Tereré: Ein Aberglaube der Paraguayer, um gesund zu leben

Asunción: Mithilfe von dem Tereré glauben viele Paraguayer ihre schlechten Essgewohnheiten kompensieren zu können. Ein Aberglaube, der kaum gegen die schlechten Essgewohnheiten hilft.

Der Paraguayer isst nicht die empfohlene Menge an Obst und Gemüse pro Tag und trinkt mehr Limonade als Wasser. Eher werden hauptsächlich fettige und hochkalorische Nahrungsmittel konsumiert.

Catherine Turnes, verantwortlich für die Verhinderung von Fettleibigkeit im Gesundheitsministerium, sagte, dass es notwendig sei, in die tägliche Ernährung Obst und Gemüse zu übernehmen und den Verbrauch von verarbeiteten Lebensmitteln, wie Kartoffelchips, Snacks und Erfrischungsgetränken zu reduzieren.

„Es ist wahr, dass es Speisen gibt, die das Leben leichter machen, jeden Tag. Es gibt einen Mangel an Zeit, um zu kochen, aber viele Gerichte haben wenig Nährstoffe und eine hohes Maß an Fett, Zucker und Salz“, sagte Turnes. Obwohl noch keine spezifischen Daten über das, was in Paraguay am meisten konsumiert wird, vorliegen, dürften frittierte Speisen, wie Empanadas, Tortillas und Schnitzel an erster Stelle stehen.

„Es wird auch nicht versucht zu beschränken oder zu verbieten, aber das Essen soll vielfältig sein, nicht einschränkend und jeder muss wissen, wie man Gerichte auswählt. Es ist wichtig, dass jede Person ihre Bedingungen kennt und eine persönliche Ernährung hat, weil es Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt sowie die körperlichen Aktivitäten, die durchgeführt werden“, empfahl sie.

Die Expertin bietet Optionen zur Variation des täglichen Verzehrs an, die fettarme Milchprodukte, Getreide, Brot, ein Glas Milch am Morgen, Obst und natürliche Säfte beinhalten.

Sie wies darauf hin, dass 60% der Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter mindestens einmal pro Tag zuckerhaltige Getränke und Soda konsumieren.

Schulkantinen sind ein Schlüssel für eine ausgewogene Ernährung für Kinder und Jugendliche. Früchte und natürliche Lebensmittel sollten auch zu Hause auf dem Tisch stehen, sodass die Eltern ein Vorbild sind mit dem, was sie konsumieren.

„Wir sehen Kinder in Schulen mit Pommes, Limo oder Kuchen und wenn das jeden Tag verzehrt wird gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit für Diabetes im Erwachsenenalter. Weitere, wie Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Krebs stehen im Zusammenhang mit Fettleibigkeit“, sagte der Turnes.

Wasser sollte das Getränk der Wahl während des Tages sein und zuckerhaltige Getränke ersetzen. Als eine allgemeine Berechnung benötigt der Körper mindestens acht Gläser der lebenswichtigen Flüssigkeit während des Tages, um hydratisiert zu bleiben.

Nach der ersten nationalen Erhebung von Risikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten betrifft Fettleibigkeit eines von vier Erwachsenen und eines von drei Kindern oder Jugendlichen im Land, das entspricht 58% der Bevölkerung.

Obst und Gemüse ist nicht Teil der täglichen Ernährung von den Paraguayern. Acht von 10 essen nicht die empfohlenen fünf Portionen am Tag, entweder zwei Früchte und drei Gemüserationen oder umgekehrt. Körperliche Aktivität im Freien führt auch ein Nischendasein, denn sieben von 10 Paraguayern ziehen es vor, am liebsten nichts zu tun.

Wochenblatt / Hoy

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4 Kommentare zu “Tereré: Ein Aberglaube der Paraguayer, um gesund zu leben

  1. Es stimmt genau, was die Frau vom Gesundheitsministerium sagt. Die traurige Wahrheit ist, dass der Kiosk an den Schulen (übrigens eine begehrte und gesuchte Arbeit von vielen Frauen, die nicht einmal richtig lesen und schreiben können, denn „se gana bien y se trabaja poco“ mit dieser Arbeit), nebst ein paar Bananen und Äpfeln aus dem Hauptsortiment Kekse, Würste, Hämbis, Pizza und ähnliches zu haben ist. Und natürlich nebst Wasser, das auch wenn von dieser Getränkefirma aus den USA günstig zu haben wäre, allerlei Zuckerbomben (von dieser Getränkefirma aus den USA).
    Hinzu kommt, niemand, aber gar nieman gibt seinen Kindern ein Käse- oder Smörebröd mit. Gibt wahrscheinlich mehr Trabajo als Kekse und Jugo zu kaufen und ist mas barato. Nebst den am Kiosk erhältlichen Schweinereien gibt es also nochmal Galletitas und Jugo von dieser Getränkefirma aus den USA für die Kinder. Die haben am Mittag schon einen höheren Zuckerspiegel als mein Kaffee.
    Ich hab das ja eine Zeitlang versucht, aber die Arbeit ein Käse- oder Smörebröd mitzugeben, die ich mir übrigens gerne gemacht habe, konnte ich mir dann bald einsparen: einfach einzigartig diese Idee der locos Europeos.
    Gut hingegen ist, Anweisung vom Misterium für Educación y Cultura MEC, dass seit diesem Schuljahr den jüngeren Semester der Schulen einmal pro Woche eine Schale vorbereiteter Früchte mitzugeben ist.
    Das Problem ist aber, dass die Kinder nichts anderes als Pizza, Kekse und Kake kennen, also nichts anderes mehr wollen.
    Und zu hause bekommt es dann die Fettbomben wie Puchero, Empanadas, Tortillas, Milanesa etc. fettig, aber barato (Saldo fürs Smartphone, Gras zum Trinken, Streichhölzer und Bier sind ja auch nicht grati).
    Nun könnte man aufgrund der Einsicht der Misterien hoffen, dass man den Schulkiosken auch Reglemente auferlegt und diese kontrolliert würden (etwas Gesundes anzubieten). Aber niemand will in diesem Land Zustände wie diese Locos aus Europa haben. Dafür ist man damit beschäftigt eine eigene, landesverträgliche Lösung zu erfinden.
    Fazit: Problem erkannt, ergo bleibt alles beim Alten.

  2. Ich denke, Terere ist ein Konsumprodukt, welches beim Wachstum auch mit ordentlich Gift besprüht wird, viel hilft ja bekanntlich viel. Weshalb sonst würde der hier Arzt sagen:
    „lassen sie mal denm Terere weg!“
    Zudem ist das Rumreichen dieser Seuchenschleuder ein nicht sinnvoller Brauch, der ansteckende Krankheiten dann auch flott verbreitet?

  3. Ich gönne mir grad auch Terere, da es sehr heiss ist. Das verleiht Frische und Kraft. Wenn allerdings eine Sucht daraus entsteht, das heisst jeden Tag Terere oder Mate glaube ich auch nicht, dass es so gesund ist.

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