Sorge über “virtuelle“ Verschwörung gegen Cartes

Polizeikommandant William Giménez, Leiter für Sicherheit und Ordnung im Departement Caaguazú, sagte, es braue sich eine Verschwörung gegen Cartes zusammen aufgrund diverser Konflikte zwischen landlosen Bauern und Ordnungshütern in San Miguel bei Pira Vera, im Grenzgebiet zwischen Canindeyú und Caaguazú. Hunderte Familien hätten sich dort niedergelassen.

In der dortigen Zone kommt es zu ständigen Beschwerden von Umweltorganisationen über eine massive Abholzung und Ausbeutung eines Naturschutzgebietes. Giménez erklärte, Beamte der Nationalpolizei wollten die Bauern vertreiben, sie seien aber auf bewaffnete Siedler gestoßen die total radikalisiert regiert hätten. In der erhitzten Atmosphäre hätten die Beamten den Rückzug angetreten.

„San Miguel ist eine kleine Siedlung und liegt gegenüber Marina Cué, dort wo 2012 das Massaker zwischen Polizisten und Bauern stattfand. Diese Menschen in der dortigen Region werden durch externe politische Faktoren angetrieben. Berichte aus dem Innenministerium zeigen, dass die einzige Absicht dieser Eindringlinge eine Destabilisierung der Regierung ist und sich so Gründe für eine Amtsenthebung von Cartes ergeben“, sagte Giménez unverblümt. Er fügte an, die Polizei sei weder gefährdet oder anfällig für die Situation. „Wir analysieren das Geschehen und arbeiten sensibel, bei der strategischen Planung werden viele Informationen verarbeitet, dabei vermeiden wir unangenehme Tatsachen, die unsere Demokratie beschädigen könnten“, sagte der Polizeikommandant.

Im Augenblick werden in Pira Vera permanente LKW Kontrollen durchgeführt um eine weitere Abholzung zu verhindern, damit könnte eine Zwangsräumung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zügiger erfolgen.

Quelle: Oviedo Press