“In Europa wird kein Essen weggeworfen“

Encarnación: Bei einer Ausstellung des Ernährungsinstitutes anlässlich des Welternährungstages wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man aus Essensresten neue Teller zubereiten kann. Ebenso will man sich an Europa ein Beispiel nehmen.

Um den Welthunger bis 2030 wirksam zu bekämpfen beginnt man auf lokaler Ebene ein Umdenken voranzutreiben. Essensreste, die normalerweise in den Müll fliegen, kann man mit wenigen Handgriffen in ein neues Menü verwandeln. Die Grillreste mit Reis anzureichern oder aus anderen Resten durch Zugabe von Eiern ein Soufflee herzustellen soll in der Bevölkerung Anklang finden.

Ebenso sollte sich die Bevölkerung von Itapúa ein Beispiel an Europa nehmen, erklärte einer der Referenten, wo keine Essensreste weggeworfen werden. In Paraguay verderben die Mangos, Mispeln und Guaven. In Europa würde so was nicht passieren.

Mittels hier aufgeführten Rezepten, die vom INAN ausgearbeitet wurden, kann man zukünftig vermeiden Essensreste wegzuwerfen und sich daran zu machen daraus ein neues Gericht zu zaubern.

Wochenblatt / Itapúa Noticias

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13 Kommentare zu ““In Europa wird kein Essen weggeworfen“

  1. zu behaupten, das in Europa keine Lebensmittel weggeworfen werden ist schlicht weg falsch! Im Gegenteil, gerade auch in Deutschland werden von Herstellern wie Grossbäckereien und anderen Lebensmittel Herstellern sowie Einzelhandel und Gastro zig Tonnen an Lebensmitteln vernichtet.
    Ich hatte selbst das Erlebnis das eine Discountleiterin mir erzählte, das sie alte Lebensmittel vor der Entsorgung einfärben mussten, damit es nicht mehr verzehrt werden kann.
    Es bleibt also festzustellen das genau das Gegenteil der Fall ist.

  2. Mangos? Die paraguayer essen doch keine Mangos, da bekommen sie doch eine Vitaminose? Fette Empanadas und Cola ist angesagt, zudem so wenig Bewegung wie möglich, am besten noch mit Smartphone!

    1. Christian, da sind Sie aber total daneben, meine paraguayischen Nachbarn schlagen sich um meine kultivierten Mangos, die sie sogar den Verwandten in ASU mitgeben. Die grünen unkultivierten Früchte sind jedoch tatsächlich zum Verzehr kaum geeignet. Selbst die beschädigten Früchte werden hier als Viehfutter verwendet.

    2. Christian, hatte ich vergessen zu erwähnen: auch meine sonnengereiften Bananen finden hier reissenden Absatz – vor allem bei den Kindern der paraguayischen Nachbarn.

  3. In Europa werden jährlich tausende Tonnen Obst und Gemüse vernichtet.
    Zum einen, weil sie für den Verkauf nicht schön oder groß genug sind, zum anderen um die Preise hoch zu halten.
    Bei einem Aufenthalt in Deutschland konnte ich beobachten, wie Äpfel lastwagenweise auf einer Deponie abgekippt wurden, die einwandfrei waren.
    Auch landen Unmengen an Lebensmitteln im Müll, weil die Menschen alles sofort wegwerfen, sobald das „Verfallsdatum“ abgelaufen ist.
    Den meisten Europäern ist nicht beizubringen, daß das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet: Bis zu diesem Datum gewähren wir die Garantie, daß das Lebensmittel gut ist, und nicht: Tödlich giftig ab……..
    Ein Problem hierzulande ist, daß es keine Aufkäufer für Früchte gibt.
    Außer den Guayabas, aus denen eine Zuckerpampe gekocht wird.
    Mangos, Orangen, Zitronen und Mandarinen verfaulen, weil keiner sie gebrauchen kann.
    Jeder Mensch kann eben auch nur soviel essen, bis er satt ist.
    Wir versuchen, unsere Früchte zu Saft, Marmelade und anderen Dingen zu verarbeiten, schaffen das aber nicht jedes Jahr.
    Auch wenn wir Verwandte und Freunde damit beschenken, auch sie können nicht jedes Jahr tonnenweise Obst verarbeiten.
    Es fehlt definitiv eine obstverarbeitende Industrie in Paraguay.
    Aber Aspartamwasser mit künstlichem Aroma herzustellen ist billiger und bringt mehr Profit.
    DA sollte die Ministerin ansetzen.

  4. Die Referenten… Die Apostel. Dafür wahrscheinlich noch massig Geld bekommen und vielleicht glauben sie es ja wirklich was sie sagen, weil sie 0 Ahnung haben.
    Wenn ich nicht sowieso wüsste, dass so gearbeitet wird, dann würde ich mich ja jetzt glatt aufregen. Internationalismus und Kapitalismus in Kombination. Ein Musterbeispiel für sind wir froh, dass es die Kommentarfunktion gibt und auch ein Lehrbeispiel für der Kapitalismus regelt ja so gut. Wenn da nicht ein Staat dahinter steht, der denkt und lenkt, dann wird das ganze ein Narrenschiff und das ist auch das wirkliche Problem welches wir haben. Das letzte Problem jedenfalls ist zu wenig freier Markt oder zu wenig freie Wirtschaft.

  5. TejuJagua, auch ich habe kiloweise mit dem Überhang von Mangos, Bananen und Zitrusfrüchten zu kämpfen, der auf Grund von fehlenden Absatzmärkten und Weiterverarbeitsmöglichkeiten im Inland nicht verwertet werden kann.

  6. Das in Europa keine Lebensmittel weggeworfen werden ist eine reine Lüge. Leider. Die obigen Kommentare von Alex und und TejuJagua enthalten viel Wahrheit! (Ablaufdatum, einfärben zum Entsorgen, et cetera).
    Aber nicht nur der Handel, nein der finanziell gut gestellte Verbraucher ist in Europa sehr leichfertig. Die „moderne Wegwerfgesellschaft“ macht da keinen Halt…
    Erschüttert hat mich eine Studie aus den USA. Dort landen nachweislich über 40% (!!) aller im Laden gekaufen Lebensmittel im Müll. Das ist schon kaum zu glauben. Und wo anders hungern Menschen….

    1. Hallo Karl, das ist nicht nur in USA so sondern auch bei uns in Deutschland …aktuell haben wir die Obsternte vor allem Äpfel und Birnen diese werden hunderte tonnenweise vernichtet oder wenigstens teilweise noch an Tiere verfüttert da wir dieses Jahr im Süden von Deutschland eine außer ordentliche reiche Ernte haben …

      Wenn in den Discountern etwas nicht schön aussieht die Verpackung auch nur leicht eingerissen oder zerdrückt ist werden diese Lebensmittel abends aussortiert, nein sie wird nicht verkauft sondern Landen direkt im Müllcontainer. !!!

      Das ist wirklich sehr sehr traurig dass so mit anzusehen – wenn man genau weiß dass Tausende Rentner nicht mal genug zum Essen haben. …

  7. Das in Europa keine Lebensmittel vernichtet ist ein Witz. Unter anderen TejuJagua ,Stefan sagen genau richtig.
    Nicht Tausende Rentner machen Klimmzüge am Brotkasten es sind noch viele mehr.Dieser Personenkreis verwertet fast alles!
    Itapúa Noticias geht Müllcontainer der Laden und mal zu den Tafeln, 60-70% Ausländer,Flüchtlinge/Einwanderer,15-20% Russlanddeutsche/Rentner/Hartz IV in vielen Orten.Die Tafeln haben Probleme das Essen zusammen zu kratzen oder zu bekommen.
    Der Handel hat das Problem noch verschärft mit der Ökonomie, sie bestellen jetzt Täglich. Früher wurde für mehrere Tage bestellt,da viel für Tafeln ab.

  8. Rentner nimmt Kaffee aus dem Müll und wird dafür verurteilt „Die Kaffee-Päckchen seien laut Verteidigung bereits angestochen gewesen, zum Verkauf hätten sie somit nicht mehr angeboten werden können.
    Müll hin oder her – der Kaffee habe “im Eigentum der Firma gestanden“ https://www.huffingtonpost.de/entry/rentner-nimmt-kaffee-aus-dem-mull-und-wurde-dafur-verurteilt_de_5bc825c8e4b0a8f17ee93206

    Ich hätte den Link gerne in die spanische Zeitung gesetzt, konnte den Artikel dort leider nicht finden. Ich wünsche mir, dass der Ursprungsartikel verlinkt wird und verstehe nicht ganz, weshalb dies nicht gemacht wird. Ich habe auch zwei Jahre mal eine Internetzeitung gemacht und wir haben prinzipiel auf die Artikel verlinkt, auch aus fairness-Gründen.

  9. http://www.anonymousnews.ru/2018/10/15/wegen-russland-sanktionen-polen-nimmt-500-000-tonnen-aepfel-vom-markt-und-vernichtet-sie-einfach/?fbclid=IwAR2xC5_O753q9scHal0NWJ0L4YsUp767mRqO6KZHe7mwIRgp3DUv70Vz4T8

    Hier ein Zitat aus dem Link, der zu dem betreffenden Artikel führt:
    „Polen nimmt eine halbe Million Tonnen Äpfel vom Markt und führt sie der gezielten Vernichtung zu. Eine unfassbar große Menge der Früchte wird auf Anweisung der Regierung entsorgt, um die Preise künstlich in die Höhe zu treiben. Ohne Russland-Sanktionen wären diese Äpfel in Putins Reich exportiert worden.“
    In Deutschland werden die Menschen, die von Supermärkten zur Vernichtung vorgesehene Waren aus den Containern nehmen, wg. Diebstahl juristisch verfolgt. Was sind das für Referenten, die keinerlei Kenntnis über Europa zu haben scheinen, aber Weisheiten verbreiten?

  10. Die Mitarbeiter vom Ernährungsinstitut waren wohl in Europa in Weiterbildung zu zwei Millionen Dollar Spesen pro Woche.
    In Paragauy wird gar nichts weg geworfen. Oder schon mal Sperrmüllgut gesehen? Da die Mülltrennung, -vermeidung und beseitigung hierzulande so gut (wie gar nicht) funktioniert deponieren die meisten Paragauyer gebrauchte Fahrräder, gebrauchte Kinderwagen, Holz, Plastik, Baumaterial und vieles mehr, ok, kurz geschrieben Müll, in ihrem Hintergarten. Vor allem das, was oben erwähnt ist und nicht abgefackelt ist nebst Windeln, Tierkadavern, E-Lampen, Blechbüchsen, Glas und sonstig Brennbarem.
    Es stimmt, was Zumittag gekocht wurde wird abends nicht mehr angerührt. Da haben die Hunde nebst den Windeln auch am Mittagessen noch satt. Wenn Zumittag schon zwei Stunden totgekocht wurde, dann über die Siesta von Fliegen besiedelt wurde, dann sollte man es auch nicht mehr aufwärmen und essen.
    Hin oder her, würde mal behaupten, aufgrund meiner schlechten Allgeimeinbildung (Mal educado), dass USA und Europa so ziemlich alles weggeworfen wird, was ein Ablaufdatum hat. Der Aufwand es den armen zu geben lohnt sich nicht und man ist der Meinung, dass das faule Pack (Randständige, Obdachlose, Invalide) sonst gar keinen Ansporn zum Arbeiten mehr hat.
    Fazit: In Sachen Verschwendung ist Paragauy vorbildlich, nichts wird weggeworfen. In Sachen Bildung von Menschen, die solche Posten bekleiden, ist Paragauy auch vorbildlich etwas bei Eritrea, Burkina Faso und Burma angesiedelt. Auf Südafrika herunter gebrochen gemäß Statistik, die nicht von mir ist, in Sachen Korruption aber noch vorbildlich auf dem zweitletzten Platz hinter Venezuela.

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