Todbringender Müll und “kriminelle“ Raucher

Asunción: Husten ohne ersichtlichen Grund und Augenreizungen sind erste Anzeichen einer schleichenden “Vergiftung“. Nun schlägt ein Lungenfacharzt Alarm und warnt vor dem todbringenden Müll Verbrennen.

„Alle Stoffe, die verbrannt werden, können Allergien bei Menschen auslösen, auch wenn nie eine diagnostiziert wurde“, erklärte Dr. Floriano Calderoli, Leiter der Abteilung Pneumologie im Hospital de Clinicas.

Praktisch alle Substanzen auf der Erdoberfläche haben einen gewissen Grad an Toxität. Der Schlüssel dabei ist aber die Zeitdauer der Beeinflussung, vor allem dann, wenn sie verbrannt werden.

Calderoni betonte, wenn Müll verbrannt werde entstehen immer toxische Stoffe in Form von Rauch. Gefährdet seien besonders Kinder unter fünf Jahren und Erwachsene über 65 Jahren.

Bei den älteren Menschen kann das Einatmen von Rauch zu einer Lungenentzündung führen und den Tod bringen. Wer an chronischen Erkrankungen der Atemwege leidet sollte Sauerstoff und das Arzneimittel Bronchodilatator immer griffbereit haben. Calderoni forderte alle Einheimischen auf, das Verbrennen von Müll zu vermeiden.

Rauchern empfahl der Mediziner ebenfalls mit dem Laster aufzuhören. Bei ihnen bestehe zu 40% die Wahrscheinlichkeit an den Atemwegen zu erkranken.

Alltäglich würden Eltern in Anwesenheit von Kindern rauchen. „Das ist eine kriminelle Handlung. An Orten, wo Kinder sind, nicht einmal im Freien, soll man dem nicht Laster nachgehen. Kinder unter fünf Jahren sind besonders anfällig für Erkrankungen der Atemwege, weil sie noch ein geschwächtes Immunsystem haben“, betonte Calderoni.

Quelle: Ultima Hora

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10 Kommentare zu “Todbringender Müll und “kriminelle“ Raucher

  1. Was soll ein ärztlicher Appel an die Vernunft der Menschen schon bringen? Bei diesem eingefleischten Ignorantentum wird sich weiterhin nichts ändern! Außerdem ist in erster Linie die Politik gefragt. Wo sollen die Menschen auch hin mit ihrem Müll, wenn es in weiten Teilen des Landes keine funktionierende Müllabfuhr gibt? Das Problem muß grundsätzlich angegangen werden. Jeder Hausbesitzer wird zur Zwangs-Müllgebührenabgabe verpflichtet. Außerdem ist jeder verpflichtet einen für Hunde nicht zugänglichen Müllkorb/Behälter vor dem Anwesen fest zu installieren. Daran ist erkenntlich eine Müllmarke zu befestigen, als Nachweis, daß die Müllgebühren bezahlt wurden. Wer keine Müllgebühren bezahlt wird sanktioniert. Etwa in Form von Strom- oder Wasserabstellung. Das Müllproblem wäre damit sicherlich sehr schnell gelöst. Doch will die Politik das Problem überhaupt lösen? Bei diesen vielen hoch dotierten Spitzenpolitikern sollten doch wenigsten ein paar auf die Idee kommen, sich des Problems anzunehmen. Doch ehrlich gesagt – ich habe wenig Hoffnung!

    1. Manni. Sie kennen Paraguay do besser.

      1) Was kann ein Politiker mit so einem Gesetz verdienen?
      Antwort: Da steht keine Lobby dahinter, da gibt es kein Schmiegeld, also gar nichts. Es wird also keiner sich dafür interessieren.

      2) Bringt es Wählerstimmen? (Bei weitem nicht so wichtig wie 1, da man sich mit Geld ja Wählerstimmen problemlos und legal hier kaufen kann)
      Viele Paraguayer müßten sich ändern. Das wollen sie nicht. Es würde auch mehr Geld kosten. Das wollen sich schon gar nicht. Es ist also eher mit einer Verärgerung der Wähler zu rechnen. Das macht kein Politiker gerne.

      3) In einem Land, wo viele Menschen den Strom gar nicht bezahlen (weil illegal angeschlossen) und andere Menschen weder einen Müllkorb noch eine befahrbare Straße haben, ist eine solche Regelung vielleicht in 100 Jahren denkbar. Dafür muß sich Paraguay erst noch weiter entwickeln. Etwa eine Kanalisation in Asuncion bauen, was andere Städte mit 2m Einwohnern (wie etwa Wien) schon seit ein paar Hundert Jahren haben. Dann noch mindestens eine richtige Straße in jeden Ort mit mindestens 1000 Einwohnern und wenigstens EINE halbwegs moderne Müllverbrennungsanlage pro 1m Einwohner. Derzeit gibt es glaube ich 0 für 7 Millionen…..Würden die PYer ihren Müll nicht verbrennen, würden sie ihn vergraben. Auch nicht besser, da es das Grundwasser verseucht. Ist halt einfach ein 3. Welt Land hier, da kann man sich nicht viel erwarten.

  2. Wer einen Stromzähler hat sollte auch Müll bezahlen müssen… soweit so gut nur holt die Muni auch nur dort den Müll ab wo sie gerade will, längst nicht Flächendeckend in der Gemeinde. Da fehlt noch einiges…. wird ja schon bald Sommer wo am Wochenende mehr Müll als Grilfeuer brennen

  3. Und was passiert mit dem von den Gemeinden gesammelten Muell? Hier und in hundert andern Gemeinden wird er in einen Graben geworfen wo er das Wasser versaeucht und von Zeit zu Zeit verbrennt wo es dann Tage qualmt. Kein grossen Unterschied.

  4. Genau Manni ,da sind wir wieder auf dem Punkt.Obrigkeithörig und wenn nicht ausreichend Strenge herrscht,wird sie halt eingeführt!Genau mit dieser Taktik habt „ihr“euch euere Links-Grüne Diktatur eingebrockt!
    Genau Manni du als gutes Lamm Gottes,lass die Leute erbarmungslos bestrafen für die Plastikfluten die uns bei jedem Produktkauf aufgezwungen werden.Plastikfolie mit einer Alufolie drin und jeder Keks ist noch mal einzel verpackt..
    Also hier in dieser Gemeinde klappt das 1A mit der Müllabfruhr.Die kommen 3-4 x die Woche das Zeug abholen,auf der Müllkippe wird alles Sortiert und danach alles unbrauchbare verbrannt.Leute die kein Geld für die Müllabfuhr haben können mit der Municipalität einen Deal ausmachen.Entweder soviele Pflanzen zur Strassendeko abgeben oder umsonst Freischneide-o.ä arbeiten leisten bis,dass die Müllabfuhr bezahlt ist.Müllverbrennen ist hier verboten aber wenn es mal ausnahmsweise jemand nachts macht (und es wird eben nicht zur Gewohnheit)sagt auch keiner was,SONST wird es richtig teuer.

    1. Wenn die Einsicht nicht auf fruchtbaren Boden fällt, helfen eben nur drastische Maßnahmen. Einen störrischen Esel kann man auch nicht nur mit gutem Zureden bewegen. Das mit „grüner Diktatur“ zu vergleichen ist daneben, und mich in die geistige Nähe von Grünen oder Roten zu bringen ist absolut fehl am Platz. Aber wie Hans schon schrieb, wenn die Einsicht in den Gemeinden nicht vorhanden ist, wie soll das dann jemals funktionieren? Für was taugen eigentlich diese hoch dotierten Politiker im Land, wenn sie nicht einmal die einfachsten und lebensnotwendigen Maßnahmen
      zum Schutz der Menschen und der Umwelt ergreifen können?

  5. Na, bei uns in der Stadt muss man ja Recoleccion de Basura bezahlen, jedenfalls dort wo die Müllabfuhrwagen über die Löcher in den „Straßen“ fahren kann. Das kostet vier Euro Fino pro Monat. Wenn man sich schon eine Chatarra auf vier Räder leisten kann, sollte man meinen, könnte man auch Abfallgebühr bezahlen. Doch dies liegt nicht in der Erziehung künftiger Generationen.
    Jedenfalls, da Gewissen Abfallgebühren bezahlen müssten, gehen die Beatmeten vom Beatmetenhäuschen durch die Quartiere und fragen nach der Quittung der Bezahlen Abfallgebühren. Doch die Leute sagen, dass sie keinen Müll produzieren. Und so gehen die Beatmeten vom Beatmetenhäuschen halt wieder, da können sie auch nichts einfordern, wenn die Leute keinen Müll produzieren.
    Außerdem ist es viel einfacher, während einer Woche Bier und Plastikverpackungsinhalt zu konsumieren und die Hüllen dann einfach dort, wo sie anfallen, zu Boden fallen zu lassen, einmal wöchtenlich zusammen zu wischen und anzuzünden, sonst müsste man ja jedesmal zum Abfalleinmer laufen. Und diesen sogar noch zum Portabasura tragen. Das ist aufgrund der hiesigen Kultur und Erziehung den Menschen nun wirklich nicht zumutbar.

  6. wenn ich die Vorschläge der Kommentatoren hier aufm Campo erzählen würde, dann würden sie( los PY´´s) mich nur mit großen Augen anschauen, nichts, aber auch gar nichts davon verstehen

  7. Wir würden ja gerne Müllabfuhrgebühren bezahlen, aber auf den Campo kommt die Müllabfuhr nicht.
    Allerdings haben wir auch kein Problem damit, die zwei Plastiktüten Müll, die wir pro Woche zusammenbekommen, ins Auto einzuladen und in Stadt in einen der öffentlichen Müllbehälter zu werfen.

    In der Schule wird den Kindern inzwischen beigebracht, den Müll nicht wie ein Zombie fallen zu lassen.
    Aber was nutzt das, wenn es zuhause nicht gelebt wird?
    Da läßt die ganze Familie den Müll fallen, wo sie gerade stehen oder gehen.
    Und am Morgen fegt die Hausfrau den Müll in eine Ecke, auf die Straße oder in den Graben, von wo ihn dann der Wind abholen und gleichmäßig in der Landschaft verteilen darf……….

  8. den Kommentaren zum Thema „Müll“ braucht man nur noch hinzuzufügen, dass bei der Verbrennung von Plastik ein sehr gefährliches Gift frei wird und zu großen gesundheitlichen Schäden führt.
    Allerdings was sich der „Experte“ zum Thema „Rauchen“ hat einfallen lassen, ist ein absurder Unsinn. Ich bin kein Raucher und befürworte es nicht aber wissenschaftlich ist das Gegenteil dessen, was der „Experte“ behauptet, schon lange bewiesen. In Ländern, wie Frankreich, mit einem sehr hohen Anteil an Rauchern ist die Lungenkrebsrate niedriger als in Ländern in denen weniger geraucht wird.
    Ich empfehle zu diesem Thema der geneigten Leserschaft diesen Artikel:
    https://brd-schwindel.org/rauchen-schuetzt-vor-lungenkrebs/

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