Rektor der UNA: Alles erfolgte gemäß den Statuten

Froilán Peralta, der Rektor der nationalen Universität ist sich sicher, die Beschäftigung der Tochter seines Schwagers, deren Mutter, Schwester und Cousine verstoße gegen keinerlei Richtlinien der namhaften Institution, hat er doch die Statuten der Universität selbst in dieser Hinsicht geändert.

Die Dozententätigkeit kann nach der Änderung genauso von Hilfskräften ausgeübt werden, die in irgendeiner Weise den Lehrbetrieb unterstützen. Außerdem sei die Abberufung aus dem Lehrbetrieb in das Sekretariat des Rektorats ein ganz normaler Vorgang. Ob diese Klauseln auch für die Arbeit im Kindergarten des Rektorats, in einem privaten Schuhgeschäft, wo die Cousine von Tatiana Cogliolo arbeitete, oder auf das Lernen in einem Colegio, das die als Hilfskraft angestellte Schwester von Cogliolo nach wie vor besucht, ausgedehnt werden können, ist inzwischen Gegenstand einer staatsanwaltlichen Untersuchung, nachdem die Anwaltskammer Klage einreichte.

Peralta gab bekannt, dass alle von der Presse erwähnten Personen in den letzten Tagen aus familiären Gründen zurückgetreten sind. Es gäbe keinerlei Zusammenhang mit Untersuchungen. Mit der Staatsanwaltschaft würde man eng zusammenarbeiten und er habe bereits die Übergabe aller Dokumente veranlasst und außerdem eine Untersuchung in der Personalabteilung angeordnet. Darüber hinaus verantworte man sich jedes Jahr gegenüber dem obersten Rechnungshof Paraguays, dabei sind keine Unregelmäßigkeiten beanstandet worden.

Er bestritt, duch politische Einflussnahme Rektor geworden zu sein, er habe keinen politischen Ziehvater, die Presseberichte über Druck von Juan Carlos Galaverna seien falsch. In das Amt sei er durch den Universitätsrat gewählt worden.

Ein Mitarbeiter des Rektorats erklärte gegenüber dem Wochenblatt die Vergabe von Posten und Stipendien innerhalb der Universität aus politischen Gründen sei so alt wie die Institution selber, der ehemalige Direktor habe aber wenigstens ein Augenmerk auf die akademische Leistung gelegt. Früher seien blonde junge Damen ins Rektorenbüro geschwärmt, heute seien es schlanke langhaarige Mädchen, im Flurfunk der Behörde „die Süßen“ (las chulinas) genannt.

Es gäbe viele Scheinangestellte bei der Uni, für die jeweils Sonderregeln gelten, sodass diese nicht wie normale Mitarbeiter ihre Anwesenheit abstempeln müssen. Jeder wisse dies, allerdings existieren keine belastbaren Beweise und Mitarbeiter an Schaltstellen seien entweder geschmiert oder hätten zu viel Angst vor einem Jobverlust, als dass sie sich dazu äußern würden, erklärte unser Informant.

Interessanterweise richtet sich die Anzeige auch nur gegen den Rektor und gegen Mitglieder der Familie Cogliolo, nicht aber gegen den Dekan der tiermedizinischen Fakultät oder die Mitarbeiter der Administration, die nach Darstellung von Última Hora an den vermeintlichen Scheinanstellungen aus unserem ersten Bericht mitgewirkt haben.

Quelle: Última Hora

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3 Kommentare zu “Rektor der UNA: Alles erfolgte gemäß den Statuten

  1. Wieso nur verwundert mich nicht die Haltung dieses Herrn?
    Er hat völlig legal gehandelt, hat er doch die Bestimmungen selbst dahingehend geändert.
    Das ist eigentlich eine sehr gute Idee und verdient viele Nachahmer, damit diese nicht illegal Posten verschieben müssen. Auf diese Weise kann dann Paraguay in der Korruptionsliste einige Plätze gewinnen 😉

    Eigentlich ist es nur traurig, was hier so passiert. Das fehlende Unrechtsbewusstsein ist schon eine Katastrophe.
    Aber wenn im Radio früh der Moderator von völlig verdreckten und vermüllten Straßen in Asu berichtet und mit den Worten „so sind wir eben“ schließt – da hat man keine weiteren Fragen mehr.

  2. Kontrolle über buchhalterische Gehaltszahlungen? Ich tippe eher auf korupten Selbstbedienungsladen. Ich empfehle mehr Werbung für paradiesische Arbeitsstellen! smile! oder dem IT Direktor fällt da was fälschungssicheres ein.

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