Hernandarias: Das binationale Wasserkraftwerk Itaipú hat mit dem massiven Austausch von Überspannungsableitern begonnen, die bereits seit vier Jahrzehnten im Umspannwerk Margen Derecha im Einsatz sind. Die Erneuerung zielt darauf ab, kritische Ausfälle, Kurzschlüsse und mögliche Explosionen an den Transformatoren zu verhindern, die die Stromversorgung gefährden könnten.
Die Abteilung für Instandhaltung der Technischen Direktion von Itaipú führt den schrittweisen Austausch der Überspannungsableiter im Umspannwerk Margen Derecha (SEMD) durch. Diese Komponenten schirmen das System gegen Blitzeinschläge und abrupte Schaltmanöver im Übertragungsnetz ab.
Der Plan sieht vor, die alten Geräte mit Porzellanisolatoren, die vor etwa 40 Jahren installiert wurden, zu demontieren und durch modernste Technologie mit Polymerisolatoren zu ersetzen. Die neuen Geräte versprechen eine Lebensdauer von mehr als 25 Jahren, wie das binationale Unternehmen betonte. Mit diesem technologischen Wechsel soll das Risiko von strukturellen Zusammenbrüchen und Explosionen, die mit dem starken Verschleiß des alten Materials einhergehen, drastisch minimiert werden.
Bereits 30 Einheiten installiert
Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben die Techniker bereits 30 Einheiten der 220-kV-Überspannungsableiter an zentralen Knotenpunkten des Kraftwerks ausgetauscht. Die baulichen und elektromechanischen Arbeiten konzentrierten sich auf die Transformatoren mit den Bezeichnungen T02/R01, T02/R02, T03/R03, T06 und T07.
Die Einsatztrupps arbeiteten auch an den Übertragungsleitungen, die mit der Nationalen Elektrizitätsverwaltung (ANDE) verbunden sind, konkret an den Leitungen Línea de Transmisión Acaray 1 und Acaray 2. Die Arbeiten halten die im offiziellen Programm der Institution festgelegten Fristen ein, wie Ingenieur Vicente Mendoza von der Abteilung für Instandhaltung erklärte.
Anpassungen mitten im laufenden Betrieb
Die Ingenieursarbeiten erfordern einen komplexen Prozess der physischen und elektrischen Anpassung, bevor die neuen Schutzvorrichtungen in Betrieb genommen werden können.
„Für den Austausch dieser Überspannungsableiter ist es notwendig, vorab deren Inbetriebnahme (Kommissionierung) durchzuführen, die Sockel anzupassen und den aktiven Teil der Verbindungskabel neu zu dimensionieren“, detaillierte Ingenieur Mendoza. Der Experte stellte klar, dass die Manöver akribisch koordiniert werden, damit die Stromversorgung nicht beeinträchtigt wird. „Diese Aktivitäten werden durchgeführt, indem man die Abschaltung der Geräte während der geplanten präventiven Wartungsarbeiten nutzt“, betonte der Techniker des binationalen Unternehmens abschließend.
Wochenblatt / ABC Color















