Supermärkte mit Senioren sind die Ausnahme

Asunción: Es gibt in letzter Zeit wieder häufiger Beschwerden über die Zugangsberechtigungen für Senioren in Supermärkten. Laut einer Erklärung des Verbandes aus dem Sektor sei der Zutritt für Ältere die Ausnahme.

Nach der Beschwerde, dass einige der allein lebende Erwachsene nicht in Supermärkte gehen können, um ihre Einkäufe zu erledigen, erinnerte der Präsident der paraguayischen Supermarktkammer Capasu daran, dass der Zugang zu den Räumlichkeiten durch Gesundheitsempfehlungen eingeschränkt sei und jede Einrichtung ihre Ausnahmen anwenden könne.

Alberto Sborovsky, Präsident von Capasu, sagte, dass die Maßnahme auf Empfehlung der Gesundheit angewendet werde, um das Allgemeinwohl der älteren Menschen zu schützen, einer Bevölkerung, die das größte Risiko darstellt, sich auf ernsthafte Weise mit dem Coronavirus anzustecken.

„Jeder Supermarkt kann seine Ausnahmen anwenden, zum Beispiel, dass er bei einigen Einkäufen nicht helfen kann“, sagte er und bezog sich dabei auf die Beschwerden einiger älterer Erwachsener in sozialen Netzwerken, die trotz Vorsichtsmaßnahmen beim Einkaufen Unannehmlichkeiten registrieren, obwohl sie sich an öffentlichen Orten bewegen.

Er erinnerte daran, dass der Zweck der Bestimmung darin besteht, die Gesundheit aller Bürger zu schützen und eine Überfüllung der Patienten in den Krankenhäusern zu vermeiden.

Neben älteren Menschen ist auch Kindern der Zugang verwehrt, da sie im Allgemeinen unruhig sind, verschiedene Gegenstände berühren und eine größere Exposition mit der Möglichkeit einer Ansteckung mit dem Virus besteht. Das Coronavirus kann stunden- oder sogar tagelang an der Oberfläche bleiben, weshalb drastische Maßnahmen ergriffen werden, um seine Ausbreitung zu verhindern, sagten Experten.

Borowskij forderte die Zusammenarbeit und das Verständnis der Öffentlichkeit bei der Suche nach einem größeren Gut. Er drängte auf Solidarität, falls jemand einen älteren Menschen kennt, dem er beim Einkaufen helfen könnte. Eine weitere Alternative ist der Online-Kauf, der laut Beschwerden von Nutzern länger dauert, weil sie stundenlang auf die Lieferung warten können.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Supermärkte mit Senioren sind die Ausnahme

  1. Der anerkannte Virologe Pablo Goldschmidt sprach von Monaco aus — hier lebt er und verbringt auch seine Quarantäne — mit der Zeitschrift Infobae. Er äußert sich zu strittigen Definitionen der Fallzahlen, den Fähigkeiten der Weltgesundheitsorganisation, den düsteren Gründen für die vielen Todesfälle in der Lombardei — und macht weniger das Virus als die defizitären Gesundheitssysteme für die vielen Toten verantwortlich.

    1. @ Marco Polo

      Dann wissen ja die Länder die defizitäre Gesundheitssysteme haben, was auf sie zukommen wird.
      Und da existieren massenhaft Länder in der Welt auf die das zutrifft und wo die Pandemie noch relativ weit weg ist.
      Menschen in Ländern die irgendwo auf der Straße oder zu Hause sterben, weil sie keine Krankenversicherungen oder kein Geld haben Ärzte oder Krankenhäuser aufzusuchen, solche Menschen fallen in der weltweiten Sterbestatistik grundsätzlich sowieso schon mal nicht auf.

  2. Online einkaufen ist natürlich eine gute Idee. Doch welcher sehr alte Mensch hat diese Möglichkeit? Da gibt es sehr sehr viele, die keinen Zugang zum Internet haben. Auch gibt es ältere Leute, die keine direkten Angehörigen haben und einkaufen gehen müssen. Diese Leute, die die Bestimmungen machen, scheinen unter Realitätsverlust zu leiden. Natürlich sind Kinder und alte Leute schützenswert – vor dem Virus. Aber da muss man auch dafür Sorge tragen, dass diese Menschen irgendwie zu Lebensmitteln kommen. Darüber scheint sich aber niemand so richtig zu kümmern. Die Maßnahmen, die getroffen sind, scheinen auf spezielle Bedürfnisse der Paraguayer bzw. der hier lebenden Bevölkerung nicht angepasst zu sein. Z.B. Es gibt Orte ohne Krankenhaus oder Banken.

    1. Ich weiß ja nicht wie lange und wo Sie hier leben. Im Artikel ist explizit von Supermärkten die Rede. Vor 10 Jahren oder sogar 5 jahren gab es in meiner Umgebung auch noch keinen Supermarkt. Da ging man in den Autoservicio oder in die Despensa einkaufen. Das geht heute auch noch gut und da wird niemand einen Senior wegschicken. Das ist auch richtig so, da es in diesen Einrichtungen nicht den Menschenandrang wie in einem Supermarkt gibt.
      Nicht jeder Ort kann eine Bank oder ein Krankenhaus haben. Dahin zu fahren ist auch nicht verboten. In D gibt es viele Orte, da bekommt man keine Lebensmittel zu kaufen, da es keine Läden mehr gibt. Da sind wir hier doch gut bedient.

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