www.weg24.de Dein Online Reisebüro

Fazit

Weltreisen stehen diesmal kaum zur Diskussion. Einige haben trotz Lock down, bestehende Urlaubspläne nicht aufgegeben und abgewartet. Die meisten Reiseziele sind auch wieder erreichbar. Urlaub ganz ohne Einschränkungen wird es kaum geben. Auch nicht im Inland.

Destinationen und Unterkünfte werden vermutlich vor allem nach den Interessen ausgewählt. Wer den Urlaub zum Lesen nutzen will, wird sich eher dazu entschließen, von Auslandsreisen abzusehen, wie Sportler, die ihre Sportarten im Ausland einfach besser ausüben können. Surfer reisen also nach wie vor an den Gardasee oder andere Surferstrände und Wanderer können sich auch im Schwarzwald vergnügen.