Inventarlisten der Polizei zum eigenen Vorteil editiert

Asunción: Polizisten im Visier ihrer Kollegen. Mit abgeänderten Inventarlisten wurden nicht nur Ersatzteile illegal verkauft sondern selbst Sportwagen wie ein Porsche unter der Hand veräußert.

Die Polizei beherbergt zentralisiert beschlagnahmte oder verunfallte Fahrzeuge in Capiatá, km 21, Ruta 1, bis zu einem möglichen Prozess. Per staatsanwaltschaftlichen Beschluss werden sie dahin gebracht und mit richterlichem Befehl wieder herausgelassen. In der Theorie wären dies die einzigen zwei Möglichkeiten. In der Praxis liegt ein Handel mit Ersatzteilen und selbst ganzen Fahrzeugen vor, der durch regelmäßig erneuerte Inventarlisten geschickt versteckt wird.

Eine dieser unglaubwürdigen Listen wurde kürzlich ein einem ANR Parteibüro gefunden. Dem zum Opfer gefallen war auch ein Porsche, der verkauft wurde, da er nicht mehr in der Liste zu finden war.

Die interne Ermittlung der Nationalpolizei hat die Inventarliste über die Presse zugespielt bekommen und bat mittlerweile ihre uniformierten Kollegen die aktuelle sowie die älteren Listen ihnen auszuhändigen, um die Daten gegeneinander zu checken.

Ein Fernsehteam filmt zudem wie systematisch Ersatzteile von Fahrzeugen das Gelände unrechtmäßig verließen. Die eigentliche Aufgabe der vor Ort eingestetzten Polizisten ist jedoch dies zu verhindern. Da es hier nicht um ein Lenkrad oder ein Rücklicht geht, sondern um Lkw Ladungen, die auf einmal abtransportiert werden, ist es schon verwunderlich, dass noch nicht mal am Eingangstor die Fahrzeuge vermerkt werden, die hereinkommen oder wieder fahren.

Einer der gefilmten Lkw Fahrer, Domingo Fernández, wurde von der Presse zur Rede gestellt und erklärte vom Kommissar die Erlaubnis erhalten zu haben, diese Teile zum Recycling abzuholen, da im Gelände eine Reinigung vonstatten geht.

Von Seiten der internen Ermittlung wurde damit schon eine erste Unregelmäßigkeit bestätigt.

Wochenblatt / Última Hora

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