Städte haben grünes Licht zum Kontrollieren

Carapeguá: Die Städte haben das Recht Fahrzeugkontrollen durchzuführen, da das gesetz auf ihrer Seite ist. Nach dem Gesetz 3.966/10 was das ITV Gesetz aushebelt sind die Kommunen die einzigen, die Fahrzeugkontrollen durchführen können wovon ganz besonders San Lorenzo und Carapeguá profitieren, da diese Städte einen Vertrag mit Yhaguy geschlossen haben. Dieses Privatunternehmen ist zwar nicht von der Dinatran anerkannt kann jedoch lokal die Überprüfungen durchführen. Ähnlich wie Asunción einen Vertrag mit Ivesur hat versuchen auch San Lorenzo und Carapeguá ihre Unabhängigkeit.

Wie der Abgeordnete Oscar Tuma kürzlich feststellte braucht es kein eingestelltes Gesetz da dies schon passiert ist. Artikle 12 des Gesetzes N° 3.966 beschreibt den Aufgabenbereich der Städte: „Regulierung und Prüfung der Fahrzeuge in Bezug auf die Fahrsicherheit und Kontamination“.

Artikel 283 des Gesetzes sagt außerdem: „Einzustellen sind alle Gesetze die dieser Norm entgegensprechen“. Tuma sagte das durch das Inkrafttreten des Städtegesetzes 3.966 automatisch das vorhergehende und widersprechende Gesetz 3.850 eingestellt wurde.

Milber Ruiz, Geschäftsführer von Yhaguy, versichert, dass die Fahrzeugkontrolle samt Schreiben im ganzen Land gültig sei und er mit der Stadt San Lorenzo sowie mit Carapeguá eine Übereinkunft unterzeichnet hat.

Wenn das Abgeordnetenhaus die Resolution der Senatoren vom vergangenen Donnerstag billigt ändert das auch nichts am Vertrag der Städte mit Yhaguy. Demnach zukünftige ITV Pflicht für die Einwohner von San Lorenzo und Carapeguá.

Die Firma ITV hat seit 2008 einen Vertrag mit der Stadt Asunción, welcher noch bis 2018 gültig ist. Die ausgestellten Dokumente ab dem Fahrzeugalter von 12 Monaten und einem Tag sind für jeweils ein Jahr gültig.

Die Entscheidung der Senatoren sorgt für umgehenden Kundenmangel in den ITV Prüfzentren. Die Dinatran wie auch die Straßenpolizei ließen über ihre Sprecher verlautbaren, dass sich sie keineswegs den Entscheidungen der Parlamentarier widersetzen werden.

(Wochenblatt / Abc)

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11 Kommentare zu “Städte haben grünes Licht zum Kontrollieren

  1. Das heisst: Von wo die Steuermarke stammt oder wo der Besitzer tatsächlich wohnt? Wie will das kontrollier werden?? Ein Witz.

      1. Dass jetzt die Steuermarke anderswo gelöst wird, werden diese Gemeinden merken. Es werden ihnen etliche Millionen Gs. flöten gehen, was wieder zu weiteren unbedachten Handlungen führen wird. Entweder wird die Anmeldepflicht in den Gemeinden obligatorisch und somit der Besitz eines Autos kontrollierbar, oder die ITV wird landesweit gleichgestellt. Alles Andere kann nicht funktionieren. Das gleiche ist mit den Wahlen der Bürgermeister. Gemäss Ley Electoral 653/95 dürften auch nur die Bewohner der Gemeinde wählen. Doch die Kandidaten bezahlen Leute von überall her, dass sie ihre stimme für ihn geben. In sehr vielen „Dingen“ steckt PY noch in den Kinderschuhen.

        1. Hallo Mike,
          Du hast vollkommen Recht, wenn Du schreibst „In sehr vielen “Dingen” steckt PY noch in den Kinderschuhen“.
          Das sollte jedem klar sein. Das ist doch aber auch der Grund, warum wir uns Paraguay ausgesucht haben und wird hoffentlich noch lange so bleiben!
          Gruss, Miha

    1. Die Bewohner dieser Städte werden wenn sie im Besitz eine Austos, Motos etc. sind verpflichtet eine Art Stadt ITV zu machen. Aber nur die Bewohner.

  2. vielen Dank Herr Päßler für die intensive Information über das ITV-Desaster. Ohne Ihre Mühe wäre einem noch weniger wohl beim Auto fahren. Die hier beschriebene Situation, dass viele Autobesitzer ihre Autos in Nachbarstädten anmelden, hat Asuncion bereits schmerzlich zu spüren bekommen. Nun haben sie San Lorenzo auch auf ihre Seite ziehen können und die „Völkerwanderung wird sich jetzt in andere Städte der Umgebung ergießen. Allen betroffenen Städten wünsche ich ein finanzielles Desaster.
    Würde der ITV für mehr Verkehrssicherheit sorgen, dann machte er einen Sinn. Da man sich für ein geringeres Entgelt die Plakette auch kaufen kann und die Zahl der durch technische Mängel verursachten Unfälle verschwindend gering ist, ist klar, dass es sich nur um Abzocke und den Versuch handelt die Chile-Autos von den Straßen zu verbannen. In wessen Interesse auch das liegt, braucht man sicher nicht vertieft zu diskutieren.

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