Reiselust gestoppt

Asunción: Beide Kammern des paraguayischen Parlaments hoben sich in den vergangenen Jahren durch ihre übertriebene Reiselust hervor, die den 125 Mitgliedern die Teilnahme an so ziemlich jedem Kongress zu jedem Zeitpunkt des Jahres ermöglichten. Einige wenige nutzten dies für Familienausflüge, Jahresurlaube und einige wenige als Weiterbildung.

Nach den zahlreichen Kritiken über die verschwenderische Art und Weise wie mit den Mitteln dafür umgegangen wird beschloss gestern das Abgeordnetenhaus eine Reduzierung dieser Auslandsaufenthalte zu ratifizieren.

Ab dem kommenden Jahr werden nur noch maximal drei Reisen pro Abgeordneten erlaubt und auch nur dann, wenn seine Teilnahme als sinnvoll eingestuft wird und Ergebnisse für Paraguays Außenpolitik mit sich bringt. Für fünf Tage, inklusive Anreise und Abreise, zahlt das Abgeordnetenhaus alle anfallenden Kosten, was darüber hinausgeht muss aus eigener Tasche gezahlt werden.

Die 80 Abgeordneten haben noch vier Monate Zeit nach der alten Regelung die schon genehmigten Mittel für Kurztrips in vollen Zügen auszuschöpfen, bis es ab 2015 heißt, sich auf die nationale Gesetzgebung zu konzentrieren.

(Wochenblatt)

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