Sturm der Entrüstungen wegen 8 Stunden täglicher Arbeitszeit

Asunción: Ein Rundschreiben des Kongresspräsidenten Blas Llano (Beitragsbild) vom Montag, den 1. Juli, kündigte an, dass die Beamten ab sofort bis 15:00 Uhr arbeiten müssen. Der Befehl löste Empörung aus, weil sie es gewohnt waren, um 13:00 Uhr Feierabend zu machen.

Obwohl es für einen durchschnittlichen Arbeiter und einen normalen Bürger selbstverständlich ist, 8 Stunden am Tag und sogar am Wochenende zu arbeiten, war es für die Kongressbeamten eine Katastrophe, zu erfahren, dass sie seit Montag nicht um 13:00 Uhr in den Feierabend gehen können.

Der Zeitplan von nur sechs Stunden hatte Bestand, seit der Nationalkongress am 31. März 2017 bei einem Großbrand erhebliche Schäden erlitt. Das Komische ist, dass es eine Maßnahme vom 29. April 2016 gibt (Resolution Nr. 1222), die regelmäßig einen 8 Stunden Arbeitstag vorsieht, jedoch sie die ganze Zeit einfach ignoriert wurde, denn die Verkürzung der Arbeitszeit auf 6 Stunden ist nirgends offiziell festgehalten.

Das jetzige Rundschreiben löste die kollektive Empörung der Angestellten und aller Beamten in der Kammer der Senatoren aus, die sich beschwerten, weil sie sie nicht rechtzeitig vor der neuen Bestimmung gewarnt wurden und behaupten, “sie könnten jetzt nicht zu Mittag essen, weil der Beschluss so schnell umgesetzt wurde“. Sie beschwerten sich auch “über einen Mangel an Koordination“, weil die Anordnung ohne Vorankündigung von heute auf morgen umgesetzt worden sei.

Die Resolution Nr. 1222 legt fest, dass “der normale Arbeitstag für alle ständigen, beauftragten und unter Vertrag genommenen Beamten des Senats und des Nationalkongresses von Montag bis Freitag acht Stunden am Tag beträgt“.

Die Resolution ist von der Generaldirektorin für das Personalmanagement, Norma Cardozo, unterzeichnet und ist Teil der ersten Entscheidungen, die der kürzlich angetretene Präsident des Kongresses, Blas Llano (PLRA), trifft.

Wochenblatt / ABC Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

6 Kommentare zu “Sturm der Entrüstungen wegen 8 Stunden täglicher Arbeitszeit

  1. Der Staatsangestellte

    Antworten

    Diese Staatsangestellten erhielten vom April 2016 den vollen Lohn, für das, dass sie 8 Stunden arbeiten hätten sollen, aber nur 6 Stunden pro Tag gearbeitet haben? Jop, top!

    1. Der Staatsangestellte

      Antworten

      Korrektur: Diese Staatsangestellten erhielten *** vom April 2016 BIS HEUTE *** den vollen Lohn… D.h., *** DREI JAHRE*** haben gefühlt zwei Millionen Staatsangestellte einen *** Viertel Lohn *** erhalten, wofür sie nicht einmal am Arbeitsplatz erscheinen mussten.
      Wie viele Menschen sind zwischenzeitlich gestorben, weil es keine Medikamente gibt, wie viele Schulen eingestürzt ??? Und der Witz ist, tja, ab nun müssen sie aber. Vielleicht…

  2. Gieb einem Kind jeden Morgen eine Suessigkeit und es fuehlt sich furchtbar ungerecht behandelt wen es das nicht mehr bekommt.
    Gieb einem Indianer jeden Freitag was er bis dahin verdient hat und er fuehlt sich furchtbar ungerecht behandelt wen er erst ende Monat sein geld bekommt.

  3. Hoffe das Blas LLano nicht nur fuer seinen neuen Job Werbung macht, sondern das ganze durchzieht! Arbeit erzeugt keine Schmerzen, wenn doch… dann ein Tramal Long Medikament (ist aber Rezeptpflichtig)

  4. mann o mann diese faulen säcke, wobei es eigentlich keine rolle spielt ob sie 6 std oder 8 stunden anwesend sind, arbeiten tun sie sowiso nichts bis gar nichts……….die meisten schieben da nur eine ruhige kugel und spielen am handy rum, aber so wie es aussieht, wird dies wohl auch als arbeit betrachtet.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.