Unbeschreiblich groß

Mariscal Estigarribia: Können Sie sich eine Estancia von etwa 650 ha Grösse auf die Schnelle vorstellen? Dies ist die Fläche die im paraguayischen Chaco tagtäglich gerodet wird. Der Wunsch nach mehr Weide- und Anbaufläche bricht der Natur das Genick.

Laut dem neuesten Bericht von Guyra Paraguay, einer Tierschutzorganisation des Landes, wurden im Januar des aktuellen Jahres 642 Hektar (6.420.000 Quadratmeter) täglich abgeholzt. Erst der Vergelich zu den Nachbarländern zeigt auf, wie fürchterlich die Situation wirklich ist. Während in Argentinien durschnittlich 335 Hektar Wald pro Tag weichen müssen sind es in Bolivien nur 193 Hektar. Rund um Mariscal Estigarribia mussten im Januar 13.520 Hektar weichen.

Im Januar 2017 wurden demnach 36.262 Hektar des amerikanischen Chacos zu Weideland umgewandelt, ganze 7.000 Hektar mehr als im Dezember 2016. Damit ist Paraguay Spitzenreiter bei der Abholzung, gefolgt von Argentinien und Bolivien.

In was das fehlende Umweltbewusstsein gipfelt wird die Natur sicherlich zukünftig unter Beweis stellen. Staatliche Kontrolle ist in der Zone undenkbar. Die wenigen staatlichen Organe nehmen lieber Geld fürs Wegsehen als sich Probleme mit den Eigentümern einzuhandeln.

Wochenblatt / Guyra Paraguay

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5 Kommentare zu “Unbeschreiblich groß

  1. Diese Organisation Guyra Paraguay dürfte doch dann auch wissen, welcher Besitzer wieviel Wald abholzt, oder?

    Sind es landesweit bekannte Grossgrundbesitzer, Brasilianer, Mennoniten oder gar Politiker selbst, die ein bestehendes Gesetzes einst durchgewunken haben?
    Würde mich mal sehr interresieren, wie da die Verteilung ist.

    Ich werde mal da eine Email schreiben und bin auf die Antwort sehr gespannt.

  2. Lange habe ich gewartet das etwas konkretes in Brasilien gegen die Abholzung des Amazonas unternommen wird,meine Vorschläge wahren absolute Härte zeigen gegen diese Verbrecher und kein Schmusekurs. Nun ist es endlich soweit das gegen diese Verbrecher massiv vorgegangen wird durch die IBAMMA sie beschlagnahmen nichts mehr was dann anschließend wieder in die Hände von diesen Verbrechern fällt ,Nein es wird alles aber auch alles zerstört Maschinen ,LKW,Sägen Häuser einfach alles so das nicht mehr damit gearbeitet werden kann.Das hat bis Heute zur Folge das 30% des Raubes im Amazonas zurück gegangen ist.Liegt aber daran das Brasilien alleine für die Kosten aufkommen muss zur Unterhaltung der IBAMMA . Das ist auch so ein Ding Amerika ,Europa sind die größten Ankläger was den Urwald und seiner Abholzung angeht und zahlen nichts an Brasilien um die Ibamma Auf zu Rüste mit Personal ,Waffen Fluggerät . Hier sollte so etwas auch Schule machen Großgrundbesitzer die die Wälder Roden enteignen und alles was da ist an Gerät nieder Brennen.Denke aber das Paraguay ohne Einflussnahme von Aussen noch Jahre so weiter machen wird.

  3. Nun, wenn mangels Wald schliesslich die letze Erdkrume wegerodiert ist, werden die gierigen Menschen endlich verstehen, wozu diesen komischen grünen Dinger mal gut waren, leider zu spät?

  4. Die IGNORANZ ist immer und überall sichtbar. Leider in diesem Fall ein fürchterliches Drama für die Umwelt und unsere nachfolgenden Generationen. Und niemand in Paraguay ist gewillt und in der Lage, diesem verbrecherischen Treiben endlich Einhalt zu gebieten!

  5. herrlich, dann haben wir ja irgendwann im Chaco die Wüste, nachdem es sich ausgesojat hat. Dann braucht man da auch keine Straßen mehr. Zum Schluß bleiben da nur noch paar Indianer, einige Mennoniten und viele Zäune

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