„Soziale Explosion“ durch Iturbe befürchtet

Nicht nur im Raum Iturbe, Departement Guairá, sondern auch im weiteren Umkreis befürchten Behörden eine soziale Explosion, verursacht durch die Schließung der Zuckerfabrik Iturbe und die dadurch ausgelösten finanziellen und rechtlichen Probleme.

Ingenieur Carlos Ayala, vom Landwirtschaftssekretariat Guairá, warnte, dass die negativen Bedingungen im Zuckerrohrsektor Anzeichen aufzeigen würden, die zu einer sozialen Eskalation führen könnten. „Derzeit sind die Bedingungen an einer Stelle angelangt, die reif für eine soziale Explosion sind, der Mangel an Geld deckt die Bedürfnisse der Menschen nicht mehr“, sagte Ayala.

Er betonte, die Menschen im Raum Iturbe könnten keine Basisdienstleistungen mehr bezahlen, wie beispielweise bei der Wasserversorgung. „Außerdem gibt es eine beeindruckende Zahl von Leuten, die von der Stromversorgung der ANDE abgeschnitten wurden, weil sie ihre Rechnung nicht bezahlen konnten“ sagte Ayala.

Die Zuckerrohrfabrik ist stillgelegt und ein Großteil der Schulden befinden sich in einem rechtlichen Labyrinth nach einer Treuhandvereinbarung die nicht erfüllt wurde. Die Regierung subventionierte 15.000 Millionen Guaranies für Schuldenzahlungen an Arbeiter und Transporteure sowie Unternehmer im Umfeld der Fabrik.

Ayala fügte an, die Stadt Iturbe hätte immer ein gutes Einkommen generiert und eine sichere Zukunft gehabt, aber der derzeitige Mangel an Arbeit sei eine schwierige Situation. „Heute noch wird versichert, dass es weiter geht, aber die Zukunft ist immer noch ungewiss“, sagte er und erinnerte daran, dass viele Bauern in der Gegend Kredite laufen hätten, aber nicht in der Lage seien ihren Verpflichtungen nachzukommen. „Der Sommer wird einer der härtesten in der Geschichte Iturbes und in den angrenzenden Zonen, aus Mangel an Arbeit und Geld“.

Francisco Acosta, eine Zuckerrohrlandwirt aus Iturbe, sagte, es sei eine Stille in den Ort eingekehrt, weil die Ressourcen nicht verarbeitet werden können damit ein Überleben unmöglich wäre, Dienstleistungen für Wasser und Strom würden schon gar nicht mehr bezahlt. Auch ein Ausweichen auf die andere Fabrik Tebicuary sei nicht möglich, aufgrund niedriger Preise und der ausgehandelten Zuckerquoten mit anderen Lieferanten, die Bauern in Iturbe hätten keine Verträge mit diesem Unternehmen abgeschlossen sondern sich auf Iturbe konzentriert.

Quelle: Ultima Hora

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