Staatsanwaltschaft soll helfen, Verkehrsunfälle zu reduzieren

Asunción: Angesichts der Zunahme von Verkehrsunfällen, insbesondere bei Kindern auf Motorrädern, bittet der Leiter des Trauma-Krankenhauses die Staatsanwaltschaft um Hilfe an, damit Maßnahmen in die Wege geleitet werden, die zur Reduzierung der Zahl beitragen.

Dr. Agustín Saldívar, Direktor des Traumakrankenhauses, erwähnte, dass die Zahlen für Verkehrsunfälle im Jahr 2021 weiterhin hoch seien und insbesondere an Wochenenden zunehmen.

„Wir verwandeln die Operationssäle in Intensivbetten, weil am Freitag, Samstag und Sonntag die meisten Menschen eingeliefert werden. Verkehrsunfälle und Verletzungen bei Auseinandersetzungen stehen ganz oben auf der Liste“, sagte er in Kommunikation mit dem Radio Monumental.

Saldivar gab an, dass sie letzte Woche 5.000 Patienten behandelt haben. Verkehrsunfälle, vor allem mit Motorrädern, stehen ganz oben auf der Liste. Dabei sind auch Minderjährige. „Die Minderjährigen fahren sogar selbst mit den Motorrädern, um Einkäufe oder andere Dinge für die Eltern zu erledigen“, beklagte er sich.

Gleichzeitig wies Saldivar darauf hin, dass viele der Patienten, die in das Trauma-Krankenhaus eingeliefert worden seien, positiv auf das Coronavirus getestet werden, eine weitere besorgniserregende Tatsache, da sie kein Referenzzentrum für Covid-19–Fälle seien.

Angesichts des Panoramas wandte sich der Arzt an die Staatsanwaltschaft. „Ich rufe die Staatsanwaltschaft in Großbuchstaben an, um uns zu helfen, weil wir sehen, dass Kinder auf Motorrädern mitgenommen werden und Opfer schwerer Unfälle sind. Das Gesetz verbietet es bei Kindern unter 12 Jahren“, sagte er.

Saldivar erklärte weiter, dass im vergangenen Jahr 13.195 Patienten aufgrund von Verkehrsunfällen im Trauma-Krankenhaus behandelt wurden, von denen mindestens 9.944 Verletzte mit Motorrädern unterwegs waren.

Wochenblatt / Hoy

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3 Kommentare zu “Staatsanwaltschaft soll helfen, Verkehrsunfälle zu reduzieren

  1. Tja, so ist das, die fahren zu fünft (oder auch nur zu dritt, Papa, Mama und Kleinkind) an der Polizei vorbei und die Polizei tut nichts (Nationalpolizei). Stehen weiterhin da im Patroullera-Fahrzeug und spielen mit dem Handy. Vermutlich darf nur die Caminera Kontrollen machen. So richtig Kontrolle mit Leuchtbeuen 500 Meter vor der Kontrolle, noch genug Zeit um abzubiegen, fünf Minuten später bildet sich ein Kilometer vor der Kontrolle eine Schlange und alle warten bis die Kontrolle vorüber ist und dies auch nur auf den Routas, da weiß auch jeder wie er mit Kleinkind aufm Lenker zum nächsten Super kommt, ohne die Routa zu befahren. In Kindergartenpolizeijustizistan möchte ich auch nicht Arzt sein. Nichts wird sich ändern, was sollens denn die armen Paragauyaner, haben halt nur ein Moto, müssen zum Einkaufen fahren und können das Kleinkind ja nicht alleine zuhause lassen, falls Kontrolle genügt es mit dem Zweidollarschein zu wedeln.

  2. Das ist wieder ein Fall von „typisch paraguayischer Logik“! Die Straßenverkehrsgesetze sehen schon seit Jahren vor, daß u.a. nur zwei Personen auf einem Motorrad sitzen dürfen und diese einen Helm zu tragen haben. Nur leider werden die Gesetze höchstens spontan überwacht und nicht konsequente geahndet. Das wissen die Motorradfahrer und betrachten daher bestehende Gesetze eher als eine Art russisches Roulet. Meistens gehen Übertretungen gut, selten mal daneben. Man benötigt nicht eine Hilferuf an den Staatsanwalt um Gesetze durch zu setzen, sondern man müßte die Polizei endlich mal auf Vordermann bringen und bestrafen, wenn sie die Gesetze nicht durchsetzen. Aber wie schon lange erkannt, die Logik in Paraguay ist eine andere, die ein halbwegs normal gebildeter Mensch beim besten Willen nicht nachvollziehen kann. So kann das niemals was werden!

  3. Warum sollte die Polizei die Motofahrer kontrollieren?
    Bei denen ist nicht viel zu holen.
    Um den Betrag zu erhalten, den man bei einem Autofahrer abzocken kann, muß man sicherlich 10 Motofahrer anhalten.
    Das lohnt sich einfach nicht.

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