Schlechter und teurer Service

Asunción: Wer jemals mit einem Bus in der Hauptstadt von Paraguay Platz nahm und sein Ziel erreichen wollte, kann die Klagen der Nutzer verstehen. Über Jahre hinweg gibt es weiterhin die gleichen Probleme.

Viele Buspassagiere erwähnen den Mangel an Respekt über die Häufigkeit der Zirkulation zwischen den verschiedenen Transporteinheiten. Einige Busse sind hoffnungslos überfüllt und deren Zustand ist mehr als prekär. Die Regulierungsbehörde, das Vize-Verkehrsministerium (VMT), übt keine Kontrolle aus. In einigen Fällen müssen Nutzer von öffentlichen Transportmitteln mehr als 60 Minuten warten, obwohl dies eigentlich, vertraglich festgehalten, nicht länger als 15 Minuten sein darf.

Des Weiteren halten die Busse in Bereichen, in denen dies eigentlich verboten ist und zirkulieren mit geöffneten Türen. Viele Beförderungsunternehmen schulden der Sozialversicherungsanstalt (IPS) hohe Beiträge von Fahrern und anderen Angestellten. Trotzdem schreitet in den wenigsten Fällen eine Behörde ein, um all die genannten Mängel abzustellen.

Wochenblatt / ABC Color

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8 Kommentare zu “Schlechter und teurer Service

  1. Man weiss, dass viele Busunternehmen einflussreichen Leuten/Politikern gehoeren. Die tun sich doch nicht gegenseitig weh!
    Der Service ist wirklich saumaessig, ich musste eine Zeit lang den Busservice in Anspruch nehmen als ich noch kein Auto hatte. Zu den Horas picos sind die Busse sauvoll, da muss man einfach mehr Fahrzeuge losschicken.
    Hab aber schon oft gesehen, dass zwei Busse der gleichen Linie nur kurz hintereinander fuhren – der erste sauvoll, der naechste relativ leer. Und als jemand der wartet, kann man auch mal riskieren, den naechsten zu nehmen, wenn einer schon übervoll ankommt.

  2. Die Busfahrer sind auch nicht dumm, haben vier Stunden täglich Grundschule abgeschlossen, sehen Leuchtweste und wartende Motos von weitem oder bekommen vom Kollegen Whatsupp und wenn heiß oder voll muss halt Tür auflasse.

  3. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    Wir haben nur einmal auf diesen quasi-grati-ÖV-Service zurückgegriffen im Moloch Asu und Umfeld und waren was Preis/Leistungsverhältnis angeht dahinehend zufrieden, bevorzugen es jedoch, unser Leben auf den Strassen auf zwei Rädern zu riskieren (ja, einmal gab es beinah zerquetschten Schweizer zwischen einem Collectivo und einem parkenden Sprinter), anstatt diese äusserst unbequeme und unfreie Beförderungsoption ‚Collectivo‘ zu wählen.
    Die offnenen Türen sind indes in der heissen Zeit durchaus von Vorteil – so schläft der Fahrer bei Durchzug wenigstens nicht aufgrund von Hitzekolllaps komatisch ein mitten während der Fahrt…
    Aber eben… bei den Preisen… wenn ich in Terrorhelvetien in ein ÖV steigen will für ne Stunde Fahrt für 50 Rappen lachen die mich nur aus… denn für 50 Rappen komm ich nicht mal eine Station weit (die ich mit zweiminütigem Fussmarsch auch so locker schaffe) mit gültigem Ticket.. so viel dazu…
    Saludos

    1. Terrorhelvetien?

      https://auswandern-info.com/schweiz.html Auswandern
      Info – Aktuelle Länderinfos für Auswanderer vom 01.02.2018:

      Im Jahr 2016 wanderten offiziell 17.650 Deutsche in die Schweiz aus –
      und begannen dort ein neues Leben, manche im Ruhestand, doch die
      meisten wegen besser bezahlter Arbeitsstellen, geringer Steuern und
      anderer Vorteile. 11.211 Deutsche kamen 2016 aus der Schweiz wieder
      in ihre Heimat zurück.
      Innerhalb der 10 Jahre von 2005 bis 2014 emigrierten offiziell 216.403
      Deutsche in die Schweiz und 91.315 zogen nach Deutschland zurück.
      Damit landete die Schweiz auf dem 2. Platz der Zufriedenheits-
      liste aller Auswanderungsziele.

      und zum anderen:
      über die Unterschiede zwischen den Löhnen und der Qualität der Trans-
      portfahrzeuge (Schweiz – Paraguay) braucht man ja nun wirklich nicht de-
      battieren.
      Man kann halt (leider) nicht alles haben:

    2. @Roberto und Oflodor
      I.B.I. sagt in seinem Kommentar aus, dass das Preis – Leistungsverhältnis beim Bussfahren hier in Paraguay einmalig ist, 50 Rappen (2.000 Guaranies) so weit der Buss fährt.
      In der Schweiz bezahlst für ca. 8 km etwa 100.000 Guaranies (wenn kein Abo hast, einmalig ein Billett lösen musst).

    1. Und noch mehr Räuber (Schwarz, meist Fett) auf den Straßen, wenn man mit dem eigenem Auto unterwegs ist. Da ist das Busfahren deutlich sicherer und entspannter.

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