Sicherlich kein Zufall

Asunción: Präsident Mario Abdo muss viel Kritik einstecken für das Ämterkarussell, bei dem besonders ein Posten fragwürdig besetzt ist. Weit entfernt davon bestraft worden zu sein für den Ande Geheimvertrag, wird der erpresserische Emissär nun Itaipú-Chef.

Der Ande-Geheimvertrag, der Präsident Mario Abdo bald das Amt gekostet hätte, hatte unter anderem Federico González als Protagonisten, denn genau dieser ging zum ehemaligen Ande Präsidenten Pedro Ferreira und setzte ihn unter Druck.

Pedro Ferreira erinnerte sich: „Der neue Itaipú Direktor war es der mir den Vertrag (geheim) vom Präsidenten zukommen ließ und mir sagte, dass wenn ich ihn nicht am gleichen Tag unterzeichne ich kündigen müsse. Danach habe ich gekündigt“, sagte er über das Geschehene vom 24. Juli 2019.

Damals wollten politische Akteure der Regierung überschüssigen Strom der Ande an private brasilianische Stromanbieter verkaufen ohne dies öffentlich zu machen. Der damalige Ande Präsident erkannte den Schaden für das Land und weigerte sich. Als der Skandal aufflog nahmen vier Personen ihren Hut. Der damalige Außenminister, Luis Alberto Castiglioni ging zurück in den Senat und kam vor wenigen Monaten zurück als Arbeitsminister.

Federico González, damals noch Chefberater für internationale Politik wurde später Außenminister und nun Itaipú Chef, wo man Angst hat, dass er die Interessen des Landes bei den Verhandlungen zum neuen Strompreis in 2023 erneut verschachert. Anstatt eine Strafe zu erhalten zeugt dies von Überheblichkeit und einer Art Sarkasmus des Präsidenten gegenüber dem Volk.

Wochenblatt / Última Hora

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8 Kommentare zu “Sicherlich kein Zufall

  1. Ich bin überzeugt, da wird schon die nächster “Sauerei” geplant. Drei Punkte sprechen dafür:
    1. Der Konstrukteur des aufgeflogenen Planes zum Abschluß eines höchst fragwürdigen “Geheimabkommens” zwischen Paraguay und Brasilien bezüglich einer neuen Itaipu-Vereinbarung wird jetzt im Nachhinein noch dafür belohnt, mit einem besonders hoch dotierten Posten. Nun also kann der Strippenzieher endlich handeln, wie geplant.
    2. Der bisherige Präsident von Itaipu Bergen schmeißt den Posten hin und verzichtet nachträglich auf seine Gehälter, bzw. zahlt sie in Form von Spenden zurück. Bergen ist mir als absolut aufrichtiger und ehrlicher Mann bekannt, mit festen Grundsätzen. Ich weiß, daß er schon unter Nicanor einen Ministerposten inne hatte und sich ganz klar dahin gehend positionierte, daß er nur ein öffentliches Amt ausüben werde, solange von ihm nichts Unrechtes verlangt würde. Sollte das der Fall sein, werde er umgehend kündigen. Das ist nun geschehen. Wollte man von ihm jetzt etwas verlangen, das er nicht bereit war zu tun?
    3. Vom Ober-Strippenzieher Cartes hört man bisher überhaupt nichts zu diesem Fall. Vermutlich ist alles mit ihm abgesprochen und jeder bekommt nun endlich das, was ihm “zusteht”.
    Das arme und naive Volk schaut nur dumm zu wie immer und hat entweder keine Ahnung was hier abgeht, oder es ist ihm einfach egal. Solange das Geld für ein Asado und reichlich Bier vorhanden ist haben die Politiker eben Narrenfreiheit.

  2. Das lustige wird, wenn die Herren Freimaurer ihre NWO durchgesetzt haben ihre geraubten Gelder wertlos sind und ihr Land und firmenbesitz staatsbesitz ist. Wenn dann noch ihre Freimaurer pyramyde nicht die Weltregierung stellt sondern die kommunistische Partei Chinas wird es richtig lustig.

  3. Das Amigo-Karussel dreht sich kräftig. Die Protagonisten sind die gleichen. Einem Abdo würde wohl nicht im Traum einfallen, einen gewissensvollen Fachmann als Minister zu ernennen. Der Cartes hat in dieser Hinsicht zumindest nicht nur seinen engsten Amigos vertraut, sondern auch wie im Falle der Senavitat einer jungen Frau, Soledad Nunez, die GAR keine behördliche Erfahrung vorher hatte. Und sie hat ihren Job sehr gut gemacht.

  4. Das funktioniert in der Politik-sucia (dreckig) hierzulande nun mal so: Anstatt Knast bekommst einen anderen Job, dafür hat der Amigo, den das zu verdanken hast (und eh in dessen Auftrag gehandelt hast) bei dir einen Stein im Garten. Hier stecken alle tief im Sumpf, gesetzlich geschützt, es gilt noch bis 2023 das Beste vom Steuerzahler herauszuholen. Dann werdens alle von den Amigos des neuen Präsienten*in ersetzt und es kann von vorne los gehen.
    Hoch anzurechnen ist dem damaligen ANDE-Präsidenten, anstatt das paragauyansiche Volk waya Geheimverträge zu verkaufen, er gekündigt hat und nur dadurch alles aufgeflogen ist. Absolute Ausnahme. So nilpig die Stromverteilung under seiner Leitung auch war. Der wäre noch reicher und damit hatte wohl keiner seiner Amigos gerechnet. Aber hatten ja auch nichts zu befürchten. Alles tranqui im 300-Tage Sonnenschein, weiter Fressifressi aus dem Trögchen des Steuerzahlers. Im Schach kannst nach der Rochade auch nicht alle Figuren austauschen, höchstens woanders platzieren auf dem Brett.

    1. Was regen wir Europäer uns über die Machenschaften der Politer hier im Lande auf? Schauen wir nur mal nach Deutschland.
      Gesundheitsminister Span:bestellt Anfang der Pandemie tonnenweise Gesichtsmasken darunter auch FFP 2 Masken…diese bezahlt er nicht….jetzt werden die Bürger per Gesetz verpflichtet genau diese Masken die nicht Viren tauglich sind für teures Geld zu kaufen. Wie kann besagter Minister mehrere Millionen schwere Immobilien besitzen usw usw??? Und er ist bestimmt nicht der Einzige in dieser Regierung der Dreck am Stecken hat. Was passiert ihm? Nichts?
      Das es auf der ganzen Welt ein Verbrecherpack ist wissen wir doch alle.

      1. Da haben Sie vollkommen recht. Ich bin ganz Ihrer Meinung. Obwohl ich nicht dabei war bin ich ein großer Fan der Französischen Revolution, insbesondere der Guillotine.

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