Sakrale Kunst versucht Gläubige zu gewinnen

Asunción: Die katholische Kirche versucht näher an die Gläubigen zu rücken. Ein Projekt in den Pfarreien St. Peter und St. Paul in der Hauptstadt soll Gläubige wieder mehr in den Bann der Kirche ziehen. Ob es gelingt, wird sich noch zeigen.

Ein großes Mosaikbild mit Tausenden von Steinen als Altarbild wird poliert und restauriert. Es hat pompöse Ausmaße, die Höhe beträgt 3,5 Meter, die Breite 9,6 Meter.

Pater Francisco Silva erklärte, dass dieses sakrale Bild die Protagonisten Jesus, die Jungfrau von Maria, den Apostel Johannes und die Lieblingsjünger Peter und Paul beinhalte. In den Seitenwänden des Tempels befinden sich die Bibel und der Schlüssel des Reiches, sowie geegnüber ebenfalls eine Bibel und ein zweischneidige Schwert. Es symbolisiert das Wort Gottes.

Silva ist von der sakralen Kunst begeistert, obwohl schon zwei kleinere Bilder entfernt werden mussten. Der paraguayische Künstler Faustino Adorno war für das Meisterwerk verantwortlich. Silva betonte, es sei eine theologische Konzeption geschaffen worden, die die Botschaft des Evangeliums und das Wort der Offenbarung symbolisiere.

Schon 2016 war das Altarbild fertiggestellt, wird aber nun noch einmal optisch aufgearbeitet. Die Kosten betrugen 200 Millionen Guaranies.

Es gibt in der Kirche der Pfarreien im Stadtviertel River Plate noch mehr zu entdecken. „Die katholische Kirche muss näher an die Gläubigen heranrücken und keinen Abstand bilden. Sakrale Kunst und die Architektur des Gotteshauses sollen den Kontakt herstellen. Wer hier herkommt, entfernt sich von dem Lärm der Welt und findet Gott in der Stille. Wenn die Menschen wieder den Ort hier verlassen, haben sie eine Veränderung gespürt“, erklärte Silva. Der Geistliche fügte an, dass die Menschen mehr über Symbole erzogen werden müssten. „Wir haben in der katholischen Kirche einen beeindruckenden Reichtum davon“, betonte der Pfarrer.

Es gab jedoch Bedenken für diese neue Richtung, denn der Neopaganismus “nutze ebenfalls auf der ganzen Welt die Symbolik. Deshalb sind solche verschiedenen Erfahrungen manchmal in allen Kulturen verwirrend, aber die Kirche schlage den richtigen Weg für die Zukunft ein, wenn sie sich dem Thema mehr öffne“, fügte Silva an.

Quelle: Ultima Hora

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