Transchaco: Gesetzlosigkeit geht weiter

Filadelfia: Gesetze haben und sich daran halten sind im zentralen Chaco zumindest beim Thema Flächenbrand zwei paar Schuhe. Die Brände sind keine Unfälle sondern beabsichtigt von den Eigentümern.

Entlang der Transchaco wiederholt sich der Anblick von schwarzen, verbrannten Streifen entlang des Asphalts. Es sind die Eigentümer selbst, die die gesetzlichen Vorschriften nicht ernst nehmen und versuchen wieder zu frischem Weideland zu kommen.

Mit dem Feuer und etwas Regen wird nicht nur neuer Rasen generiert sondern auch der Verkehr gefährdet, Schilder und Pfosten beschädigt und den Kleintieren ihr Lebensraum genommen. Demnach ist es kein Zufall, dass in diesen Tagen besonders viele Ameisenbären auf der Transchaco überfahren werden. Aus ihrem normalen Lebensraum wurden sie vertrieben.

Laut Gesetz Nº 4.014 aus dem Jahr 2010 ist es verboten unkontrolliert Weideflächen abzufackeln, ebenso wie Wälder oder anderen Gebiet. Mit einem Sachverständigen und unter Voranmeldung kann ein Brand gestattet werden. Diese Anträge stellt nur keiner und trotzdem brennt es.

Wochenblatt / Abc Color

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6 Kommentare zu “Transchaco: Gesetzlosigkeit geht weiter

  1. Wie wär´s denn damit: Paraguay – das Land der Gesetzeslosigkeit? Jeder macht was er will, keiner beachtet Vorschriften und Gesetze, jeder ist sich selbst der Nächste auch auf der Kosten der Nächsten oder der Allgemeinheit, der Stärkere oder der mit den besseren Beziehungen hat immer recht und erreicht was er will. Gesetze sind da um zurecht gebogen zu werden. – Ein Land der „grenzenlosen Freiheiten“!

    1. Jeder macht was er will, keiner macht was er soll, aber alle machen mit. In PY steht der Mensch im Mittelpunkt und damit jedem im Weg. Einen schönen Wochenanfang allerseitseits!!

  2. Leider ist es so, das Gesetz 4014 wurde meines wissens noch nie fuer ein Flaechenbrand angeortnet. Lieber sucht SEAM auf dem Mercado cuatro nach Frauen wo Kroeten verkaufen statt was nuetzliches fuer die Umwekt zu machen.

  3. „Gesetze haben und sich daran halten sind im zentralen Chaco zumindest beim Thema Flächenbrand zwei paar Schuhe.“ das trifft wohl nicht nur auf den Caco zu. Warum? Na, für was soll man sich auch an Gesetze halten, das sollte doch nur für die anderen gelten, nicht für mich. Aber die halten sich ja auch nicht an die Gesetze, warum sollte ich dann? Wann es sowieso niemand sieht, und wenn doch will er wohl keine Probleme bekommen, falls er mich anzeigen sollte. Und falls er mich doch anzeigt, so hat er eh keine Plata um sich einen Anwalt zu leisten und einen Prozess einzuleiten, denn von Amtswegen wird auch nichts passieren, außer du seist Ausländer. Merke: Paraguayer wirft mit Steinen auf dich Ausländer, von der Polizei und Ärzten dokumentiert => Du musst dir einen Anwalt nehmen und einen Prozess einleiten. Zwar könntest du dir das leisten, doch seine 1.000 Zeugen, die beglaubigen, dass du dir die Steine selbst angeworfen hast, müssten einem im Wesentlichen im Voraus von einem Prozess abhalten.

  4. Ja Manni, das war schon vor 50 jahren so, und wird es in 50 jahren so sein. So ist es in Paraguay. Das weisst man alerdings vor man nach Paraguay auswandert, oder?

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