Rio Paraguay steigt nach Regenfällen auf kritisches Niveau

Asunción: Über Monate hinweg waren die Schifffahrtsunternehmen besorgt über den niedrigen Pegelstand. Das Importieren von Waren wurde dadurch merklich teurer. Nun entspannt sich die Lage für diesen Wirtschaftszweig, während Anwohner nun ihre Koffer packen müssen.

Der Direktor für Meteorologie, Eduardo Mingo, erklärte bei einem Interview, dass der Rio Paraguay aufgrund der Regenfälle im Norden des Landes kritische Pegelstände erreichen könnte.

Er schloss nicht aus, dass er 5,25 m erreichen wird. Am heutigen Dienstag erreichte er einen Pegel von 4,61 m. Alles ab 4,70 m ist problematisch um auf der Halbinsel Banco San Miguel zu fahren. Bewohner müssten dann ihre Häuser verlassen, um ihre Versorgung zu garantieren.

“Ein Pegelstand von 5 m ist bereits ernst zu nehmen, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass mindestens 3.000 Familien vertrieben werden”, warnte er und erklärte, „dass der Pegel noch bis zum Ende des Monats weiter steigen wird“.

“Gestern (Montag) stieg der Pegel um 13 cm, und es wird erwartet, dass dies noch mindestens eine Woche so weitergeht”, sagte er.

Danach, so schätzt er, wird es eine Art Stagnation geben und das Wasser wird wieder zurückgehen. “Dieser Anstieg ist auf die Auswirkungen der Regenfälle im Norden des Landes zurückzuführen”, betonte er.

Wegen des steigenden Flusses wurden die ersten sechs Familien aus Bañado Sur in Asunción evakuiert. Sie wurden in die Kapelle Virgen del Luján in diesem Gebiet gebracht.

Die Meteorologie kündigte an, dass an diesem Dienstag im Zentrum, Süden und Westen des Landes erneut Schauer vorherrschen werden. Über dem Norden und Osten des Landes besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für Gewitter.

Die Niederschlagsmenge in der östlichen Region erreichte in den letzten Februarwochen 600 mm, was dem Vierfachen des üblichen Durchschnitts für den zweiten Monat des Jahres entspricht.

Wochenblatt / Meteorologia

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7 Kommentare zu “Rio Paraguay steigt nach Regenfällen auf kritisches Niveau

  1. Warum siedelt man auch ausgerechnet in Banado Sur? Die Lagunen sind nicht aus Spaß da. Und da man in Py keine Hochwasserstrategie betreibt, man könnte ja für Rückhaltebecken nördlich von Asu sorgen, sucht sich der Fluss eben genau da seine Auen, wo er sie schon immer hatte, in Banado Sur.
    .
    Wenn die Leute unbedingt da siedeln wollen, sollten sie lernen Pfahlbauten zu bauen, wie die Leute in SO-Asien.
    Stattdessen jammern sie nur rum und halten die Hand auf und das alle Jahre wieder, als ob es eine Überraschung wäre, dass das passiert.

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  2. Mal off topic
    .
    Apropos “Sur”
    Für die Geistesgrößen hier im Forum, die aus US-Hass eine südamerikanische Gemeinschaftswährung fordern:
    Zitat: “Inflationsrate in Argentinien steigt auf über 100 Prozent” (bitte ersetzt den Stern im Link durch ein “x”)
    https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/verbraucherpreise*plosion-inflationsrate-in-argentinien-steigt-auf-ueber-100-prozent-12257896
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    Was kann man da noch sagen, außer: “Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun”

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  3. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    Und hier in Central seit Monaten kaum ein Tropfen. Wenns mal kommt, dann mal halbgar für 5 oder 10 Minuten… verwundert ja nicht bei den dauernden stehenden Wellen am Himmel… Und der West- & Südwind wurde offensichtlich auch abgeschafft.

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  4. Alle Jahre wieder, man lernt nichts, man will es nicht, ich finde keine Worte für solche Ignoranten.
    Wer in Überschwemmungsgebiet baut, weiß, was auf ihn zukommen kann, wenn es eben zu Überschwemmungen kommt.
    Mein Mitgefühl hält sich in Grenzen…..

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  5. Wenn ich auf wetter.com aktuell schaue: in Asu 26c heiter um 22:45, bei uns 2c regen um 02:45. Habe auch selten was von massiven Regenfällen gelesen. Liegt das daran, dass der Fluss so langsam fließt? Wenn der Rhein mal wieder Hochwasser hat und über die Ufer steigt was jeden Km gemessen wird sind Ruckzuck Spundplatten installiert (zuletzt mal vor 5 Jahren), an der See baut man Deiche. Wieso bekommt man das in PY nicht hin oder zumindest ein Entwässerungssystem mit künstlichen Seitenkanälen zumindest in Wohngebieten?

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  6. Künstliche Seitenkanäle braucht es hier auch nicht @Tschalie. Dieses Gebiet ist das natürliche “Rückhaltebecken”. Dort befindet sich auch die Müllhalde von Asuncion. Naja, zur Zeit führt sie wohl gerade eine Selbstreinigung durch.
    Diese Taugenixe, die sich dort ansammeln, das sind Leute vom Land. Die ziehen in die Stadt Asuncion eben genau da hin. Immer wieder und immer wieder.
    Dann warten sie bis das Wasser kommt und schon wird ihnen geholfen. Naja, sind auch viele Kinder darunter – schätze mal so um die 14 pro Eltern – und die können nix dafür.
    Diese Gebiet ist sozusagen das Slum von Asuncion. Da wird halt alle paar Jahre eine Selbstreinigung durchgeführt.
    Diese Gebiet ist ja gerade deshalb unbebaut, außer ner Müllhalde, damit sich das Hochwasser ausgleichen kann.
    Wenn diese Taugenixe das Wasser nicht mögen, könntens auch in den Chaco ziehen. Aber die wollen ja dahin, wo es ähm Arbeit (Mieschen) gibt.

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