Schauen aber nicht kaufen

Asunción: Seit gut einer Woche haben die Shoppingzentren und andere Geschäfte wieder geöffnet. Jedoch schauen die meisten Kunden nur und kaufen fast nichts ein. Das dürfte vielerlei Gründe haben.

César Armele, Mitglied der paraguayischen Handels- und Dienstleistungskammer (CCSP), erklärte, dass die geringe Handelsbewegung, die Tage nach der Wiedereröffnung von Geschäften und Einkaufszentren beobachtet wurde, innerhalb der prognostizierten Erwartungen liege.

Er stellte fest, dass die Verkäufe sehr gering seien, weil immer noch eine gewisse Angst vor der allgemeinen Krise bestehe, die alle gleichermaßen betrifft und man zweimal darüber nachdenke, wie das Geld investieren werde.

„Für mich ist Phase 2 der intelligenten Quarantäne der Wendepunkt, denn er zeigt uns, ob wir vorwärts oder rückwärts weitermachen. Wenn wir in dieser Phase richtig vorankommen, haben wir die Möglichkeit, den Umsatz schrittweise zu steigern“, erklärte Armele.

Ruth Mendelzon, Präsidentin der Vereinigung der Kaufleute und Unternehmer des historischen Zentrums von Asunción (Acecha), wies darauf hin, dass angesichts der langsamen Käuferbewegung die Reaktivierung auch einige Zeit in Anspruch nehmen werde.

„Die Leute haben sich während der Wiedereröffnung strikt an die Hygieneprotokolle gehalten, aber die Reaktivierung ist sehr schwach, sehr langsam. Wir machen auch wenig Werbung, weil wir mit dem Problem, dass es zu großen Menschenansammlungen kommt, vorsichtig sind. Wir möchten, dass sich die Kunden beim Einkaufen sicher fühlen“, sagte Mendelzon.

Sie fügte hinzu, dass die Käufer trotz der ihnen gebotenen Sicherheit immer noch Angst vor dem großen Schlag haben, länger als zwei Monate arbeitslos zu sein. „Ich denke, es ist die Krise, der Schlag war so stark, dass die Menschen jetzt nicht wissen, wohin sie gehen sollen oder wie sie sich in diesem neuen Umfeld bewegen sollen“, erklärte Mendelzon.

Sie wies darauf hin, dass es sich um eine “Wiedergeburt“ handelt, bestand jedoch darauf, dass mehr als nur Angst vor einer Krankheit ein Mangel an Geldfluss bestehe, der alle sehr vorsichtig mache, wenn es um Ausgaben gehe.

Wochenblatt / Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Schauen aber nicht kaufen

  1. Gestern im Shopping Mariano Roque Alonso: nicht jeder wurde vom Sicherheitspersonal reingelassen. Jemand wurde sogar mit der Polizei bedroht. Man wurde gefragt, was man wolle. Lange Schlangen vor den Niederlassungen der Banken, kaum jemand in den Boutiquen. Das Verkaufspersonal war sichtlich mehrheitlich froh, wenn man wieder ging. In einer Boutique fragte mich eine Verkäuferin nach meiner Telefonnummer. Leider nicht, um mit mir auszugehen sondern nur um mich anzurufen falls jemand da gewesen wäre, der Virus-Träger sei. Anprobe von Kleidung war nicht möglich.

  2. Solange dieser Gesundheitsministerdarsteller mit einem erneuten Lockdown droht, falls die Menschen nicht „brav“ jeden angeordneten Schwachsinn mitmachen, wird sich an dieser Situation nichts ändern.
    Wenn mein Gehalt von gestern auf heute von 100% auf Null gefahren wird, weil ich ohne Vorwarnung ohne Arbeitsplatz dastehe, von welchem Geld soll ich mir irgendwelche nicht lebensnotwendigen Anschaffungen kaufen?
    Sehr viele Menschen haben schon seit Wochen kaum noch genug Geld um sich und ihre Familie satt zu bekommen, nicht Wenige haben noch nicht einmal dafür Geld.
    Natürlich interessiert das die Intelligenzbestien, die die „Intelligente“ Quarantäne erfunden haben, überhaupt nicht.
    Sie bekommen ja ihre überzogenen Zuwendungen trotzdem.
    Wird es auch hier bald von seiten der Politiker heissen: Wenn die Leute kein Brot haben, dann sollen sie halt Kuchen essen?

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