Sie können es nicht lassen

Asunción: Trotz der konstanten Hinweise des Gesundheitsministeriums in Bezug auf den Kampf gegen Brutzonen für Moskitos die Dengue Fieber übertragen, schmeißt ein Großteil der Bevölkerung der Hauptstadt weiterhin seinen Hausmüll unbeirrt auf die Straße.

Die Straßen Juasy’y und Ybapuru des Stadtteils San Pablo sind mehr Müllkippe als Verkehrswege. Hier kann man bergeweise Müll sehen der bei Regen durch Gitter zurückgehalten wurde in den Abfluss zu fallen.

„Jedes Mal wenn es regnet sammelt sich der Müll hier. Es scheint als wenn sich alle Bewohner der Straße verabreden zur gleichen Zeit ihren Müll vor die Tür zu schmeißen. Die Stadtverwaltung kommt und nimmt den Müll später mit, manchmal am gleichen Tag noch und manchmal Tage später“, sagte Analía Benítez, Nachbarin der Zone.

Ein ähnlicher Schauplatz wiederholt sich nahe der Zentrale des Anti-Drogen Sekretariats (Senad) an den Straßen Ybapuru und Mencia de Sanabria.

Obwohl an Stellen die tief liegen und Sammelpunkt für Abflüsse sind, Warnschilder angebracht wurden, keinen Müll da abzuladen, hindert das die Leute nicht es wenige Meter davon entfernt zu tun während der Regen den Rest erledigt. Damit werden Brutstätten für Dengue Moskitos geschaffen, eine existierende Gefahr die jedoch keiner ernsthaft vermeiden will.

„Obwohl das Winterklima dabei behilflich ist, dass Mücken sich nur bedingt vermehren bedeutet  dass noch nicht den Tod jeder Larve. Außerdem suchen Moskitos wärmere Punkte um sich vor der Kälte zu schützen“, sagte Dr. Iván Allende, Direktor der Gesundheitsüberwachung.

(Wochenblatt / La Nación / Foto: La Nación)

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8 Kommentare zu “Sie können es nicht lassen

  1. Wie wäre es in den Supermärkten entsprechende Recycling-Container aufzustellen. Dann könnten die Menschen bei ihrer Fahr zu den Super gleich ihr gebrauchtes Glas, Metal, Karton etc. mitnehmen und dort gratis entsorgen. Mit den Rohstoffen könnte wiederum Geld verdient werden. So läuft das in Europa und beispielsweise in der Schweiz funktioniert das sehr gut.
    Wenn den Menschen in PY diese Recycling-Container NICHT zur Verfügung gestellt werden, dann gibt es auch keine Alternativen als den Müll wegzuwerfen.
    Meine Erfahrungen in PY sind, dass dort wo es sauber ist auch keine Müllberge entstehen. Dort wo die „Gehsteige“, „die drei Meter vom Grundstück zur Strasse“ bereits ungepflegt, verlassen und dreckig sind, genau dort wird der Müll abgeladen.
    Weiss jemand wie das Müll-System in Paraguay funktioniert? Wir der Hausmüll tatsächlich nur vergraben?
    Vor allem in den Städten, wo Menschen „konzentriert“ auf einander Leben sollte dieses Problem Hausmüll dringen angepackt werden!

    1. Hier in SanBer stehen überall Müllcontainer. Nein die werden nicht benutzt. Der Müll, wohlbemerkt in Größenordnungen, wie man sie nicht in der Hand trägt, wird 500 m vorm Container am Straßenrand entsorgt. Jeder Straßengraben wird zur Müllkippe. Man fühlt sich halt im Dreck wohl.
      Soll ich mich darüber aufregen?

  2. warum in einen Müllcontainer den Abfall werfen, da wo die Paraguayos gehen und stehen wird es fallen gelassen, ist doch viel einfacher, war ja immer so, der Regen wird`s schon wegspülen. Wenn nicht mit Ordnung und Sauberkeit in der Schule schon angefangen wird, wird es immer so weiter gehen. Was Paulchen nicht lernt, lernt Paule nimmer mehr.

  3. Hier auch in Villarrica die Baeche sind voll mit Dreck, und die Anwohner juckt es nicht, da hocken sie rum, und saufen ihrn Teheree, statt sich mal zu buecken und den Muell aufzuheben, da denken sie sich der wird schon weitergespuelt. hier faehrt die Muellabfuhr mittlerweile in jede ecke (aber es kostet auch), Muell verbrennen oder wegwerfen ist verboten!!! trotzdem machen es noch die meissten, aber man kann den nachbarn anzeigen, verdient man ein bisschen was, und der Nachbar zahlt ne strafe von ein paar hundert tausend guaranies, aber wir wissen ja blos nicht die nachbarn veraergern, des kommt zurueck! ;-)ich persoenlich nehm mein muell mit ins centrum und entsorge ihn an Muelleimern in der naehe von Laeden, stinkt zwar kurz im auto, aber was solls…

  4. Mich würde sehr interessieren was mit dem Müll geschieht der durch „die Müllabfuhr“ mitgenommen wird.
    Bei uns kommt sie 2x wöchentlich vorbei und nimmt die Plastiktüten mit. Das kostet 26.000 Gs.
    Wird der Müll schlussendlich auf einer Müllhalde landen? Wird der Müll verbrannt? Gibt es in Paraguay zumindest in der Nähe der Grossstädte eine Verbrennungsanlage mit Filter?
    Bei uns gibt es bei der Municipalidad (Gemeindehaus) vier Tonnen in welche Glas, Metal, Plastik und Karton geworfen werden kann. Wo stehen die entsprechenden Glas- und Metalschmelzen?

    1. Auf der Müllhalde wird durch eine Indiosippe alles aussortiert,Rest wird verbrannt und Erde drüber,fast wie in der Schweiz vor ein paar Jahren noch üblich.Ob hier dann auch Panik ausbricht wenn das Grundwasser verseucht ist??

  5. Danke für die Antworten. Mich würde noch sehr interessieren was mit dem Glas, Metal, Plastik und Karton geschieht, den ich bei der Municipalidad (Gemeindehaus) einwerfe.
    Wird das Glas eingeschmolzen und daraus wieder Glas hergestellt.
    Ebenso das Metall (jedes Metall hat einen anderen Schmelzpunkt, so kann das entsprechende Element abgeschöpft werden).
    Werden aus PET-Kunststoff Turnschuhe etc. pp. hergestellt?
    Was geschieht mit dem Plastiktüten. Es gibt verschiedenen Kuststoff: Duro-, Elasto- und Thermoplaste.
    So einfach ist das nicht Kunststoffe zu trennen, am besten man verbrennt diese, aber mit entsprechenden Filtern.
    Verwendet die hiesige Papierindustrie recyceltes Papier?

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