Schulspeisung: Ein Wurm im Salat

Asunción: Eine sehr unangenehme Überraschung machte ein Kind aus einer Schule im Stadtteil Tablada Nueva von Asunción.

Der Schüler genoss ein appetitliches Menü, das als Mittagessen angeboten wurde, bis er in seinem Salat etwas sah, das sich bewegte: Es war ein Wurm.

Mit Erstaunen erzählte der Pennäler einem Lehrer von der geheimen Zutat im gesunden Gemüse. Der Lehrer gab die Beschwerde des Schülers gegenüber dem Direktor der Einrichtung und dieser wiederum dem Bildungsministerium bekannt.

Vertreter des Bildungsministeriums MEC besuchten die Eltern des Schülers und nahmen den Vorfall zu Protokoll.

Laut Berichten von dem Fernsehsender Telefuturo seien gegen das Lieferunternehmen für das Schulmittagessen keine Sanktionen ausgesprochen worden. Es wurde lediglich aufgefordert, die Qualität der Lebensmittel zu verbessern, um die Gesundheit der Schüler nicht zu gefährden.

Wochenblatt / Prensa 5 / Telefuturo

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

7 Kommentare zu “Schulspeisung: Ein Wurm im Salat

  1. Ein Wurm im Salat ist keine Gesundheitsgefährdung. Im Gegenteil ist es ein Hinweis darauf, dass der Salat nicht übermäßig
    chemisch behandelt wurde. Aber aus einer Mücke einen Elefanten zu machen beherrscht dieses Volk bei jeder Gelegenheit.
    Es muss sich wohl um eine Schule der gehobenen Schicht mit zahlenden Eltern gewesen sein.

  2. Nein, Anton, das kann keine Schule der gehobenen Schicht mit zahlenden Eltern gewesen sein. Denn in diesen „gehobenen“ Schulen gibt es keine Schülerspeisungen. Und wenn es eine Schule im Stadtteil „Tablada Nueva“ ist, dann ist dies noch eher keine „gehobene“ Schule. Denn „Tablada Nueva“ von der Avda. Artigas bis an den Fluß ist eigentlich ein Slum, in welchem eine extrem arme Bevölkerungsschicht wohnt, mit in wenigen Stunden selbst aufgebauten Hütten aus Holz und Sackleinwand, und noch einen großen Stein auf dem Dach, damit bei Wind das Dach nicht wegflieht. Zeitweise sind dort Häuser sogar total unter Wasser, und die Bewohner wohnen dann einstweilen auf dem Bürgersteig näher in Richtung Artigas, und bleiben dort so lange, bis sie wieder in ihre Behausung zurückkehren können. Zur Sache: Wegen einem Wurm im Salat das Kultusministerium zu beschäftigen, das ist wirklich der Hohn, obwohl dies sogar noch aussagt, daß es sich um eine staatliche Schule handelt, und nicht etwa um eine „gehobene“ Schule. Und da das Kultusministerium dafür nicht zuständig ist, müßte dann der Wurm weitergeleitet werden an das Gesundheitsministerium. Aber auch das Gesundheitsministerium ist dafür nicht zuständig, dann muß der Wurm eben an das Landwirtschaftsministerium geschickt werden. Warum kann man denn nicht so eine Kleinigkeit an Ort und Stelle erledigen?? Dann muß also so ein armes Würmchen mindestens drei Ministerien beschäftigen.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.