Totgeglaubte leben länger

Ypacaraí: Ein weiteres Mal wurde über die sozialen Netzwerke der Tod von Juan Carlos Galaverna verkündet. Ein weiteres Mal war es eine Ente. Der Senator der ANR dementierte umgehend und erklärte gesünder zu sein als man glauben mag.

Anscheinend gibt es viele Menschen, die dem Senator ein langes Leben wünschen. Denn wenn es allein nur nach dem Tabakkonsum gehen würde wäre Calé schon lange nicht mehr unter den Lebenden. Der Kettenraucher, der seit über 30 Jahren im Kongress sitzt und die Geschicke des Landes mitbestimmt, in dem er unter anderem bei Wahlfälschungen mitmischt, wie er selbst zugab, erklärte gestern bei Radio Ñandutí: „Das ist Teil meiner Routine, Menschen die mich krank machen und mich tot sehen wollen. Es wiederholt sich immer öfter, mit einer höheren Frequenz“.

Er bestätigte weder an Dengue noch an einer anderen Krankheit zu leiden. Zudem sei er mit einer etwas schwierigen Aufgabe betraut worden: Die Einigkeit der Colorado Partei. Ob Cartes den Auftrag gab ist nicht sicher. Sicher ist nur, dass Abdo das Anliegen der Einigkeit der ANR nicht so am Herzen liegt.

Wochenblatt / Radio Ñanduti

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3 Kommentare zu “Totgeglaubte leben länger

  1. Von außen gesehen eines der ekligsten Politiker, die es gibt. Aber in der Partei genießt er höchstes Ansehen. Ich hab so ein bisschen den Eindruck, dass er der „gute Opa“ in der Partei ist, nicht so wie Gonzalez Daher, vor dem alle Angst haben, sondern eben der gute Opa. Deswegen ist auch schon seit 30 Jahren Senator, weil den alle (innerhalb der Partei) mögen.
    Wenn der sterben sollte (der wird garantiert über 80), gibt es bestimmt auch eine mehrtägige Staatstrauer.

    1. Poppo Graf von Hahn-Kuchelmisz

      So ne Art „guter Cop, boeser Cop“?
      Wohl eine der Anlaufstellen fuer die „Kontakte“ um „agilizar los procesos“ – Beweglichmachung der Gelenke der Regierungsbuerokratie. Die alten Knochen muessen ja vor jeder Bewegung ne Minute oder so beweglich gemacht werden – mit $chmiere gehts immer etwas schneller mit der Mobilisation.
      Solche wie der OGD (Daher), Galaverna, die Carlos Casados und all die anderen sind eher argentinische Migranten die Paraguay noch als so eine Art „Hinterhof Argentiniens“ ansehen – als Provinz Argentiniens. Na ja, was Paraguay nach 1870 wuerde, ist es dank den argentinischen Migranten vorrangig geworden. Oft sind es auch migrierte Spanier die als arme Schlucker ihr Glueck im Vizekoenigreich Rio de la Plata suchten – und viele fanden es.

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