Taxifahrer mit Autos aus dem letzten Jahrhundert

Asunción: Die Taxifahrer aus der Hauptstadt in Paraguay haben in ihrer Flotte 187 Autos aus dem letzten Jahrhundert. Dies geht aus den Daten des Berichts hervor, den die Stadtverwaltung vorgelegt hat. Das älteste Fahrzeug stammt aus dem Jahr 1989.

Von insgesamt 1.380 Fahrzeugen sind 891 über 15 Jahre alt. Stadtrat Federico Franco bestätigte, dass sie nur bis zu 15 Jahre alt sein dürfen.

Die Taxifahrer demonstrierten in der vergangenen Woche und forderte die Einhaltung der Verordnung 26/92 mit der Begründung, Uber und MUV würden dagegen verstoßen. Die Gilde der Taxifahrer ist jedoch diejenige, die 65% ihrer Flotte nicht modernisiert, obwohl dies eigentlich nach den Vorschriften erforderlich wäre. Ebenso hat fast die Hälfte der Fahrzeuge die Technische Fahrzeuginspektion (ITV) nach Angaben der städtischen Verkehrsbehörde in Asunción nicht durchgeführt.

Seit Jahren arbeiten Taxifahrer ohne rechtliche Genehmigungen. Jetzt haben die Stadträte Zugang zu den Berichten und die Möglichkeit, Nachforschungen anzustellen, wenn die Angelegenheit nicht wieder zu den Akten gelegt wird und einschläft, wie das in früheren Jahren auch schon passiert ist.

Wochenblatt / ABC Color

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10 Kommentare zu “Taxifahrer mit Autos aus dem letzten Jahrhundert

  1. Ist doch völlig egal wie alt das Taxifahrzeug ist! Es sollte technisch/sicherheitstechnisch in Ordnung sein und sauber. Dann können die Taxis wegen mir auch 50 oder 100 Jahre alt sein. Auf der Wunschliste steht dann noch ein Taxiahrer der vorsichtig fährt. Macht keine neuen Gesetzte bevor die alten nicht duchgesetzt sind.

  2. Autos vor der Jahrhundertwende haben wenig Elektronik und noch viel Metall verbaut. Neuere Autos sind voller Elektronik und mit viel Plastik zusammengeschraubt und bei Unfällen oft Todesfallen. Mit den Elektroautos bei Brand kann nicht mal die Feuerwehr löschen, aber ist modern und dem irren Zeitgeist entsprechend.

  3. Die Mercedese der Jahre 1955 bis 1990 sind in aller Welt aeusserst beliebt. Vor allem als Taxikarre. Diese sind oft mit redundanten Teilen bestueckt so dass wenn das eine kaputtgeht die Karre deswegen noch weiterfaehrt weil das redundante Teil noch funktioniert.
    Man baue solche neu fuer billig und ich stell mich auch in die Warteschlange um einen zu ergattern. Die modernen Karren Made in Germany sind „Werkstatthueter“ (170 Tage das Jahr stehen die im „Taller“) und gehen richtig ins Geld – davon lasse man tunlichst die Finger, es sei denn du hast deine Finger im Staatssaeckl als Politiker; (die ja gerne in aller Welt mit diesen Luxuskarren auf staatskosten protzen).
    Autos für die Ewigkeit – Mercedes-Veteranen auf den Straßen der Welt: https://www.youtube.com/watch?v=cONs04L5Yp4&t=3620s.

    1. Kuno, weißt Du warum? Diese sind robust, noch aus der alten Zeit, wo niemand etwas einzuwenden hatte, gegen die Umweltverschmutzung. Diese Autos, kann sogar ich noch reparieren, obwohl ich schon 30 Jahre raus bin aus diesem Job. Das Metall, war noch Metall, und nicht nur durch Plaste ersetzt. Haue mal eine Beule in die heutigen Autos, dann eine in den „alten“, Du wirst einen großen Unterschied feststellen. Aber! das große Prob, bei den alten Autos, ist die Umweltverschmutzung. Diese Autos, repariert man nur mit mechanischer Arbeit, keine großen elektronischen “ Spielereien“. Außer eventuell elektrische Fensterheber. Aber sie sind nicht mehr der Norm gerecht, die die Autolobby vor gibt. Diese will Autos verkaufen, keine Karre die ewig hält.

    2. ich glaube das ist ein W123. Selbst wenn es der Nachfolger ist, der fährt auch noch in 30 Jahren!

      Und wenn einmal etwas kaputt geht, auf youtu.be gibt es 1000ende Improvisationsanleitungen, wie man damit weiterfahren kann.

      Mein Bruder sammelt solche alte Karren und fährt diese. Aber der ist auch Schlosser und repariert selbst.

      In Deutschland bedeutet das — keine Steuern, weil Oldtimer und kein Ersatzteilbedarf …

      … dann geht das noch 50 Jahre so, falls er so alt wird …

  4. Naja, Gesetz hin oder her, das ist doch nicht so wichtig. Seit Jahren arbeiten Taxifahrer ohne rechtliche Genehmigungen, who cares? Die Hälfte hat keinen von der Stadt Asuncion für alle verordneten TÜV, aber für was soll das schon gut sein? Taxis dürfen max. 15 Jahre alt sein, gemäß Gesetz, aber für was sind Gesetze denn schon gut. Habe auch schon gehört, dass die in Afrika ganz ähnliche Probleme wie im Kongo Südamerikas haben, aber das ist egal, ist trotzdem schön hier im Paragauy, stinkende Luft wie auf einer brennend Müllhalde, bescheuerte, dumme Menschen, dafür auch im Lügen, Betrügen und Mischeln höchst intelligente Menschen.
    Jedenfalls weiß der Stadtrat dank Wochenblatt diese Fakts auch. Nun müsste das Wochenblatt-Team wohl auch noch einen Artikel darüber bringen, wie man diese Probleme lösen könnte, sonst kann auch niemand von hiesig Justiz-, Polizei- und Finanzbehörden diese Probleme lösen, wie auch, etwas aus 7 bis 11 Uhr täglich Grundschule abgeschlossen? Naja, auch egal, warte immer noch bis mir ein Sonnenbrilly-Willy-Forumskommentator einen Unterschied zwischen Afrika und dem Paraguay aufsagen kann. Nur einen wenigstens. Werd ich ausdrucken und übers Bett aufhängen.

  5. @eggi
    Hau mal mit der Faust ins Seitenblech eines VW Amarok und dann in das eines Nissan Frontier oder aehnlich und man merkt sofort das halb so duenne Bierdoeschenblech des Volkswagen wobei der Japaner noch massives dickes Doppelblech aufweist.
    Dann schau dir mal z.B. die Ford Trekker blecherne Motorhauben an der Baujahre 1950 bis 1980 die nicht in Brasilien hergestellt wurden: das ganze Blech ist aus rosthemmendem Material (rust retardant) gefertigt dass zwar braun wird aber nie durchrostet es sei denn nach 100 Jahren – als ob der Rost sehr langsam voranschreitet. Neuere Trekker jedweder Marke sieht man nach 10 Jahren ab Neubau Loecher in allen Metallteilen – was nicht rostet ist Plexiglas, Fiberglas oder direkt Plastik das aber nach 10 Jahren dem Sonnenschein ausgesetzt sein, wegbroekelt wie Schokolade. Vor allem Trekker der Marke Massey-Ferguson muss man beim Neukauf sofort alle Elektrikkabel durch dickere ersetzen weil die Originalen duennen sofort durchschmoren und Brandgefahr vorliegt. Am besten ist man faengt nicht mal an mit einem „elektronischen“ Trekker denn diese sind „Werkstatthueter“ und wenn man dann nicht gerade einen politiker Mafioso als Kunde hat, so verdient sich leicht nur der Mechaniker de oro eine goldene Nase. Die teureren John Deere sollen nocht nicht an solchem Pfusch leiden, aber bei denen zahlt man auch kraeftig drauf wo bei denen die Ersatzteile noch Made in USA sind, so viel ich weiss.
    Haende weg von modernen Pfuschvehikel – und her mit den Ochsenkarren.
    Unter den Mennoniten fahren nur reiche Viehzuechter die schon betagt sind solche amarok Pfuschvehikel weil ihnen die Aerzte gesagt haben „Das Auto. …is gut fuer dein Kreuz“; wobei man vorrangig fast nur die robusten Nissans oder Toyotas sieht die noch reales Blech haben (was aber schon nicht mehr rosthemmend ist).
    Normalerweise sind Vehikel Made in Brazil Rostlauben wo die Japsen eher dickeres Blech aufweisen.

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