Sich auf der Zunge zergehen lassen

Asunción: Wirklich realitätsfremd sind die Menschen, die alle überaus positiv sehen, alles negative permanent ausleben und Gutes mit Schlechtem verwechseln. Horacio Cartes machte es vor, Mario Abdo, im Volksmund, sein Capataz genannt, macht es Ihm nach.

Am 25.11.2017 sagte Horacio Cartes bei der Eröffnung des IPS Krankenhauses in Ciudad del Este, „dass Paraguay die beste Krankenversicherung der Welt hat“. Alle die, die das IPS-System kannten, brachen in Lachen aus.

Heute, also gut drei Jahre später macht es ihm Mario Abdo nach und sagte, „dass das Land eines der besten Gesundheitssystem der Welt habe“, was, wenn man lange genug nachdenkt und alle anderen guten bzw. besseren Gesundheitssysteme ausblendet, sogar stimmen kann.

Am heutigen Dienstag gab Abdo eine Pressekonferenz, wo er neben vielen Sachen das paraguayische Gesundheitswesen als eines der besten der Welt einstufte. Heute wurden von Abdo zwei Gesetze erlassen: Eines was das Tragen der Nasen-Mundschutz obligatorisch macht und ein vorheriges ersetze sowie eines zum Kauf der Impfungen gegen Covid-19.

„Paraguay hat eines der besten Gesundheitssysteme der Welt in Bezug auf Qualität und Engagement der Pfleger, Schwestern und Ärzte. Heute sind sie müde und überlastet“, sagte Abdo.

Wochenblatt / Última Hora

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7 Kommentare zu “Sich auf der Zunge zergehen lassen

  1. Der soll mal wirklich den Kopf aus dem Arsch von Cartes ziehen oder sich komplett daraus begeben und wieder in die Realität eintauchen, bzw. das ach so gelobte Gesundheitssytem mal an mehren Stellen kontrollieren, ohne Ankündigung. Aber Marioneta oder Capataz halt. Aber wie der Herr, so das Gescherr. Py hat auch einen der fähigsten Präsidenten der Welt, was eben die 3 Stunden Schule pro Tag zu Stande bringt. Der als Präsi, ist genauso tauglich wie ein Sägefisch zum Hobeln.

  2. Gut ist schlecht und schlecht ist gut, oben ist unten und unten ist oben sind Freimaurer Klassiker die bereits Freimaurer Walt Disney regelmaessig in seinen Filmen eingearbeitet hat.

  3. Recht hat der Mann. Denn effizient ist das hiesig Gesundheitssystem allemal. Nach dem Nummer-ziehen um 4 Uhr in der Nacht überleben es die meisten nicht, um um fünf vor fünf einen Arzt zu sehen. Gestorben an Herzstillstand, da konnte man nix mehr helfen. Aber kostengünstig. Auch ein bizl Diabetes am Zehen, ne Säge tut es auch und Bein ist weg. Leiber etwas großzügig sein. Aber kostengünstig. Die loco Europäos machen was falsch, wenig Nachwuchs, aber Menschen die immer älter werden. Hierzuland macht man das eben al revés.

  4. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Das Problem ist es nuetzt nix Instrumente und teure Geraete fuer das oeffentliche Spital zu kaufen. Die Dinger werden da sofort von den Aerzten weggestohlen.
    Daher geht das meiste Geld des Gesundheitsektors immer in hoehere Gehaelter der Goetter in Weiss – wozu hat man sich ja schliesslich im Studium anstrengen muessen.
    Auch im Privatsektor sind die Spitaeler nicht mehr die koschersten. Gefallenswirtschaft und Gehaltstreiberei sind an der Tagesordnung. Z.B. frueher hatten die mennonitischen Spitaeler noch eigenen Mennoniten als Fachspezialisten. Heute kaum mehr. Ich sah schon mal auswaertige Aerzte in mennonitische Spitaeler mit ner Schwester abgeschleppt den Gang runtergehen. Berufsethos! – Fehlanzeige. Die Mennoniten hatten frueher sogar einen Schoenheitschirurgen dessen Praesenz die Frauenzimmer dann auch schon mal in Anspruch nahmen – schliesslich stand ein Schoenheitschirurg nicht immer zur Verfuegung.
    Heute glaub ich kaum dass aus den mennonitischen Reihen spezialisierte Aerzte kommen. Ja es formieren sich schon Privatkliniken die denselben Service wie das Koloniesspital anbietet anbieten. Etwas undenkbares frueher.
    Eben die Gier nimmt kein ende ist man einmal oben an der gesellschaftlichen Leiter angekommen – man meint dann eben ewig unterbezahlt zu sein.
    Ueberbezahlte Grosstuer und ein aufgeblaehter Verwaltungsapparat bringen den Laden so langsam am stehen und machen die eigentlichen Produktionszweige (Realproduktion) unrentabel. Es bleibt dem Bauern als Entrepreneur meist weniger netto uebrig als einer gewoehnlichen Verwaltungskraft die nach der Kooperativsstaffel bezahlt wird. Das Angestelltenverhaeltnis ist oft bei den Mennoniten weit rentabler als das Unternehmertum (ausser Rodungsunternehmen, die immer ueberteuerten Dienstleister, etc).
    Die Servicegesellschaft (u.a. Verwaltungsapparat) verdraengt langsam die Realproduktion (Bauerntum) und macht letzteres unrentabel. Abgeordnetengehaelter sind keineswegs unueblich im Kooperativssektor unter dem Verwaltungskluengel.

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