Um Gnade gebettelt

Iturbe: Ein vermeintlicher Mord, der am Ufer des Río Tebicuary mit einem Handy gefilmt wurde, erreichte die Öffentlichkeit. Das Filmmaterial soll etwa 6 Monate alt sein. Der Schütze und das Opfer sollen bald identifiziert sein.

Laut den Informationen, die Abc Color und El Informante de Guairá vorliegen, wurde das Video, welches weiter unten gezeigt wird, im Departement Guairá aufgenommen. Man sieht darauf wie ein Estanciabesitzer seinen Arbeiter niederschießt. Passiert sein soll das im Juni 2018.

Im Video sieht man wie ein Mann einen anderen mit einer Waffe drohend aus dem Auto zieht, welche ein Gewehr M4 oder AR 15 sein, was Spezialkräfte der Polizei oder Soldaten haben. Der Schütze zwingt das Opfer sich auszuziehen, sich hinzuknien und um sein Leben zu betteln. Mit zum Beten gefalteten Händen schießt der Angreifer.

Noch ist unklar ob der ausgezogene Mann starb oder überlebte. Die Polizei wurde in der Vergangenheit über keinen Vermisstenfall informiert. Bei der Staatsanwaltschaft soll ein Fall vorliegen, wobei die Anzeige später wieder zurückgezogen wurde.

Wochenblatt / Abc Color / El Informante de Guairá

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6 Kommentare zu “Um Gnade gebettelt

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    Sowas ist normal. Es kommt nur nie an die Oeffentlichkeit und die Staatsanwaelte merken auch nie was. Die Mennoniten wuerden sowas nur zur Mediacion schicken wo man dann alles „beredet“.
    Uebliche Gruende sind Viehdiebstahl durch Untergebene, Drogenhandel, simpler Diebstahl, usw.
    Die Szene im Bild erinnert an einen mexikanischen Drogenboss der seinen Untreuen „Lugarteniente“ (Leutnant) bestraft (wo es in solchem Milieu nur eine Strafe gibt).
    Das Gewehr ist ein Sturmgewehr Typ AR15 wohl der zivilen Version die es zur Genuege in Loma Plata bei einem bekannten Waffengeschaeft fuer 25 bis 35 Millionen zu kaufen gibt Kaliber 223 Remington oder 5.56 Nato (wo man sich solche legal von den USA fuer 10 Millionen bringen kann denn die kosten in den USA rund 1000 $ wobei die lokalen Waffenhaendler Zockerpreise verlangen die margen von rund 300% vermuten lassen). Natuerlich ist das Opfer tot wenn er eins auf den Pelz gebrannt bekam.
    Es gibt in Loma Plata sogar schon solche des Typs Kalashnikov in besagtem Geschaeft zu kaufen wo diese aber in Schrotflintenkaliber (cal 12) sind (irgend einer tuerkischen Marke die die Gewehre etwas stabiler als Bierdoeschenblech fabrizieren).
    Der Angestellte scheint wohlgenaehrt zu sein und muss sich an seinem Patron vergangen haben wo dieser dass Problem dann im „sizilianischen Stil“ loeste.
    Auch ich wurde kuerzlich von meinem Angestellten bestohlen als er ging. 5 Tuerklinken mit Schloss fehlen im Arbeiterhaus, Jaethacke, Heugabel, Spaten und einige Werkzeuge sind nicht mehr da. Dieser Arbeiter praesentierte sich als „aeusserst christlicher Pfingstler“ – nun mit erhobenen Haenden zum Gebet hat er mich dann bestohlen. Dieses war ein typisches Produkt der Missionsgemeinden unter lateinern der Mennoniten – wenn er einmal „zu Jesus gefunden zu haben glaubt“ dann glaubt er er kann mehr Gehalt verlangen, ist aeusserst eingebildet und bestiehlt einem hernach auch noch. Pfui, nicht noch einmal stell ich solche an.

  2. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Antworten

    Definitiv Kaliber 223 Remington. Halb so wild das Ganze – was er mit dem angestellt hat im Wald ist ne andere Sache.
    Das weisse, ist das Schnee? Auch die Videoqualitaet laesst zu wuenschen uebrig. Mit dem modernsten smartphones scheint es nicht aufgenommen zu sein. Wenn der Sohn vom Schuetzen es graviert hat und dieser sich eine AR15 leisten kann dann duerfte es allemal zu einem dezenten smartphone auch gereicht haben fuer den Jungen. Also das scheint ein altes video zu sein mit den ersten Telefone graviert die eine Kamera hatten oder es stammt aus Argentinien oder einem Land wo Schnee faellt.
    Scheint als ob das Opfer sowas nicht zum ersten mal erlebt genauso wie die Angestellte der Wasserwerke die vor einiger Zeit von dem alten Knacker mit dem Revolver erschossen wurde. Das dicke Fell gegenueber solchen Situationen faellt auf.
    Ein paar Warnschuesse am Kopf vorbei und hoffen wir dass beim Waldrand der Zorn verraucht war. Scheint ein altes video aus fernen Schneelaendern zu sein das gerne gepostet wurde aber durchaus authentisch ist.

  3. wo sieht man denn schnee?
    ich sehe ein gewässer und helles gestein. möglicherweise sonnenreflexion, oder kokainvorrat der estancia?
    man sieht ja das bodenprofil, durch das sich der fluss gegraben hat. das passt farblich ganz gut mit dem sand.
    wäre aufgabe der staatsanwaltschaft zu klären, ob und wo in paraguay solche böden vorkommen. wahrscheinlich hat sich kein gut ausgebildeter geologe finden lassen und die sache wurde zu den akten gelegt.

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