Steife Statistiken vermengt mit Ironie

Asunción: Bei einer internen Umfrage der Colorado Partei auf den Fluren des Abgeordnetenhauses wurde zweifelsfrei festgestellt, dass Óscar Tuma ein beliebter Kandidat für den Posten des Bürgermeisters von Asunción in zwei Jahren ist. Knapp hinter ihm positionierte sich der derzeitige Bürgermeister Arnaldo Samaniego, was bestimmt durch seine beispielhafte Führung zustande kam, während Platz Drei von Víctor Bogado belegt wird. Senatspräsident Julio César Velázquez, der auch Wille hätte diesen Posten zu bekleiden, wurde leider nicht bei der Auswahl berücksichtigt.

Das Umfrageergebnis aus der größten Partei unter den Wahlberechtigten Einwohnern der Hauptstadt registrierte 42 % für Óscar Tuma während Arnaldo Samaniego mit 34,5 % nur knapp hinter ihm bleibt. Víctor Bogado macht seinem Vornamen keine Ehre und belegt abgeschlagen mit 14,3 % nur den dritten Platz. Währenddessen gab es 9,2 % die für keinen der drei Kandidaten stimmte.

Tuma selber erklärte, „dass es noch zu früh sein über eine Kandidatur zu sprechen. Es gibt viele Leute die denken sie können Politik vom Schreibtisch aus machen aber nur wer mit den Leuten ist kann auch gewinnen. Umfragen können trügerisch sein jedoch erfahre ich nur gutes wenn ich durch die Straßen gehe“.

(Wochenblatt / Hoy)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

3 Kommentare zu “Steife Statistiken vermengt mit Ironie

  1. „……derzeitige Bürgermeister Arnaldo Samaniego, was bestimmt durch seine beispielhafte Führung zustande……“

    Die Frage ist nur, wer befragt wurde. Aber vielleicht ist es als Witz aufzufassen. Es gibt doch keinen größeren Versager als Bürgermeister wie den Bruder der Schirmhalterin vom Präsidenten, oder doch nicht. Ich muss in mir gehen und reflexionieren.

    Nun gut, er hat auch seine Sonnenseiten. Immerhin hat er viele Straßen asphaltiert. Zwar nur mit der Hälfte der abgerechneten Dicke des Asphalts, aber immerhin hat er nicht alles in die eigenen Tasche gesteckt sondern nur 50%. Ein Fortschritt. Auch sollen in Zukunft die Löcher in den Straßen Asuncions, die im Gegensatz zu den Finanzen immer mehr werden, nachts mit Asphalt gefüllt werden. Hoffen wir nur, nicht nur bis zur Hälfte.

    Außerdem hat er viele Angestellte der Municipalidad wieder eingestellt, die vorher mit mehreren Jahresgehältern Abfindung ausgeschieden sind. Es war dies ein Programm um die Überpoblation der städtischen Arbeiter zu vermindern. Auch dies hat zu seiner Popularität beigetragen, zumindest bei denen die wieder mit fetten Gehältern erneut engagiert wurden. Einigen wurden sogar die früheren Jahre wieder angerechnet. Ja er ist ein guter Bürgermeister, zumindest für einige.

    Auch haben die Straßenkehrer letzte Woche ein paar neue Besen bekommen und es wurde sogar 1 Müllauto repariert. Jetzt laufen wieder 9 Müllautos auf den Straßen und nur noch 16 sind nicht einsatzfähig. Also auch hier sieht man Fortschritte.

    Nun ist er auch noch den Parkplatzwächtern und Tagedieben zu Hilfe gekommen, indem er das bisherige Parksystem in der Innenstadt weiter aufrecht erhalten will und gegen einen Beschluss des Stadtrates die Parkplätze freizugeben, um diesen Banditen das Handwerk zu legen, gestimmt hat.

    Ja, er ist ein guter Bürgermeister und deshalb so beliebt. Wir Ignoranten wissen es nur nicht!

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.