Steuererhöhungen kategorisch ausgeschlossen

Asunción: Obwohl es an allen Ecken und Enden fehlt und Kredite sowie die Staatsverschuldung übernatürlich zunehmen, schließt man weiterhin Steuererhöhungen aus.

Der Agrar- und der Tabaksektor, die beiden die trotz Pandemie keine Einbußen spüren oder zu spüren bekommen, sind entweder unterbesteuert oder gar davon befreit.

„Heute haben ich mit dem Staatspräsident und dem Finanzminister gesprochen und wir sind sicher, dass es von Regierungsseite keinen Impuls für neue Steuern oder Steuererhöhungen geben wird. Ich garantiere Euch, dass wir so etwas nicht unterstützen werden“, sagte Óscar Orue, Vizeminister für Steuern.

Umso mehr verwundert es nicht, dass der Vizeminister des Steuersekretariats mit dem Cartes-Kanal GEN spricht und da kategorisch Steuererhöhungen, ganz egal in welchem Bereich, ausschließt, nachdem die Frente Guasu eine intensivere Besteuerung von Tabakprodukten forderte. Cartes, als Ex-Staatschef, lässt seine Sprecher aus den Ämtern der Linken mitteilen, dass sie mit ihren Forderungen keinen Erfolg haben werden. Abdo ist für Cartes weiterhin ein guter Verbündeter.

Wochenblatt / Hoy

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3 Kommentare zu “Steuererhöhungen kategorisch ausgeschlossen

  1. Zum steuern zahlen ist ja auch die mittel und unterschicht da. In kolumbien hat der dortige presidente gerade so eine tolle idee gehabt. Auch dort das selbe. Einfach loslaufen weil ein paar anrufe kommen von who und co. Jetzt fehlen die einnnahmen und es fliegt ihnen doch langsam auf den kopf.

  2. Die Sektoren die in der Tat zu besteuern gehen ist der Agrarsektor, die Viehzucht und die Luxusdienstleistungen (alles was zum angenehmeren Leben beitraegt aber nicht wirklich notwendig ist). Zudem die Hochverdienenden sind weit mehr zu besteuern.
    Die Kolonie Friesland hat dieses Jahr die groesste Soyaernte aller Zeiten eingefahren gekoppelt mit den hoechsten Preisen ihrer Zeitgeschichte.
    Ansonsten sollen etwa 33% aller Angestellten der Autobauindustrie bald ihren Arbeitsplatzt verlieren – aeh, versteht sich in Deutschland (ich meinte nicht im Autobauerland Paraguay). Und die Autobauer sind die was es in Deutschland “g’schafft haben” im Leben. Wer sich in der Autobranche unterbringen konnte, hatte es im Leben geschafft.
    https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/verkehrswende-so-viele-jobs-gef%C3%A4hrdet-die-e-mobilit%C3%A4t-in-der-autoindustrie/ar-BB1gqWTv?ocid=msedgntp
    “Die deutsche Autoindustrie steckt in einem Dilemma: Sie muss weg von Diesel und Benzin, dem Klima zuliebe. Und gleichzeitig steckt im verpönten Verbrennungsmotor nicht nur ein Großteil ihres Know-hows, sondern auch die meisten ihrer Beschäftigten sind auf die Herstellung von Benzin- und Diesel-Autos spezialisiert. Das Münchner Ifo-Institut hat nun im Auftrag des Verbands der Automobilindustrie (VDA) untersucht, wie sich die Umstellung auf Elektromobilität auf die Beschäftigung in Deutschland auswirkt. Das Ergebnis: Ein Drittel der Jobs in der Branche steht schon bald “zur Disposition”.”
    Schon 1540 gab es extreme Duerren wie sogar Luther in seinen Predigten erwaehnte. Daher soll man etwas vorsichtig sein die Wetterphaenomene dem Diesel oder Benzin zuzuschreiben.
    https://www.sonntagsblatt.de/artikel/kultur/klimakatastrophe-1540-hitze-und-hexen
    “Doch die “Jahrhundertsommer” der Neuzeit sind nichts gegen das Dürrekatastrophenjahr 1540, das zur Zeit Martin Luthers in Wittenberg mehrere Menschen das Leben kostete. Dies allerdings durch künstlich erzeugte Hitze.
    Der Maler Lucas Cranach der Jüngere als Bildberichterstatter: Sein Holzschnitt der im Hitzesommer 1540 hingerichteten Wittenberger “Hexen” nennt die Namen der Opfer nicht. Sie hießen den Gerichtsakten zufolge Prista Frühbottin, Dictus, Sohn von Prista Frühbottin, sowie Clemen Ziesigk (Zeisig) und Caspar Schiele, beide Knechte und Abdeckergehilfen. Der ebenfalls verdächtigte Wittenberger Scharfrichter Magnus Fischer wurde nach seiner Flucht in der Grafschaft Mansfeld ergriffen und in Eisleben auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
    ein katastrophales Hitzejahr in der Reformationszeit: den Dürresommer 1540, die größte Dürre der letzten 700 Jahre in Europa. Klimaforscher der Universität Bern haben über 300 Wetterchroniken aus ganz Europa durchforstet und so die Belege einer gewaltigen Naturkatastrophe zusammengetragen. Und sie warnen, dass sich ein vergleichbares Ereignis wiederholen könnte.
    Im Sommer 1540 “wart ouch der Rin so klein, dasz man uff dem grien oder boden usz der kleinnen stat … zur halben brucken trocken gon mocht”, heißt es aus Basel am Rhein. Bäche waren längst ausgetrocknet. Und selbst Elbe, Donau oder Seine konnte man vielerorts trockenen Fußes durchqueren. Vielerorts wurde das Trinkwasser knapp, Brunnen und Quellen fielen trocken. Die Folge: “Vil Vieh crepierte auch an etlichen Orthen … des Wassers halben; es giengen auch die Wälder von allzugrosser Hitz an, und verbrannten von Thann bis in Lothringen vil hundert Juchert Wäldt”.

    An den Bäumen wurden schon im Frühsommer die Blätter gelb. Die Ernte verdorrte. An vielen Mühlen standen die Mühlräder still. Die Mehl- und Brotpreise explodierten. Die Armen hungerten. Die Menschen tranken verunreinigtes Wasser, Tausende erkrankten an der Ruhr.

    Dann kam das Feuer. Unzählige Wald- und Weidebrände legten in ganz Europa Rauchschlieren vor eine blassrote Sonne. In den Städten genügte ein Funke zur Katastrophe – wie in Einbeck, jener Stadt am Harzrand, deren Bier Martin Luther so schätzte. Die Stadt brannte am 26. Juli komplett ab. Und ihre Bewohner suchten Sündenböcke. Als “Mord-Brenner” gelyncht wurden Menschen aus der Unterschicht, die man unter der Folter zu Geständnissen gezwungen hatte.
    Martin Luthers Hexenwahn
    Die Menschen in ganz Europa hatten den Eindruck, von einer biblischen Plage heimgesucht zu werden. Die Dürre brachte Tod und Elend. Soziale Spannungen waren die Folge. Todesopfer forderte die Klimakatastrophe auch in der Heimatstadt des Reformators Martin Luther, in Wittenberg.

    Die 50-jährige Prista Frühbottin (nach anderen Quellen Prista Frühbrot) war ein perfekter Sündenbock. Die unter den damaligen Verhältnissen alte Frau gehörte zur untersten Unterschicht. Sie war mit dem Wittenberger Scharfrichter befreundet. Und als Abdeckergehilfen profitierten Prista und ihre Söhne vom Tod des verreckenden Viehs.

    Der Rat der Stadt – Bürgermeister war der Maler und Lutherfreund Lucas Cranach – beschuldigte Prista und ihren Sohn Dictus der Weidevergiftung durch Zauberei. Augenzeuge Lucas Cranach d. J. hat in einem Holzstich die Anklage festgehalten:

    “das Weib /welches mit dem Teufel gebulet / mit jm zugehalten / etliche jar/ Zauberey getrieben / Wetter gemacht / vnd auffgehalten / vnd zu mercklichen vieler armer Leut schaden vergifft Pulver gemacht / auch dasselbige andere zumachen geleret/ damit allerley Viehweide / durch sie und jre drey mithelffer vergifft / dadurch ein onzeliche menge Viehes von Ochsen / Küen / Schweinen etc. an vielen orten nider gefelt/ welche sie darnach geschunden vnd abgedeckt/ durch jren boshafftigen /verzweiffelten geitz umb eines kleinen nutz willen gesettiget”.

    Gegen diese tödliche Logik hatte Prista Frühbottin keine Chance. Sie floh nach Belzig, wurde dort aber verhaftet und zurück nach Wittenberg gebracht. Die Akten des dann folgenden Hexenprozesses sind nicht erhalten, doch die Hinrichtung ist in den Kämmereirechnungen der Stadt Wittenberg dokumentiert.

    Luther und die Hexen
    Lutherbiograf Johannes Mathesius (1504-1585) beschrieb nicht nur die Angst und Verunsicherung, die in dem Dürrejahr herrschten, sondern auch anschaulich das grausige Ende der Klimaopfer am 29. Juni 1540: “Zu Wittenberg schmäuchte man auch vier Personen, die an eichenen Pfählen emporgesetzt, angeschmiedet, und mit Feuer wie Ziegel jämmerlich geschmäucht und abgedörrt wurden”.

    Martin Luther selbst sei im Juni 1540 nicht in Wittenberg gewesen, sagt Kai Lehmann, Kurator der Ausstellung “Luther und die Hexen”, die im vergangenen Jahr in Schmalkalden gezeigt wurde. Der Reformator hat sich auch in keiner Weise zu dem Vorfall geäußert.”.
    Ich wuerde auch sagen: “schmaeuchet sie all itzt dahinnen”.
    Einen Gruss an unseren “Lutheraner”.

    1. @Ochs, meistens lese ich ja Deine Kommentare -quer- sind einfach zu lang, zu langatmig. Bibelzitate muß man nicht in aller Ausführlichkeit widergeben – jeder hat ne Bibel und kann da nachschauen. Gib einfach nur die Quelle an. Aber was solls – solange der Server des WB es hergibt.
      Dieser Kommentar hat mich tatsächlich interessiert – Danke.
      Mit der Autoindustrie ist es so ne Sache. Jeder weiß, das Verbrennungsmotoren der Vergangenheit angehören.
      Auch diese Elektroautos sind nur eine Übergangslösung, um den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wasserstoff ist die Zukunft ! Es gibt schon lange marktreife Lösung – aber warum sollte man die jetzt auf den Markt bringen. Erst mal “Schrott” verkaufen – die Wirtschaft muß angekurbelt werden. Und die Menschen wollen doch ein reines Gewissen haben …

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