Sind nun alle verrückt geworden?

Paso Yobai: Sicherlich stehen die Feiertage im Mittelpunkt. Viele Häuser werden neu angestrichen, wenn auch nur an der Straßenseite, hinten liegt der Müll weiterhin. Das “Theater“ nimmt Formen an.

Entscheidend in Paraguay sind die Verwandten, alles andere zählt nur am Rande. Wenn diese beeindruckt werden, durch äußerliche Gegebenheiten, “läuft es rund“, innerliche Werte zählen wenig. Auto, Haus und auf den ersten Blick muss es “sauber sein“, erzielt Eindrücke.

Deswegen wird in dieser Woche intensiv Rasen gemäht und alles auf Vordermann im häuslichen Umfeld gebracht. Wenn die neue Klimaanlage auf der Straßenseite montiert wurde, dann ist “der Besitzer wohl wohlhabend“.

Wie dem auch sei, ab dem 6. Januar, kehrt wieder Ruhe ein, auch bei den Stadtverwaltungen. Das Geld wurde für Angestellte “verpulvert“, der Haushalt ist klamm, die Einwohner ernähren sich von Brot und Wasser. Sekt und Selters flossen an den Feiertagen genug, eine Diät wäre sowieso zwingend bei einigen Personen notwendig gewesen. Jeder 10. Einwohner leidet an Fettleibigkeit, so titelte die ABC Color aus Daten des Gesundheitsministeriums.

Wochenblatt / ABC Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

4 Kommentare zu “Sind nun alle verrückt geworden?

  1. Eine kleine „Abrechnung“ der Redaktion auf die Eigenheiten der Paraguayer.

    Ich sehe ja schon das Konsumverhalten der Deutschen (in Deutschland) in der Adventszeit eher kritisch – aber hier in Paraguay wird noch eine Schippe draufgelegt.

    Ich hatte letzten Freitag Weihnachtsfeier mit den Kollegen meiner Abteilung im MOPC. Das Essen bezahlt von den Chefs – immerhin knapp 55 Leute bei 3 Chefs.

    Neben daemlichen Karaoke gab es noch eine Tombola: So gut wie alle (bis auf 2 Leute merkwuerdigerweise) bekamen Preise. Ein typischer Weihnachtskorb mit alkoholischen Getraenken erhielten die meisten, einige sogar in einer schicken Conservadora (mir faellt grad das deutsche Wort dazu nicht ein). Und einer gewann einen 32-Zoll-Flachbildfernsehen(!) von Samsung, ein anderer ein Lautsprecher, ein andrer ein Galaxy Tab.
    Und ich dachte, Paraguay waere ein armes Land….?

    Auf meine Frage, wer diese Preise zur Verfuegung stellt, meinte ein Kollege, wohl irgendein Sponsor.
    Geschenke schoen und gut, aber bitte dann alle das Gleiche – was kleines aber feines. Und nicht ein Fernseher fuer einen – und fuer den anderen nichts.

    1. Wie waere es mit KUEHLHALTE-BOX?!?!? Paraguay ist nicht arm….bloss fliesst das Geld in die falschen Partei-Buch-Inhaber-Taschen. Ich hoffe du hast wenigstens auch ein „Irgendein-Sponsor-Geschenk“ bekommen. Schoene Weihnachten wuensche ich

Kommentar hinzufügen