Strafanzeige wegen Betruges

Asunción: Der Verkauf einer Elektronikhandelskette an ein internationales Unternehmen wirft im Nachhinein Fragen auf, da die Bücher gefälscht wurden, um attraktiver zu wirken. Eine Strafanzeige wurde gestellt.

Bis Dezember 2015 war die Elektrowaren-Handelskette “Electro Fácil“ in den Händen der paraguayischen Gesellschaft Wisdom Product S.A.E.C.A. Dann kaufte die Unicomer Latin America Co. Ltd., mit Sitz in El Salvador und vertreten in 24 Ländern der Erde, diese auf.

Nachdem nun fast eineinhalb Jahre vergangen sind ist den neuen Eigentümern klar, dass die Bilanzen gefälscht wurden. Es sind nicht nur Annahmen sondern bewiesene Tatsachen. Selbst der Vergleich vom Vorjahr zu 2015 unterstreicht das. Der daraus resultierende Verlust beläuft sich auf 15 bis 20 Millionen US-Dollar.

Aus diesem Grund entschied sich Unicomer zu zwei Schritten, erstens die Entlassung der ehemaligen Eigentümer Néstor Añazco, Gabriel Mersan und Luis Saguier und zweitens, dass die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen Fälschung und Betrugs aufnimmt.

Die Unicomer Group versicherte jedoch, dass die Kette Electro Fácil in normaler Form weiter macht, um seine Position auf dem Markt zu sichern und unter neuer Leitung eine noch bessere Beziehung zu ihren Kunden herstellen kann.

Wochenblatt / Última Hora

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2 Kommentare zu “Strafanzeige wegen Betruges

  1. Auch das ist nicht sehr verwunderlich, ist es doch kein Einzelfall. Wer sich in Paraguay auf geschäftliche Feldern bewegt muß wissen, daß er sich auf einem Minenfeld bewegt. Die nächste Hürde, die der Betrogene nach der „Minenexplosion“ nehmen muß, ist die Justiz. Drum sollte sich jeder mehrfach gut überlegen, was er hier anpacken will und vor allem mit wem!.

  2. Bei Firmenkäufen oder Übernahmen entstehen auf der ganzen Welt oft Verluste. In Deutschland hat ja Mercedes-Benz, die Telekom und auch BMW ihre Erfahrungen im Ausland machen dürfen. Die großen Gesellschaften werden von angestellten Managern geleitet die ja nicht ihr eigenes Geld riskieren aber oft unter Groessen- wahn leiden. Diese Verlustgeschäfte kann man nur mit Dummheit erklären, da man ja nicht unterstellen will dass Kommissionen vom Verkäufer an den Käufer unter dem Tisch geflossen sind, weil man das faule Ei los haben wollte.

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