Titan: Gefährliche Investition von 500 Millionen US-Dollar

Asunción: Das Einschreiten des Umweltsekretariats (SEAM) in der Versuchsabbaustätte am vergangenen Dienstag zieht keine zeitliche Verzögerung nach sich. Es erhöht allerdings das Risiko der Initiative 500 Millionen US-Dollar zu verlieren, die geplante Investitionssumme für die Bergung des Metalls in der ersten Etappe, sagte gestern die Geschäftsführerin von Metálicos y no Metálicos Paraguay SRL, Sandra Noguera, bei einer Pressekonferenz im Hotel Sheraton, um den Standpunkt des Unternehmens dazu zu erläutern.

Die Unternehmerin sagte, dass auf der eben erst eingeweihten Pilotabbaustätte in Minga Porã, Provinz Alto Paraná die geplanten Aktivitäten weitergeführt werden. Ebenso erklärte sie dass das Unternehmen alle nötigen Dokumente für den Abbau des wertvollen Metalls besitzt oder bzw. innerhalb von 10 Tagen, wie von dem SEAM gefordert, einreichen.

„Wir werden alle notwendigen Papiere einreichen und glauben, dass die SEAM und durchaus unterstützt“, meinte sie.

Nach den Aussagen von Noguera sei es wichtig, die Situation sauber zu klären weil anderenfalls das Projekt oder bzw. die Investition als gefährdet eingestuft werden würde.

Etwas klarer ausgedrückt sagte sie: „Mit dieser Art von Nachrichten sorgen sie nur dafür das Investoren das Land verlassen anstatt hier zu investieren“. Trotzdem seien sie noch daran interessiert die Arbeit weiterzuführen auf besagtem Gebiet.

Das Unternehmen Metálicos y no Metálicos Paraguay SRL glaubt, dass das Umweltsekretariat einen „unfreiwilligen Fehler“ gemacht habe, da sie ihnen eine Bewilligung zum Abbau gegeben haben anstatt wie sie bei der Intervention sagten, nur zur Untersuchung. „Tatsächlich scheinen sie sich falsch ausgedrückt zu haben“, unterstrich sie.

Laut der Unternehmerin hätte sie die Kommission für Energie des Abgeordnetenhauses berufen, um den Fall aufzuklären. Sandra Noguera hätte dabei ihre volle Unterstützung zugesichert.

Details des Projektes

Das Grundstück gehört Metálicos y no Metálicos Paraguay SRL, legaler Repräsentant im Land der kanadischen Firma CIC Resources Inc., administriert von dem Geologen David Lowell.

Dieser versicherte noch vor Tagen bei der Einweihung, dass noch Machbarkeitsstudien durchgeführt werden und dass alles abgebaute Titan ins Ausland gesendet werde, um es auf seine Reinheit zu prüfen.

Am vergangenen 5. August 2011 wurde die Abbaustätte in Minga Porã eingeweiht, die in ihrer ersten Etappe eine Investitionssumme von 5 Millionen US-Dollar verspricht. Nationale Autoritäten waren bei der Eröffnung zugegen.

(Wochenblatt / Última Hora)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

8 Kommentare zu “Titan: Gefährliche Investition von 500 Millionen US-Dollar

  1. @ Christiane…
    Na doch…
    wenn die Die Nato zur Unterstützung rufen.^^

    Hart am Ball heisst dann wohl in dem Sinne…
    Die „Verantwortlichen“ haben noch nicht den ÜBLICHEN
    „Spendenbonus“ erhalten.^^
    Geht sonst wie in der Mongolei…
    Plünderung mit staatlicher Unterstützung^^
    auf Kosten der Gesamtbevölkerung.
    Also wie gehabt…
    Ein paar Wenige auf Kosten der „Allgemeinheit“

    In diesem Sinne ist die Überschrift
    „gefährliche“ Investition wohl auch wieder richtig^^

  2. Nun kommen wir der Sache doch schon etwas näher. Ich habe mal gesucht und folgenden Artikel bei Bloomberg gefunden:

    http://www.bloomberg.com/news/2010-11-03/paraguay-titanium-find-may-be-world-s-largest-american-prospector-says.html

    Danach rechnet man mit einem Fund von 21 Milliarden Tonnen Titan. Das wäre das größte Titanvorkommen der Welt und wie man auch zu gibt, würde man damit die Preise auf dem Weltmarkt diktieren! Abbauen könnte man jährlich zwischen 5 bis 10 Millionen Tonnen. Also ein Riesengeschäft für die Betreiber und wie es aussieht wird man alles versuchen Paraguay aus zu tricksen.

    Meiner Meinung nach sollte die SEAM und die Regierung sich nicht einschüchtern lassen und hart am Ball bleiben. Die jetzigen Betreiber werden einen Teufel tun und sich dieses Geschäft durch die Lappen gehen zu lassen. Da kann die Regierung ruhig die Daumenschrauben anlegen. 🙂

    Mehr als das der Ami hier einrückt um angebliche Terroristen (Titan) zu bekämpfen kann ja eigentlich nicht passieren oder?

  3. Könnte es sein, dass die SEAM die Umweltauflagen kontrolliert hat und hier evt. aus einer Mücke ein Elefant gemacht werden soll? Egal ob nun die US-Amerikaner oder die Nordamerikaner (Kanada), scheren sich im allgemeinen sehr wenig um Umweltauflagen, vor allem in der dritten Welt. Gerade da sind sie der Meinung, dass die froh sein sollen das in ihrem Land investiert wird.

    Hinzu kommt die Frage, wie viel Titan wurde bisher abgebaut und versendet um den Reinheitsgrad festzustellen und wie viel wird noch gebraucht? Oder versucht die Firma unter dem Deckmäntelchen der Untersuchungen bereits größere Mengen Titan aus Paraguay zu exportieren um Steuern zu sparen? Fragen über Fragen, die der Artikel nicht beantwortet, da er nur auf BILD Niveau berichtet.

    1. Das diese Pressekonferenz eine Daumenschraube der investoren ist und die Regierung warnt sich nicht erneut einzumischen, ist ersichtlich. Das abgebaute Ilmenit (Titaneisenerz), FeTiO3 wird nach Südafrika geschickt zur genaueren Auswertung. Über die Menge wurde nichts berichtet. Die Regierung wird davon ebenso wenig etwas wissen oder mit einem Lächeln umgangen.

      1. Genau das habe ich mir gedacht. So wie man in der Vergangenheit und in der Gegenwart Afrika ausgeplündert hat und es immer noch tut, versucht man das jetzt auch hier in Paraguay. Auf solche Investoren kann Paraguay verzichten!

  4. In diesem Land weiss die linke Hand nicht was die rechte tut. Oder will sich da jemand die eingerichtet Abbaustätte unter den Nagel reißen? Und wann schlägt der Zoll zu?
    So ähnlich wird es auch mit der Bahnverbindung laufen, falls dieses Projekt wirklich umgesetzt wird. Die Investoren werden letzten Endes mit leeren Taschen dastehen, denn eine Genehmigung in diesem Land ist nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben wurde. Es sei denn, man schmiert bis zum Abwinken. Und dann rechnet es sich nicht.
    Rechtssicherheit existiert hier nicht! Wann kapieren das einmal die Leute um Lugo. Das müssten sie als erstes in den Griff bekommen!

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.