Risse im “Superviadukt“ kündigen Einsturz an

Asunción: Das “Superviadukt“ auf der Madame Lynch weist zunehmend Risse auf. Laut dem Ingenieur Hermann Pankow könne die Tunnelwand einstürzen.

Es kam am vergangenen Wochenende zu einer Überprüfung der statischen Gegebenheiten an dem Bauwerk, bei der Pankow auch zugegen war. „Diese Fissuren sind zeitlich variabel und können nicht mehr ausgebessert werden. Ein Einsturz von der Tunnelwand kann bei der ersten Kollision eines Fahrzeugs eintreten“, sagte Pankow.

Der Ingenieur wurde noch deutlicher und griff das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) scharf an. „Es ist an der Zeit die Menschen aus dem Amt zu entfernen, die dafür verantwortlich sind“, betonte Pankow.

Eigentlich sah das erste Projekt von dem Bauwerk etwas anders aus. „Es wurden 200.000 US Dollar für sicherheitsrelevante Baumaßnahmen ausgelassen. Ursprünglich war eine Schutzwand vorgesehen, sodass bei einer Fahrzeugkollision nicht die Betonwand beschädigt wird. Diese jetzt aufgetretenen Risse sind ein klarer Beweis, dass es eine Bestechung bei dem Bau von Superviadukt gegeben hat“, erklärte Pankow.

Eine Gruppe, bestehend aus Architekten und Ingenieuren, unter anderem auch Pankow, haben Anzeige gegen das MOPC wegen Vertrauensverletzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung gestellt, weil es angeblich Unregelmäßigkeiten bei dem Bau von dem “Superviadukt“ gegeben hat.

Der Staatsanwalt José Dos Santos ermittelt in dem Fall.

Es wurde schon oft Kritik an dem Bauwerk laut. Es kam nach Regenfällen zu Undichtigkeiten bei den Wänden im Tunnel. Bei anderen Gegebenheiten versagte das Entwässerungssystem. Hinzu kommen weitere Mängel, wie das Fehlen von Fußgängerüberwegen, die von der Öffentlichkeit angeprangert wurden.

Wochenblatt / ABC Color

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10 Kommentare zu “Risse im “Superviadukt“ kündigen Einsturz an

  1. Also mich erstaunt es nicht, dass das Bauwerk Risse aufweist und einsturzgefährdet ist.
    Ich meine, die Eröffnung war schon vor ein paar Monaten und es hat auch schon mehr als einmal geregnet zwischenzeitlich.
    Ingenieur Pankow hat meiner Meinung nach völlig Recht: „Es ist an der Zeit die Menschen aus dem Amt zu entfernen, die dafür verantwortlich sind“. Dies wird in Paraguay sozusagen nie vollzogen, auch wenn die letzten Projekte der Verantwortlichen ein Desaster waren. So muss es immer und immer wieder dazu kommen, dass alle neuen Projekte der Verantwortlichen ein Desaster sein werden.

  2. Dieser Pankow hat echt „eier“ habe ihm am Facebook aboniert, teilt extrem viel aus gegen sein korrupten unfähigen Bosse. Viee solche mutige menschen braucht Paraguay, die was machen anstatt nur meckern…

    1. ja und das resultat daraus ist, leider die die „eier“ haben werden dann am schluss „abgesägt“. willkommen in der korrupten welt.

  3. Ja das Superviadukt… das ist nur eine der vielen Riesenprojekten, die Cartes noch schnell vor Amtsende fertigstellen oder zumindest auschreiben will. Sie sind natürlich alle für das öffentliche Wohl gedacht, oder, sind sie das? Oder eher für das wohl der Firma, die dann die Licitacion „gewinnt“, meist eine der internationalen Geschäftspartner von Cartes?
    Am 15 Dezember, kurz vor der internen Colorado, soll auch die Costanera Sur Licitiert werden. Dass es diese Strasse braucht, da sind sich noch die meisten einig…. aber die Art und weise? Als soziales Projekt wird das angepriesen. Das zerstören eines ganzen Viertels, dem banado Tacumbu, 2500 Häusern, durch eine Auffüllung, das ist sozial? Ist das denn nötig? ist das denn Sinnvoll?
    Nein ist es nicht, denn es gäbe die viel billigere Möglichkeit, diese Avenida durch Schleusentore und Wasserpumpen in einen Damm zu verwandeln. Das Viertel und ide Angrenzenden Viertel wären da von den Fluten geschützt…..(das will ja die Regierung, glaubt man der Propaganda) und nicht nur der teuer aufgefüllte Teil des Viertels. Durch diese Defensa Costera wäre nur ein kleiner Bruchtteil der Familien betroffen und müssten entschädigt oder mit neuen Behausungen versehen werden. Eine enorme Einsparung….
    Aber eben mit einem solchen Projekt würden weniger Mittel frei, die veruntreut werden können und ausserdem können die neu aufgefüllten Grundstücke dann nicht durch die ausländischen Firmen nicht für 1000 dollar pro m2 verkauft werden…..
    Mehr dazu:
    https://banado-tacumbu.blogspot.com/2017/07/el-proyecto-costanera-sur-franja.html
    https://youtu.be/6TIqTv5Zclk

  4. Die Cartes-Presse hat auch schon scharf gegen Pankow geschossen, siehe z.b. hier:
    http://www.hoy.com.py/nacionales/experto-de-zuccolillo-con-muy-bajo-nivel-acadmico-y-tres-mujeres-golpeadas
    http://www.hoy.com.py/nacionales/acab-carrera-de-6-aos-en-10-mala-foja-judicial-es-experto-de-zuccolillo

    Haeusliche Gewalt und schlechte Noten in der Uni. Gibt auch kein gutes Bild von ihm ab.
    Umso verwunderlicher, dass Pankow dieses Bauwerk (im Auftrag des MOPC?) geplant hat.

    Eine Schutzwand macht ja schon Sinn. Und das schon Risse nach 7 Monaten auftreten, ist sehr bedenklich.

  5. Wer benennt auch schon solch ein Bauwerk nach 1 Toten.

    Markus 13, 2
    Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehst du diese großen Gebäude? Es wird kein einziger Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird!

    Das lässt Itapua in einem völlig neuen Glanz erstrahlen.

  6. Jaja er hatte schlechte Noten…. und brauchte 10 Jahre anstatt 6. Hat aber schlussendlich bestanden, das sollte ja eigentlich zählen… es hat ja genug Leute mit pseudodiplomen in öffentlichen Bereich. Wundert mich nicht, dass die Cartes – Presse über ihn herzieht… das machen sie mit jedem der zu kritisieren wagt.

    Nein die Vorstrafen helfen dem Bild nicht… aber ich kenne noch andere mit Vorstrafen die wesentlich höhere Ämter bekleiden, oder sollte ich sagen das höchste. In Paraguay scheint das nicht so eine Rolle zu spielen….

    Guter Punkt, das mit dem MOPC…

    Nicht nur diese Artikel amüsant…. auch die Kommentare sind äusserst interessant….

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