San Bernardino: Grundstücksbetrug kommt ans Licht

San Bernardino: Eduardo Heisecke, ein Geschäftspartner von Cartes’ ehemaligen Kabinettschef Juan Carlos López Moreira, eignete sich mit Hilfe der Ehefrau von Óscar González Daher ein Grundstück unrechtmäßig an. Die Eigentümer von 140 Lotes wurden betrogen.

Ein Grundstück von 5 ha Größe in Ciervo Cua, welches über die Immobilienfirma Adolfo Yampey Propiedades aufgeteilt und in Lotes verkauft wurde, ging Pleite. Dutzende Familien, die die 140 Lotes in Raten kauften und komplett bezahlten, warteten nur auf die Unterschrift eines Richters, um den Titel dafür zu bekommen. Doch es kam anders. Das Grundstück wurde vom Konkursverwalter Blas Velázquez auf 598 Millionen Guaranies geschätzt, was für 5 ha an der Asphaltstraße zwischen San Bernardino und Luque ausgesprochen wenig ist. Danach wurde es für nur 480 Millionen Guaranies von der Carwa S.A. (Eduardo Heisecke und Ehefrau Ingrid Schauman) gekauft. In der gleichen Zone werden Grundstücke von 1 ha (10.000 qm) für 115.000 US-Dollar angeboten. Die Familien, die dafür ihre Raten komplett zahlten bekamen gar nichts.

Die Notarin Nélida Chaves, Ehefrau von Óscar González Daher, war die, die die Umschreibung veranlasste. Schon im Fall Raiter in Alto Paraná kam sie mit einem blauen Auge davon, als ein Bekannter eine deutsch-brasilianischen Familie ein Grundstück unrechtmäßig um ihr Land bringen wollte. Damals fälschte sie deren Unterschrift auf einem Schuldschein.

Wochenblatt / ABC Color

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17 Kommentare zu “San Bernardino: Grundstücksbetrug kommt ans Licht

  1. Hehe, alle 140 Lotes verkauft und die Firma ist pleite, ein paar Amigos reicher und wissen nun noch besser – trotz täglich 7 bis 11 Uhr Schul vielleicht abgeschlossen – wie man lügt und betrügt, denn sie werden auch morgen noch straffrei ihrer Tätigkeit nachgehen, etliche Familien können sich ihre „Investition“ ans Bein streichen. Tja, so ist das in einem Land, wo Gesetze und Verordnungen wie in D-Ö-CH bestehen, aber keiner von den Staatsbeatmeten vom Beatmetenhäuschen weiß wie man das handhabt und kontrolliert- trotz täglich 7 bis 11 Uhr Schul vielleicht abgeschlossen.

  2. Ich finde es einfach unglaublich, dass reiche Familien wie Heisecke sich solche Aktivitäten leisten. Die könnten auch ganz legal Grundstücke kaufen, aber wenn man bestimmte große Grundstücke an attraktiver Lage will, bekommt man die auch, dann halt mit Betrug. Dekadent-degenerierte Oberschicht, die ihre Landsleute wie den letzten Dreck behandeln.
    Das eine Notarin, die Ehefrau von einem der größten Verbrecher Paraguays, und groben Berufsmißbrauch weiter bescheißen darf, passt ja nur zu gut ins Bild.

  3. 598 millionen sind nicht ausgesprochen wenig, sondern 598 millionen zu viel. Damit grund wert hat, muss auch die organisation also das rechtssystem und die infrastruktur da sein. In paraguay kauft man arbeit, beim nächsten regen ist es dann vielleicht ein see usw. Das noch in san ber beim lago …

    1. Anmerkung: Gekauft wurde es für 480 Millionen Guaranies, dividiert durch 140 Grundstücke ist gleich 3,42 Millionen Guaranies für wenigstens 360 qm nahe dem See. Das sind keine 500 Euro pro Grundstück. Also das ist schon recht wenig, wenn man die Preise in San Bernardino kennt.

      1. Das ganze lebt davon, dass man irgendwo und irgendwie wohnen muss und viele es auch als anlage, wertspeicher etc. sehen. Also ein künstliches systemtheater. Der wirkliche wert ist den umständen entsprechend, diese werden ja jeden tag in zahlreichen artikeln beschrieben, 0.

  4. ich glaube die meisten hier im forum haben wirklich keine ahnung von den grundstückpreisen in sanber und umgebung.
    480 millionen für 5ha sind wahrlich ein schnäppchen aber leider gehen solche angebote alle unter der hand weg und darum hat unsereiner keine chance an sowas zu kommen.

  5. In San Bernardino kostet ein lot in schlechtester Lage 50 Millionen. In guter Lage geht der Preis ueber 200 Millionen pro lot.
    Ein lot sind ueblicherweise um die 360 qm.
    Wer hectarweise kauft bekommt es billiger.
    Gute und schlechte Lage unterscheidet man aufgrund der Nachbar Bebauung und der Entfernung zur Asphalt strasse sowie der Entfernung zu Erschliessungsleitungen

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