Schwerverletzter in Independencia wegen freilaufender Rinder

Kolonie Independencia: Schon lange sind freilaufende Rinder im Ortsteil Melgarejo von der deutschen Kolonie Independencia eine tödliche Gefahr. Ein Motorradfahrer war heute der Leidtragende dieser Gegebenheit. Ob er überlebt ist fraglich.

Der Unfall passierte heute gegen 06:00 Uhr, als Cesar Larrizio mit seinem Motorrad auf dem Weg von Melgarejo nach Villarrica war. In der Dämmerung erkannte er mehrere Rinder auf dem Asphalt in Melgarejo zu spät. Bei dem Ausweichmanöver stürzte er und zog sich schwere Verletzungen zu. Anwohner brachten ihn in das örtliche Gesundheitszentrum. Von dort wurde er aufgrund der Schwere der Verletzungen in das Regionalkrankenhaus nach Villarrica verlegt.

Das örtliche Kommissariat ermittelt in dem Fall und hat die Staatsanwaltschaft in Villarrica eingeschaltet. José Eligio Chavez, der zuständige Bürgermeister, gab bekannt, dass er sich sehr wohl dem Problem freilaufender Rinder in der Ortschaft bewusst sei, aber es schwierig sei, dies zu beseitigen. „Die Rinder haben kein Brandzeichen, deshalb sind die Eigentümer schwer zu ermitteln. Zudem will keiner seine Nachbarn denunzieren“, erklärte Chavez.

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24 Kommentare zu “Schwerverletzter in Independencia wegen freilaufender Rinder

  1. Unfälle mit Kühen passieren hier leider allzu oft, ich selbst hatte welche, Freunde und bekannte auch. Wozu gibts denn campo Comunale??? Es wäre sinnvoll, freilaufende Rinder einzufangen und zu schlachten, das Fleisch an bedürftige verschenken, ich glaub, da würden die Besitzer schnell umdenken!

  2. Geht mir auch immer so, nicht wegen den Kühen, aber den anderen Verkehrsteilnehmern, die da frei auf der Straße herumfahren. Die sind einfach sowas von einer tödlichen Gefahr! Wenigstens haben einige davon Licht. Aber ich wäre schon froh, wenn die Polizei freifahrende Autofahrer einsammeln könnte, so dass ich freie Fahrt hätte, oder ihnen wenigstens ein Brandzeichen verpassen könnte, diese vielen Nummern kann ich mir unmöglich alle merken.

  3. Kann jeder froh sein, wenn er noch kein Rind erwischt hat, in der Abenddämmerung und Nachts sieht man die Rinder absolut nicht, oder eben erst zuspäht.
    Kann ja sein, dass der Motorradfahrer auch was falsch gemacht hat, aber die Rinder gehören nun mal nicht auf die Strasse.
    Alle Auto- und Motorradfahrer, machen fast täglich Fehler. Auch ich!!
    Man sollte mal Ehrlich mit sich selber sein???

      1. Ach ne, warum nicht, weil es ein Intelligenter Paraguayer war? Oder weil es keinen Dachler erwischt hat. Sollte ich schreiben“ och der arme, warum konnten die Kühe nicht woanders laufen“ ist das besser. Wenns einen Dachler trifft, dann wird geschrieben selbst schuld. wenn es aber einen notorischen, Handy besessenen, unbelehrbaren ohne zu denkenden trifft, dann darf man so was nicht schreiben.

        1. Ja genau, wir sind die Gäste in Paraguay und deshalb ist etwas Respekt gegen Verunfallte sicher angebracht. Sehen sie was mit eigenen Augen dann können sie drauflos schreiben. Aber Ihre Vermutungen sind genau wie der Chisme der Einheimischen.

          1. Aja, als Gast muß ich dann immer bereitwillig erklären, das ich Schuld bin, von welchem Stern kommst Du denn?

          2. Fast jede Nacht, treffe ich auf Kühe, allerdings zweibeinig, oder auf “ Stöckelwild“, oder wie man früher sagte,“der kleinste Viehtransporter der Welt“, 2 Bullen auf einem Moped, aber vierbeinige Rinder sind mir bisher nur einmal über den Weg gelaufen, das war weil “ Viehdiebe“ nehme ich mal an, Ihr Nachtlager gestört haben.

    1. @Roland
      Meinst Du nicht auch wenn große Tiere zusehen sind wie Rinder oder Pferde muss man sich schon darauf einrichten das man Bereit ist zu bremsen Rechtzeitig anhalten kann. Niemand kann sagen wie das Tier reagiert.
      Gerade Rinder kenne schon aus sehr früher Erfahrung, ein jung Bulle hat mich mal Gejagt, So schnell war ich nie auf den Baum.Seit dem sehe ich zweimal hin. So plötzlich kommen die Rinder auch nicht.Damals habe ich die Gefahr nicht erkannt, ist doch nur ein blödes Rindvieh dachte ich. Scheiße das hatte Kraft.

  4. Wo ist denn das Problem.
    Merkwürdig ist was der Motorradfahrer gemacht.Die Straßen sind nicht gerade Rennpisten.Der hat genug Zeit zum Anhalten,wenn schon vierbeinige Rindviecher zusehen muss man sich als zweibeiniges Rindvieh zum anhalten vorbreiten. Das Plotzlich auftauchene Tier ist wenig Glaubwürdig, das sind keine Garzellen!
    Das man die freilaufenden Tiere nicht von der Straße bekommt ist ein Witz,eine Schutzbehauptung des Bürgermeisters.
    Ganz einfach, ohne viel Tam Tam,Viehtransporter ran,Rinder auf geladen,14.Tage die Rinder abseits im Gatter.
    Da braucht niemand Einen zu verpfeiffen,Die kommen von allein und wollen ihre Tiere.
    Kommt keiner in den 14.Tagen,bitte kleine Spende, Rinder verkaufen, das Geld für die Schulen für Bücher in Lehrmatterial stecken.

  5. Falls es nir eine Anzeige braucht, kann ich diese gerne machen. Die Kühe in Melgarejo werden meist abends gesucht und heimgetrieben. Und der Herde bis nach Hause zu folgen ist kein Problem.

    1. Richtig, der Herde nach Hause folgen. Und die Polizei schafft das nicht oder der Bürgermeister kam noch nicht auf diese Idee? Die müssten genau genommen nur terere trinkend auf die warten, die die Kühe suchen. Aber ja, so ist es hier eben.

      1. Ist für den Bürgermeister auch zuvschwierig, wenn das seine politischen Amigos und/oder Familienmitglieder sind? welche die Kühe auf die Strasse treiben. Und wo keine 2 Eier sind, gibts auch keine Lösung.

        1. Seine politischen Amigos und/oder Familienmitglieder ist in dem Satz so ist es hier eben inkludiert. Mache ich mittlerweile so, weil etwas kürzer. Logisch betrachtet ist tatsächlich das meiste was man hier so sieht, liest und hört nur so denkbar.
          Dieses Verhalten scheint mir bei Paraguayern stärker ausgeprägt als in anderen Staaten denn es regt sich keiner darüber auf obwohl diese Dinge sogar zu Todesfällen führen. So zumindest habe ich es noch nie erlebt. Normalerweise müsste man so dann und wann Leute finden, die das zumindest ansprechen.

  6. Mir sind auch schon 2 Mepedfahrer ins Auto gerauscht, obwohl Sie mächtig Zeit hatten, zu bremsen. Aber bis die Information von der Hand über die Augen bis zum Gehirn vorgedrungen ist, dieses soweit vorhanden, den Befehl an den Fuss für die Bremse gibt, vergeht halt noch mehr Zeit.

  7. – Prämienmitarbeiter aussenden
    – Rinder ohne Brandzeichen festnageln
    – Viehtransport kommen lassen
    – Vieh versteigern und brandmarken
    – Erlös abzüglich der Kosten den Schulen zukommen lassen

    Die nächste Beratung in Sachen Stadtverwaltung gibt’s das nächste Mal zu gewöhnlichen Agenturtarifen.

    1. Von nicht beide Hände am Lenker und Handy am Ohr steht im Artikel doch gar nichts.
      Mir ist auch schon ein Rind vors Moto gelaufen, am helllichten Tage. Das kann sehr schnell gehen.

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