Salat: 41.000 Gs. pro Kilo

Dass Paraguay einmal billige Lebenshaltungskosten hatte ist Vergangenheit, seit der letzten Dezemberwoche steigen die Verbraucherpreise an, Ende Januar und Anfang Februar noch mehr und jetzt sind sie explodiert.

Die Zubereitung eines frischen Salates, mit Karotten und Tomaten kann, gegenüber dem Vormonat, 44% mehr kosten. Alle Gemüsehändler betonen, der Mangel an Gemüse und Obst sei durch die ständigen Regenfälle verursacht, treffe aber nicht auf alle Sorten zu. Ein Kopfsalat kostet in etwa 7.000 Guaranies, ein Krautkopf 6.500 Gs., während der Eisbergsalat zwischen 41.000 Gs. und 50.000 Guaranies pro Kilo zu Buche schlägt. Paprika und Karotten sind auch deutlich teurer geworden, sie liegen, pro Kilo, bei 14.780 Gs. (Paprika) und bei 9.650 Guaranies (Karotten).

Carlos Castro, Leiter des Verbraucherschutzamtes (SEDECO), zuständig für die Überwachung der Preise, sagte, einmal pro Woche werde eine Inspektion von Produkten in fünf Supermärkten von Asunción durchgeführt, sie könnten Verbraucher informieren aber nicht intervenieren. „Wir ermitteln jeden Donnerstag in einem Supermarkt jeder Kette einen Referenzpreis. Den Anstieg der Preise können wir nicht regulieren, es gibt das Gesetz der freien Preiswahl“, sagte Castro.

Ciro Gonzalez, Vizepräsident des Verbandes der Kleinerzeuger, sagte, die Erzeuger “heben die Preise ein klein wenig mehr“ für Obst und Gemüse an, weil Produkte knapp seien. Die Zwischenhändler nutzen das Phänomen aus, ein Landwirt verkauft für 4.500 Guaranies ein Kilo Tomaten ab Hof, in den Supermärkten kosten sie dann 12.538 Gs. pro Kilo, je nach Kette. Laut Gonzales seien die Preise gerechtfertigt, aufgrund von Frachtkosten, Steuern und sonstigen Verwaltungskosten.

Quelle: ABC Color