Staatsanwältin wegen Erpressung angeklagt

Asunción: Patricia Marcela Filippi Sarubbi, Staatsanwältin der Hauptstadt wurde heute von ihrem Kollege Luis Piñánez wegen Erpressung angeklagt, weil sie bei einem Fall aus dem vergangenem Jahr die Täter im Tausch für Geld und einen Geländewagen Freiheit versprach.

Im Juni 2012 raubte eine Gruppe von Dieben Wertgegenstände aus einem Fahrzeug im Stadtteil Tacumbú. Diese Tat wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet, weswegen die Täter schnell identifiziert werden konnten.

Marcela Filippi wurde mit den Ermittlungen des Falles betraut und klagte Emilio Aguilera und José Miguel Escobar wegen der Tat an. Was danach kam war jedoch nicht gesetzestreu. José Escobar denunzierte im Verlauf der Untersuchungen die Staatsanwältin, weil sie von ihm die Summe von 15 Millionen Guaranies sowie die Überschreibung seines Geländewagens auf ihren Name forderte, um ihm Freiheit zu gewähren.

Der Staatsanwalt Luis Piñanez wurde designiert um dieser Anzeige auf den Grund zu gehen und Beweise zu finden, was darin endete, dass sie u.a. wegen Erpressung angeklagt wurde.

Marcela Filippi wurde mit alternativen Maßnahmen zum Gefängnis verurteilt. Sie muss sich einmal monatlich bei Gericht melden, darf das Land nicht verlassen und darf keinen Kontakt zu den Klägern aufnehmen. Außerdem musste sie eine Kaution von 40 Millionen Guaranies hinterlegen, um nicht hinter Gittern zu landen.

(Wochenblatt / Abc)

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