“Schwarze“ Rinder

Asunción: In dem Viehsektor scheint sich auch eine Schattenwirtschaft gebildet haben, denn auf einmal tauchen in dem Sektor viele “schwarze“ Rinder auf, die kein Brandzeichen haben.

Die Viehzucht entgeht nicht der Informalität, insbesondere auf der Ebene der Kleinproduzenten. Nach Schätzungen von der Behörde Senacsa gibt es etwa 14.000 Viehzüchter, die rund 170.000 Rinder besitzen, ohne die gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung in Form von Brandmarken.

In einem Pool von 140.000 Viehzüchtern mit einer Herde von etwa 13,8 Millionen Tieren, die es im Land gibt, schätzt man, dass etwa 14.000 diejenigen sind, die nicht den legalen Besitz von etwa 170.000 Rindern, nachweisen können, sagte der Leiter des Nationalen Dienstes für Qualität und Tiergesundheit (Senacsa), Jose Carlos Martin Campercholi.

Er gab eine Pressekonferenz im Rahmen der ersten Impfperiode des Jahres 2020 gegen Maul- und Klauenseuche sowie Rinderbrucellose, die am 20. Januar begann und am 28. Februar endete. Die Registrierung läuft bis zum 13. März.

Campercholi verwies auch auf die zufriedenstellenden Ergebnisse bei drei Meetings, die die Behörde Senacsa von der EU in den Bereichen Tiergesundheit, Rückstände sowie Veterinär- und Lebensmittelsicherheitsprodukte erhalten hat.

Er erklärte weiter, dass sich die Empfehlungen auf die Verbesserung der Rückverfolgbarkeit des Viehs konzentrieren, da hier nur 10% des nationalen Bestands erfasst werden. „Wir müssen einen einfacheren und umfassenderen Weg finden, um die Herkunft der Tiere zurückzuverfolgen“, sagte Campercholi. Weitere Empfehlungen betrafen Korrekturmaßnahmen für die Verwendung von antimikrobiellen Tierarzneimitteln und Hormonen, die in der Produktion verwendet werden. Der Grenzwert wurde auf 2023 festgelegt.

In Bezug auf Brandmarken und -zeichen sagte der Rechtsberater der Senacsa, Miguel Ángel Villalba, dass nach dem Gesetz Nr. 2576/05 die Tierhalter verpflichtet sind, ihre Marken und Zeichen neu registrieren zu lassen. Er wies darauf hin, dass Senacsa ohne dieses Verfahren ab dem 3. August 2020 nicht mehr in der Lage sein wird, die “Cota“ (Offizielle Bescheinigung für den Tiertransport) auszustellen.

Der erste Schritt zur Bearbeitung der Neuregistrierung von Brandmarken und -zeichen ist das Ausfüllen und Unterschreiben des Formulars. Das Dokument ist auf der Website www.pj.gov.py und bei jedem Büro der Senacsa im Land erhältlich. Es muss eine Reihe von Belegen beigefügt werden, wie z.B. eine Kopie der Cedula, eine Kopie des Zeichens der Brandmarke, der letzte Impfpass und bei juristischen Personen eine Kopie der Gründung der Gesellschaft, das letzte Sitzungsprotokoll usw.

Wochenblatt / ABC Color / Foto Archiv

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3 Kommentare zu ““Schwarze“ Rinder

  1. „Nach Schätzungen von der Behörde Senacsa“, phänomenal. Ja. Schätzen können sie, die Einheimischen. Sogar bis ganz hinauf zu den besser Gebildeten, die die täglich 7 bis 11 Schul vielleicht auch abgeschlossen haben, um das Amigo-Pöstchen zu bekommen. Phänomenal.

  2. Poppo Graf von Hahn-Kuchelmisz

    Das sind interessante Zahlen.
    140000 Viehzuechter gibts in Paraguay auf die rund 14 Millionen Rinder entfallen. Das sind die reichsten der Reichen des Landes. Also praktisch verteilt sich der gesamte Reichtum des Landes auf in etwa 140 Tausend Personen.
    140 Tausend Personen minus 14 Tausend arme Schlucker = 126000 Personen auf die sich der Grossteil des Nationalen Reichtums konzentriert.
    Von den 14000 armen Viehhaltern haelt also jeder (17000/14000) rund 13 Rinder. Klar koennen sich diese Leute auch fast nicht die Impfungen leisten.
    14 Millionen Rinder minus 170000 = 13.83 Millionen Rinder die 126000 Personen gehoeren von 7 Millionen Buergern. Jeder dieser Leute haelt im Schnitt 109 Rinder was nicht realistisch ist so dass sich das Gros des Rinderbestandes durchaus auf etwa 50000 Personen beschraenkt. Schon nur diese 126 Tausend stellen rund 1.8% der Landesbevoelkerung dar, das bedeutet dass sich praktisch der gesamte Rinderbestand des Landes auf 1.8% der Bevoelkerung konzentriert, wo es eher realistischer ist dass 13.83 Millionen Rinder sich eher auf 50000 Menschen konzentrieren also eher 0.72% bis 1% der Bevoelkerung des Landes. Das Haupteinkommen sind die Rinder (offiziell, ohne die Drogen und Korruption mitzuzaehlen), die in etwa nur 1% der Gesamtbevoelkerung gehoeren.
    Das Nationale Volkseinkommen konzentriert sich etwa auf rund 1% der Bevoelkerung.
    ich bin sicher Paraguay bekommt in baelde den Welteinkommensgleichheit Nobelpreis – den 0%Emissionsumweltpreis scheinen sie ja schon eingesackt zu haben da diese Rinder nie Furzen noch Gase ausstossen.
    Saddam Hussein hat wieder den Demokratienobelpreis erhalten.
    Der Volksreichtum der Viehzucht duerfte sich realistischerweise in der Tat auf etwa 1% der Bevoelkerung verteilen – ein Land wo der Reichtum noch ungleicher verteilt ist, muesste erst noch erfunden werden.

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