Staatsapparat wuchs in 10 Jahren um 105.000 Angestellte

Asunción: Der Ex Präsident Nicanor Duarte Frutos brachte in seinen fünf Jahren Amtszeit ganze 51.000 Angestellte im Staatsdienst unter während sein Nachfolger Fernando Lugo es auf immerhin 50.000 brachte. Damit wuchs neben dem Personalstamm, der bestimmt wachsen musste, auch das Problem was jedes Jahr ab September auf das Finanzministerium wartet, der Jahreshaushalt. Der aktuelle Präsident Federico Franco brachte 2.700 weitere Personen in einem Jahr unter. Zwischen 2003 und 2008 wurden nur sieben Auswahlverfahren für die vergebenen Arbeitsstellen einberufen während es danach ganze 23.000 wurden.

Diese Zahlen gab gestern der Minister des Sekretariats für Planung, Richard Kent, bei einem Radiointerview bekannt. Die Anzahl die unter Lugo entsandt wurde von Kents Vorgängerin, Nuria Isnardi, bestätigt.

Dies zeigt jedoch auch, dass nach Duarte Frutos rund 30.000 Arbeitsplätze ohne Mindestanforderungen vergeben wurden, entweder für die Familienangehörigen oder den Freundeskreis. Die Modalitäten der Institutionen haben schreiben diese Auswahlverfahren nicht zwingend vor und erhalten auch keine Anpassung, weswegen auch weiterhin so verfahren werden wird.

(Wochenblatt / La Nación)

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3 Kommentare zu “Staatsapparat wuchs in 10 Jahren um 105.000 Angestellte

  1. Bei einer Einwohnerzahl von ca 6.000.000 Menschen, haben somit ca je 57 Einwohner einen Angestellten im Staatsdienst – und das ohne Berücksichtigung derer, die es schon vor Frutos, Lugo und Fanco waren. Das heißt im Umkehrschluss, dass ein einziger Angestellter für sage und schreibe 57 Einwohner verantwortlich ist. Na, wenn DAS kein Stress ist, was dann?? :-)))))))

  2. Mit seiner Berufslehre in der Kirche hat ex-Präsident Lugo nach bestem Gewissen gehandelt. Diese ist ja auch stets bemüht möglichst viele Schäfchen anzuhäufen. Womit nun endlich geklärt wäre womit ex-Präsident Lugo seine wertvolle Zeit verbracht hat (ausser Kinder während seiner Zeit als Bishop zu zeugen). Ein grossartiger Mann!
    Mal sehen wie es in Venezuela auschauen wird. Nach dem der Herr Oberst vom Männerverein endlich abgedankt ist (Ein grossartiger Mann!), wird ein ex-Buschauffeur das Geschick seines Landes sicher gut lenken. Ein grossartiger Mann!
    Für Paraguay wäre ich zuversichtlich. Ein unternehmerisch denkender Mann ist nun Präsident. Der sollte eigentlich gewinnorientiert und straff führen. Ein grossartiger Mann!
    Aber ich habe extra „wäre“ in der Möglichkeitsform geschrieben, da die Colorados der gleiche korrupte Sauhaufen wie eh und jeh ist. Grossartige Männer und Frauen!
    Es ist eben in Südamerika das Gleiche wie überall auf der Welt: der Wähler darf sich für eine Auswahl an grossartigen Männer und Frauen entscheiden: entweder bekommt die Nonsensstelle der infantile kleinkarierte Onkel oder die geistig konfuse Tante, also einer von beiden lenkt dann das Geschick des Landes. Und das natürlich mit allen Staatsehren bei Abgang, erst noch straffrei und Taschen gefüllt, so dass es für drei warme Mahlzeiten pro Tag reichen sollte. Gar nicht zu sprechen von den Honoraren nach der Zeit als Staatsoberhaupt.
    Übringens: Herr Helmut Kohl hat keine illegalen Spendengelder angenommen. Und falls doch, will er bis heute nicht offenlegen, von wem. Ein grossartiger Mann, wie der ganze Haufen seiner Berufsgattung!

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