Sinneswandel der Staatsanwaltschaft bringt Cartes in Bedrängnis

Asunción: Ein Paradebeispiel dafür, wie ein Wechsel eines Präsidenten die Justiz direkt beeinflusst, ist aktuell im Gange. Der Zacarías Irún Clan sowie Cartes geraten in Bedrängnis.

Auf der ersten Israelreise von Ex-Präsident Cartes plante man schon einen Teil des Zolls an der Freundschaftsbrücke in Ciudad del Este zu pachten, um ihn danach dem bereitwilligen Investor Simon Falic (rechts im Beitragsbild) zu überlassen, der darauf ein Hardrock Casino Hotel errichten wollte. Zusammen mit Geldwäschespezialist Darío Messer reiste Cartes nach Jerusalem.

Um an das 11 Hektar Grundstück des Zolls zu kommen, wurde zuerst eine Resolution auf städtischer Ebene veröffentlicht, in der das Gebiet zur kommerziellen Zone erklärt wurde. Dieses Dokument stand vollkommen dem gegenüber, was der Zoll und die Hafenbehörde ANNP mit ihren Grundstücken dürfen.

Präsident Cartes, der den Plan mit dem Zacarías Irún Clan und Handelsminister Gustavo Leite auf paraguayischer Seite umsetzte, erließ zwei Dekrete, die eine Ausschreibung für die Nutzung des 11 Hektar Grundstücks vorsahen. Auch der Leiter der Glücksspielbehörde agierte zu deren Gunsten.

Wie in Paraguay üblich, wird erst alles besprochen und vorbereitet, damit bei Beginn einer Ausschreibung dank der Voraussetzungen kein weiterer Mitbieter gewinnen kann.

Um das Kronjuwel von Ciudad del Este dem israelischen Investor zu überlassen, wäre sicherlich eine schöne Kommission zustande gekommen. Dank der Presse kam der Plan frühzeitig in die Medien. Auch die nicht umsetzbare Wiederwahl von Cartes ist ein Grund, warum das Projekt nicht umgesetzt werden kann.

Die im vergangenen Jahr gestellte Anzeige gegen die Machenschaften, schlief rund ein Jahr bei der Staatsanwaltschaft, da Staatsanwältin Analía Rodríguez, Ehefrau eines Angestellten im Rathaus der Stadt, wo Zacarías Irún’s Frau Sandra McLeod Bürgermeisterin ist, den Fall für unwichtig einstufte. Jetzt wurde auf Druck der Hafenbehörde ANNP die Untersuchung reaktiviert, womit bei ausreichenden Fakten, die in der Tat vorhanden sind, Anklage erhoben werden muss.

Staatsanwalt Andrés Arriola, bis vor kurzem noch in Filadelfia im Einsatz, bat um die erneute Untersuchung in dem Fall. Richterin Alba Meza gab ihm grünes Licht. Damit geraten nicht nur hochrangige Mitglieder der Vorgängerregierung ins Visier von Ermittlungen, sondern auch der israelische Investor

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Sinneswandel der Staatsanwaltschaft bringt Cartes in Bedrängnis

  1. Als Deutscher der schon lange in Paraguay lebt, fragt man sich immer öfter und dringlicher: Wo sind die Zustände schlimmer und unerträglicher – in Deutschland oder in Paraguay? Die Antwort ist nicht ganz leicht zu beantworten und bereitet einem aufrechten Deutschen wirklich große Schmerzen.

  2. Wenn ich das Konterfei dieser Mafiabraut Sandra McLeod de Zacarias sehe koennte ich kotzen. So viel Dreck hat die am Stecken, das kann man gar nicht aufzaehlen. Aber wenn Häuptling Cartes was will, muss man gehorchen.
    Der Fall wird wohl schnell ad acta gelegt, da die Beteiligten Herren zu viel Macht, Einfluss und Geld besitzen.

  3. Es ist zwar gut, dass man jetzt den ——backen an den Kragen geht, es ist aber bedauerlich, dass es offensichtlich keine unabhängige Justiz gibt die das Recht vertritt, sondern dieses im Interesse der politischen Machthaber beugt.

  4. Der Fall wird wohl schnell ad acta gelegt, da die Beteiligten Herren zu viel Macht, Einfluss und Geld besitzen.
    Oh ja soll man sich nicht sicher sein, jedes Schwein wird mal geschlachtet früher oder später!
    Cartes hat die Schlacht verloren.Er hat keine Immunität, er ist im In und Ausland zum Abschuss frei gegeben zusammen mit einigen anderen.Angriffs Punkte gibt es genug, Leute die ihre Position sich wollen beim den neuen Amt auch!
    Was hier abgeht ist Kasperkopf schießen,die Köpfe werden rollen.Bis die Cartesriege entmachtet ist oder klein bei gegeben hat

  5. Achim Dicke und Eva Schlitten

    Reply

    So hat Herr Cartes wenigstens nicht fünf Jahre lang für ein symbolisches Monatsgehalt von einem Dollar gearbeitet. Wer hätte das gedacht.

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