Santiago Peña: “Die Colorado-Partei wird verlangen, dass die anderen Parteien stärker werden”

Asunción: Der Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Finanzminister Santiago Peña bereitet sich erneut als Kandidat von Horacio Cartes für das Amt des Präsidenten der Republik vor.

Er wertete die Ergebnisse der Kommunalwahlen aus, bei denen die ANR mit Ausnahme von zwei wichtigen Städten wie Ciudad del Este und Encarnación gute Ergebnisse erzielte. Er hält es für richtig, dass Mitglieder wegen Verrats ausgeschlossen werden und bekräftigt, dass er Rubén González Chaves, den Sohn des ehemaligen Senators Óscar González Daher, genauso unterstützt hat wie alle anderen in Frage kommenden Kandidaten.

Wie bewertet Honor Colorado die Kommunalwahlen?

-In der quantitativen Analyse können wir feststellen, dass die Colorado-Partei die Zahl der Gemeinden zu ihren Gunsten erhöht hat. Wir haben 163 Stimmen gewonnen, 2015 waren es 145. In der qualitativen Bilanz sind wir auch sehr zufrieden, weil es eine Erneuerung der Partei mit jungen Kandidaten gab. Das Vorzugsstimmensystem ist ein Erfolg, der das Wahlangebot verbessert hat. Natürlich bin ich der Meinung, dass das Scheitern der Rückeroberung von Encarnación und Ciudad del Este ein Weckruf ist.

Was geschah in Encarnación und Ciudad del Este?

-Sie gingen aufgrund einer Kombination von Faktoren verloren. Es gibt Probleme mit der lokalen Führung. In diesen beiden Bezirken hat die Colorado-Partei die Mehrheit der Mitglieder, aber die Colorados haben sich eindeutig nicht für die Kandidaten aus Colorado eingesetzt.

Die Wahl von Ulises Quintana zum Bürgermeisterkandidaten von CDE wurde stark in Frage gestellt, da gegen ihn Anklage erhoben wurde?

-Das ist alles Teil der Niederlage. Wenn es eine Reihe von Faktoren gibt, die ein Ergebnis ermöglicht haben, kann nichts ausgeschlossen werden. Das Gerichtsverfahren ist noch nicht abgeschlossen, es gibt keine Verurteilung, die Wähler der ANR haben ihn gewählt, er ist aus den Parteiwahlen hervorgegangen. Wir können die Tatsache nicht ignorieren, dass die Angriffe und die Medienkampagne gegen ihn ihn beeinflusst haben, aber das ist natürlich nicht alles. Es gibt Unstimmigkeiten innerhalb der Colorado-Partei, von denen ich auch persönlich sprechen kann, denn 2017, als ich kandidierte, verlor ich in Alto Paraná aufgrund von Streitigkeiten innerhalb der Bewegung, weil es mehrere Listen mit Kandidaten für Abgeordnete und Gouverneure gab. Der innere Kampf hat nicht aufgehört, und vier Jahre später wirkt er immer noch nach. Es sei darauf hingewiesen, dass außerhalb des Großraums Alto Paraná große Siege errungen wurden, z. B. in Naranjal und Santa Rita.

Der Verhaltensgerichtshof wird mehrere Beschwerden über Betrug prüfen.

-Der Parteivorsitzende (Alliana) hat angekündigt, dass das Verhaltenstribunal den Verrat der farbigen Mitglieder, die gegen ihn gearbeitet haben, untersuchen wird, und zwar mit sehr gutem Grund.

Die ANR-Führer wurden des Betrugs, des Stimmenkaufs und anderer Untaten beschuldigt.

-Die Beschwerden über den Kauf von Stimmen und die Verfälschung von Geräten fallen in den Zuständigkeitsbereich der Wahljustiz. In den Wahllokalen gibt es enorme Gegenkontrollen; es ist wirklich schwierig, wenn Mitglieder aller politischen Parteien jede einzelne Stimme kontrollieren. Es gibt in der Tat Probleme, und der Wahlrichter entscheidet über mehrere Fälle, in denen es keine Protokolle gab oder die Umschläge offen waren.

Das System zur Wahl der Ratsmitglieder wurde stark kritisiert.

-Wir alle wussten nicht, wie dieses System der Freigabe der Vorzugsstimmen funktionieren würde. Hier müssen wir die großen Erfolge aufzeigen, die dieses System ermöglicht hat: Junge Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund konnten Zugang zu Positionen im Departementsrat erhalten, was mit dem vorherigen System unmöglich gewesen wäre.

Während des Wahlkampfs wurden Sie mit Rubén González Chaves gesehen, dem Sohn von Óscar González Daher, der wie sein Vater eine Verurteilung hat. Was halten Sie von ihm?

-Ich habe ihn unterstützt, wie ich es in 261 Städten im ganzen Land getan habe. Im Fall von Luque habe ich dies mit den zwölf Kandidaten für den Stadtrat getan. Einer von ihnen ist die von Ihnen erwähnte Person. Es gibt ein Gerichtsverfahren gegen ihn, es gibt ein Urteil, gegen das offensichtlich Berufung eingelegt wird. Der Wahlrichter geht davon aus, dass er an den Wahlen teilnehmen kann, solange das Urteil nicht rechtskräftig ist. Meine Wertschätzung und meine Unterstützung gilt allen Kandidaten, die rechtmäßig gewählt wurden, die rechtmäßig zur Teilnahme berechtigt sind und die am Sonntag zur Wahl standen.

Halten Sie es für richtig, dass ein verurteilter Kandidat in den Stadtrat gewählt wurde?

-Meine Meinung ist, wie schon im Fall seines Vaters, des ehemaligen Senators Óscar González Daher, dass alle, die vor Gericht stehen, ihre Schulden bei der Justiz begleichen müssen, und wenn die Justiz beschließt, dass diese Leute bestraft werden müssen, dann wird die Wahljustiz ihnen die Teilnahme verweigern.

Wie sehen Sie das Jahr 2023 nach den Kommunalwahlen für die ANR und die Opposition?

-Ich sehe eine Colorado-Partei, die gestärkt wurde, eine Partei, die sich den neuen Zeiten angepasst hat. Ich denke, die Colorado-Partei wird es den anderen Parteien sehr schwer machen oder sie auffordern, sich zu stärken. Dieses Erstarken der Colorado-Partei ist ein gutes Zeichen für Paraguay, und ohne den anderen Parteien in die Quere zu kommen, müssen sich alle Parteien selbst stärken. Diese Situation, in der wir uns befinden, wird ihnen helfen, zu überdenken, wie sie sich verbessern können, und zu überprüfen, was gut und was schlecht gemacht wurde.

Was können Sie über Ihre mögliche Kandidatur für die Präsidentschaft im Jahr 2023 sagen?

-Die Option ist so stark wie nie zuvor in den letzten Jahren. Jetzt, wo die Kommunalwahlen vorbei sind, hat dies eine andere Dynamik angenommen, und die Bewegung hat die Möglichkeit erwähnt, dass ich mit Pedro Alliana kandidieren könnte, eine sehr reale Möglichkeit.

Wie sieht es mit dieser Möglichkeit in Bezug auf Hugo Velázquez aus?

-Wir haben Hugo Velázquez vorweggenommen. Ich habe diese Möglichkeit nie ausgeschlossen, und seit Horacio Cartes das Duo in einem Interview erwähnt hat, hat sich diese Vermutung noch verstärkt. Hugo versucht, sich als Kandidat von Mario Abdo Benítez zu profilieren, und ich denke, das ist gut so, denn in der Regierungspartei ist man sich nicht so sicher, ob er der Kandidat sein wird.

Könnte Horacio Cartes der Kandidat für das Amt des Präsidenten der ANR sein?

-Mehrere führende Politiker haben darum gebeten, und Horacio hat sich dazu bereit erklärt. Wenn es für ihn notwendig ist, Parteiarbeit von der ANR aus zu leisten, wird er das tun. Obwohl er keinen Posten braucht.

Wochenblatt / Última Hora

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3 Kommentare zu “Santiago Peña: “Die Colorado-Partei wird verlangen, dass die anderen Parteien stärker werden”

  1. Zitat: “Hier müssen wir die großen Erfolge aufzeigen, die dieses System ermöglicht hat: Junge Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund konnten Zugang zu Positionen im Departementsrat erhalten, was mit dem vorherigen System unmöglich gewesen wäre.”
    Er weiss nicht was er da gesagt hat. Laschet weiss es mittlerweile. Er hätte mit der CDU sprechen sollen und nach D schauen als hier junge Wähler hochzujubeln.
    Die Demographie wird auch der Fall der ANR sein – eventuell. Wie man im Chaco sieht wo 3 der 5 Munizipien liberal wurden.
    Jüngere Wähler bedeuten meist, zumindest bedeuteten in Deutschland: liberal, links, grün, “bääse wëësse Mann uund gutte schwarze Mann”, woke Kultur, BLM, Feminismus, LGBTIQ, der Hintern ist Alkgemeingut in Zukunft und Abtreibung am laufenden Spieß, etc.
    Will man in Zukunft Migranten aus Schwarzafrika wie am laufenden Spiess bringen? Das ist die schlechteste Idee ueberhaupt auf die Jungmannschaft zu setzen denn die haben meist ein hohes Einkommen und sind vom liberalen Zeitgeist besessen – Erosion von Moral, Werten und Glauben an Jesus. Junge Leute sind meist nicht konservativ.
    Die Geburtenraten dürften die politische Landschaft in Zukunft bestimmen wie sie es in Deutschland in dieser Wahl definitiv tat.
    https://registrocivil.gov.py/valores_comparativo/
    2019 gab es 116.910 Geburten und 30.475 Todesfaelle in Paraguay.
    2019 verstarben also (Annahme 50/50) 15.237 ehemals reproduktionsfaehige Paerchen von Mann und Frau. Dagegen wurden 58.455 in zukunft reproduktionsfaehige Paerchen geboren. Auf jedes tote Paerchen kamen 3.83 Paerchen dazu die wieder reproduzieren werden. Von diesen 3.83 Ersatzpaerchen ersetzt 1 Paerchen dann das tote Paerchen. Damit stieg die Paerchenanzahl pro verstorbenes Paerchen auf 2.83 mal also die reproduktive Kapazitaet der Bevoelkerung hat sich um 283% gesteigert. Das sind immer noch fast 4 Kinder pro Paerchen die man 2019 in Paraguay hatte.
    Das reduziert sich dann im Jahr 2020 auf 2.97 Paerchen die Neugeboren wurden. Davon wiederum geht 1 Paerchen drauf um das verstorbene Paerchen zu ersetzen und so bleiben dann noch 1.97 neue Paerchen die den Bevoelkerungszuwachs darstellt.
    2021 bis Dato siehts dann so aus dass 2.07 Paerchen neu geboren wurden wo wiederum 1 Paerchen das verstorbene ersetzen muss und somit bleiben dann noch 1.07 neue Paerchen als Bevoelkerungszuwachs.
    Migranten zu importieren hat Paraguay noch nicht noetig da die Ersatzquote von 1 Paerchen pro verstorbenes 1 Paerchen noch erfuellt wird. Die Bevoelkerung verdoppelt sich durchaus mit 1ner Paerchen mehr. Aber 2019 waren es noch 2.83 Paerchen mehr die den Zuwachs darstellten. Man sieht einen drastischen Abwaertstrend und wohl nicht nur Coronabedingt.
    In Deutschland sieht die Sache ganz anders aus: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161831/umfrage/gegenueberstellung-von-geburten-und-todesfaellen-in-deutschland/
    2020 gab es 773.166 Geburten (ohne Nicks “Aktivitaeten” und die dessen Tochter) und 985.620 Todesfaelle. Das sind 0.78 neue Paerchen fuer ein ausgestorbenes Paerchen und die Bevoelkerung reduziert sich auf -0.21 Paerchen. Es fehlen also 0.21 Parchen um das 1ne verstorbene Paerchen zu ersetzen. Das bedeutet die neuen Paerchen ersetzen schon nicht mehr die versterbenden Paerchen. Damit ist in Deutschland die Bevoelkerungszahl ruecklaeufig.
    Jetzt schnell anzusetzen und wild drauflos zu reproduzieren macht auch keinen sinn wenn die Ausgeburten dann nur “gruen” und “woke” zur Welt kommen oder das linken Bein zuerst rausguckt als erstes Wort “Wagenknecht” rufend. 1000 solcher Zyklopen taugen naemlich weniger als 1 Einstein.
    Solche linke und gruene merken nicht mal was Sache ist wenn sie auf Knien rutschend vom islamischen Christensteuereintreiber mit nem Stock auf den Kopf, sowieso truebe Ruebe, geschlagen werden als Strafe fuer ihre renitentes festhalten an der gruenen Dummheit und Gutbuergertum.
    https://www.epochtimes.de/meinung/gastkommentar/das-versagen-der-kirchen-a2919458.html
    “In ihrer blinden, gefühligen Anpassung bemerken die Damen und Herren Bischöfinnen und Bischöfe noch nicht einmal, dass die Institutionen, mit denen sie da täglich kungeln, nicht dem vermeintlichen Reformislam, der demokratiekompatiblen, domestizierten, assimilierten, integrierten und gezähmten Spielart dieser Religion angehören. Man schickt christlich getaufte Kinder zum Islamunterricht in Moscheen, deren Betreiber sich zum heiligen Krieg, zur Unterwerfung aller anderen Religionen und Länder und zur Scharia mittelalterlicher Ausprägung bekennen und tut so, als sei das alles nur Folklore. Solche Geister werden wohl nicht einmal dann aufwachen, wenn sie irgendwann die in islamischen Gesellschaften obligatorische Christensteuer entrichten müssen und bei der kniend vollzogenen Ablieferung des Tributs (wie das über Jahrhunderte im Osmanischen Reich üblich war) vom Steuereintreiber mit dem Stock auf den Kopf geschlagen werden als Strafe für ihr obstinates Festhalten am Christentum.”

  2. https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/das-schlechte-wahlergebnis-ist-bitter-die-verantwortung-trage-ich-a3625639.html
    Bleibtreu Baron Henne am Rhyn – vor 20 Stunden
    Nein es liegt nicht an Laschet. Es liegt daran dass das deutsche Volk Gottlos ist.

    Wie werden mehrheitlich Atheisten eine Partei waehlen in deren Name das “C” steht fuer CDU also Christlich Demokratische Union.

    Das ist wie mit dem Deibel und dem Weihwasser.

    Atheisten haben mit der Zeit keine moralischen Werte mehr und daher stoesst sie der Name Jesus ab – zudem er ihnen mit der Zeit auch “zu juedisch” ist. Damit verliert die CDU immer mehr an Waehler da die Jungen immer liberaler weil gottloser werden. Sie laufen vor der CDU davon wie der Deibel vor dem Weihwasser. Und am Ende sind sie Antisemiten denn letztendlich ist ihnen das Christentum (das “C” im Namen der CDU), “zu juedisch”.

    Dieses sind klare Anzeichen vom Antisemitismus in Deutschland fuer den Tuer und Tor geoeffnet wird durch das Verschwinden des Christentums in Deutschland und ganz Europa. Beide sassen im KZ: Bonhoeffer und der Jude auch.

    Die Bundesregierungen haben nach 1945 mit dem Antisemitismus angefangen indem sie die Tuerken, die Muselmaenner sind, nach Deutschland importierten. Die Migrantionspolitik ist der versteckte Antisemitismus in Deutschland.

    Wie tritt man den Holocaust wieder los? Indem man islamische Migranten (Tuerken, etc) nach Europa holt oder eben die Schwarzafrikaner. Das ist der Mechanismus mittels dem der Antisemitismus wieder angefacht wird.

  3. Dieser künftige Präsidentschaftskandidat der Colorado-Partei, auch bekannt als Mitglied der Chefetage der Banco Basa (Inh. Al Cartes), früher Banco Amambay, verstrickt in den brasilianischen Levato Geldwäscheskandal (Dario Messer), die Millionen Reals zurück nach Brasilien transferiert hat, die angeblich ein paar brasilianisch Terroristen, pardon, Touristen, hier gewechselt haben sollen (will niemand von der Justiz berechnen, ob das stimmen kann), dieser hat den erstinstanzlich verurteilen Kriminellen Daher (Sohn) gewählt.
    Natürlich kennt der Daher Junior keine Scham sich der Wahl zu stellen, denn obschon die bedrückenden Beweise auf Geldwäsche, ungerechtfertigte Bereicherung, unerklärbare und nicht deklarierte Vermögen, betreiben einer Bank ohne Banklizenz uvm. teilweise auf unerklärliche weise verschwunden sind, so kann er (und sein Vater Exsenator Daher) sich zweitinstanzlich – innerhalb der nächsten 30 Jahre – immer noch einen Freispruch erhoffen.
    Ich denke, Santiago Peña hat sehr gute Chancen der nächste Colorado-Präsident vom Paraguay zu werden. Hat zwar bei den letzten Vorwahlen gegen den jetzigen Präsidenten Abdu nur den zweiten Platz gemacht, hat zwischenzeitlich mit Leistungsausweis tüchtig aufgeholt.

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